Trotz schwankender Kurse ist das institutionelle Interesse an Bitcoin hoch, während Anleger gespannt auf ein US-Gesetz warten. (Foto: Magnific.com, patpongstock)
Pumpt er? Pumpt er nicht? Die Märkte warten auf eine fulminante Bewegung bei Bitcoin – und langsam mehren sich die bullischen Signale. Lassen Bitcoin (BTC) und die Krypto-Märkte das tiefe Tal der Trauer also bald hinter sich? Das glaubt einer der bekanntesten Trader der Branche – und nennt 3 Kriterien, die für einen baldigen Aufstieg sprechen.
Star-Trader: Darum geht’s jetzt aufwärts
Top-Analyst Michael van de Poppe fasst das Preisgeschehen bei Bitcoin in einer aktuellen Prognose kurz und knapp zusammen: Alles unter 67.000 Dollar sei „nur Rauschen“, ein Rückgang unter 60.000 Dollar hingegen eine „großartige Kaufgelegenheit“. Momentaner Kurs: 64.700 Dollar – Rauschen.
Seit Wochen klebt Bitcoin in dem Bereich, scheitert am Ausbruch. Nicht mehr lange, glaubt Ansem (@blknoiz06), einer der reichweitenstärksten Trader der Branche – und liefert in einer Prognose 3 „Signale dafür, dass der Tiefpunkt erreicht ist“. Erstens reagiert der Preis nicht mehr auf schlechte Nachrichten: So hat Bitcoin-Mega-Sammler Strategy jüngst zwar tausende BTC abgestoßen – der Kurs konnte jedoch trotzdem zulegen. Zweitens gewinnen krypto-native Apps wieder echte Nutzer: Ansem verweist unter anderem auf Umsatzwachstum von plus 20 Prozent binnen einer Woche bei Memecoin-Plattform Pump.fun. Drittens kehrt institutionelles Kapital zurück: Robinhood baut eine eigene Blockchain, Hedgefonds-Legende Paul Tudor Jones positioniert sich öffentlich bullish. Die These dahinter ist schlicht und verständlich: Wenn ein Markt auf negative News nicht mehr reagiert, ist den Verkäufern die Munition ausgegangen – die Kapitulation ist vorbei. Genau dieses Muster markiert historisch das Ende von Bärenmärkten – und ist laut Ansem jetzt erkennbar.
Bitcoin Prognose: 2027 unter 40.000 Dollar
Was man berücksichtigen sollte: Nicht jeder Experte teilt den Optimismus. Der populäre Krypto-Analyst CryptoCon_ beispielsweise warnt seine mehr als 123.000 Follower auf X: August und September seien historisch schwache Monate – der Bärenmarkt stelle keine Ausnahme dar. Seine Prognose: Anleger sollten sich auf eine Korrektur von „mindestens“ minus 30 Prozent einstellen – das brächte den Bitcoin-Kurs in den unteren bis mittleren 40.000er-Bereich. Zusätzlicher Wermutstropfen: Für November und Januar sei dann ein weiterer Rücksetzer in dieser Größenordnung zu erwarten.
Der Grund: die typische Zyklizität der Märkte. Es geht rauf, es geht runter. Auch 2014, 2018 und 2022 sei es zu entsprechenden Bewegungen gekommen – der Kurs hat sich im Anschluss stets spektakulär erholt und neue Allzeithochs erreicht.
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Explosiver Aufstieg oder multiple Korrekturen – wer wird recht behalten? Fest steht: Der Spätsommer-Bullrun könnte früher starten, als viele jetzt für möglich halten. Kritische Marke: 55.000 Dollar pro BTC. Rutscht der Kurs darunter, rückt die Hiobs-Prognose von CryptoCon_ in den Fokus. So oder so gilt: Der Tiefpunkt nähert sich rasant – umkämpft bleibt nur das Timing.
Clarity Act: Alle Augen auf September
Apropos Timing – Rückschlag mit Silberstreifen, direkt aus Washington: Der US-Senat hat es nicht mehr geschafft, vor der Sommerpause über den Clarity Act abzustimmen. Das milliardenschwere Regelwerk, das erstmals klar definieren soll, welche Behörde in den USA für Kryptowährungen zuständig ist, verspätet sich. Laut Politico bestätigt die Senatsführung die Verschiebung – kündigt aber an, das Gesetz Mitte September nach der Pause „als eines der ersten Themen“ auf die Agenda zu setzen.
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Immerhin – so bleibt noch eine Chance, denn: Verpasst der Clarity Act die zeitnahe Absegnung, könnte sich die Abstimmung bis 2030 ziehen (wir berichteten). Hintergrund: Im November ist der Kongress bereits vom Wahlkampf geprägt – komplexe Finanzgesetze haben dann oft jahrelang keine Chance mehr.
Das bedeutet: Der wichtigste regulatorische Katalysator des Jahres hat zwar einen Dämpfer bekommen, ist aber nicht vollständig vom Tisch. Bullish für Anleger: Der CLARITY Act könnte zeitgleich zum erwarteten Zyklustief verabschiedet werden – und der neuen Rallye damit ordentlich Zunder verschaffen. Übrigens: Der selbsternannte „Krypto-Präsident“ Donald Trump ist an der Verzögerung nicht ganz unbeteiligt – eine umstrittene Ethik-Klausel zu den Krypto-Beteiligungen des 80-Jährigen bremst …
Disclaimer:
Der Autor und/oder verbundene Personen oder Unternehmen besitzt Kryptocoins, unter anderem auch Bitcoins. Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.
Der Beitrag Bitcoin Prognose: Spätsommer-Bullrun voraus? Star-Trader sieht 3 klare Signale! erschien zuerst auf ftd.de.