Bitcoin Prognose: Plus 400 Prozent im Anmarsch! Wann fallen die 100.000 Dollar?

On-Chain-Daten zeigen: Bitcoin-Anleger sind mehrheitlich im Plus. (KI-Bild: Magnific.com, gritsakelina)

Bitcoin (BTC) legt binnen 4 Wochen fast 20.000 Dollar zu – und der Chef des renommierten Analysehauses CryptoQuant sieht die Bullen trampeln: Ein Gewinn von 3x bis 5x sei in diesem Zyklus drin. Das entspricht im Idealfall einem Anstieg um 400 Prozent. Gilt das auch für Altcoins – oder droht dort am Ende wieder das große Erwachen?

Bitcoin: Letztes Mal unter 100.000 Dollar?

Hebt er endlich ab, der Bitcoin-Kurs – so richtig und mit Nachdruck? Top-Analyst PlanB, Erfinder des berühmten Stock-to-Flow-Modells, spekuliert bereits auf sechsstellige Preise, schreibt auf X: „Das letzte Mal, dass Bitcoin unter 100.000 Dollar steht?“. Tatsächlich demonstriert die Kryptowährung Nummer 1 seit geraumer Zeit Stärke, kommt auf ein Plus von fast 20.000 Dollar innerhalb der letzten 4 Wochen. Aktueller Kurs: 83.120 Dollar pro BTC. Der gesamte Kryptomarkt ist damit erstmals seit Januar wieder mehr als 3 Billionen Dollar wert. Analysten und Branchenbeobachter rufen den nächsten Bullrun aus, „Gier“ erfasst die Märkte. Aber: Wie stabil ist das Momentum wirklich?

Prognose: Bitcoin vor 400-Prozent-Rallye

Eine Antwort liefert Ki Young Ju, Gründer und Chef der südkoreanischen On-Chain-Analysefirma CryptoQuant. Seine Prognose: Der laufende Bullenmarkt bringt das 3- bis 5-fache – keinen parabolischen Anstieg um den Faktor 10 oder mehr wie in früheren Zyklen, dafür aber auch einen deutlich milderen Bärenmarkt im Anschluss, so Ju in der Prognose. In Dollar gerechnet, ausgehend vom Zyklustief bei 58.525 Dollar: 175.575 Dollar am unteren und sage und schreibe 292.625 Dollar am oberen Ende.

Selbst das Minimal-Szenario läge damit deutlich über dem bisherigen Allzeithoch von 126.000 Dollar – und vom derzeitigen Kurs aus wären das immer noch plus 111 Prozent bis plus 252 Prozent, im besten Fall also mehr als eine Verdreifachung. Jus Begründung stützt sich auf On-Chain-Daten – die zeigen: Bitcoin-Anleger sind mehrheitlich im Plus. Frisches Kapital fließt ins Netzwerk, die Wale der ersten Stunde haben aufgehört zu verkaufen. Ein gereifter Bitcoin, so Jus bullishes Fazit, könne „die Welt auf eine Weise umgestalten, die weit über das hinausgeht, was man sich vorstellen kann“. Nächstes Etappenziel: der Widerstand bei 87.000 Dollar.

 


Altcoins: Erst plus 1.000 Prozent, dann -80 Prozent?

Und was gilt für Altcoins? Hier äußert sich Ju nicht ganz so optimistisch. In früheren, von Privatanlegern getriebenen Zyklen mit geringer Liquidität habe „heißes Geld“ explosive Kursanstiege befeuert – und anschließend Kursrückgänge von -80 Prozent. Heute sieht der Markt anders aus: Der wachsende Anteil institutioneller Anleger und die gestiegene Marktkapitalisierung dämpfen die Volatilität – nach oben wie nach unten. Das gilt allerdings in erster Linie für Bitcoin, denn dort landet das Geld der Großanleger. Die meisten Altcoins bleiben dagegen Spielball der Spekulanten und deshalb deutlich riskanter.

Das bedeutet: Manche der alternativen Kryptos werden im Bullrun kräftig zulegen – aber genauso heftig wieder abstürzen. Das legt zumindest die Vergangenheit nahe. Die größte Wahrscheinlichkeit für eine nachhaltige Wertentwicklung bietet die Krypto-Leitwährung selbst. Was man berücksichtigen sollte: Jus Prognose schließt heftige Korrekturen nicht aus. Bloomberg beispielsweise warnt: Trader bauen parallel zur Rallye massiv gehebelte Wetten auf – kurzfristig sind intensive Kursschwankungen wahrscheinlich. Wer auf ein 5x hofft, muss auf dem Weg dorthin also Rücksetzer aushalten können.

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„Shielded Bitcoin“: Wer braucht da noch Zcash?

Kommt jetzt der anonyme Bitcoin? Ein Forscherteam hat gerade „Shielded Bitcoin“ vorgestellt – ein Verfahren, das Bitcoin-Zahlungen vollständig verschlüsselt und die Blockchain dadurch anonymisiert! Und das nicht zu knapp: Absender, Empfänger, Betrag – alles bleibt verborgen. Bislang ist das Bitcoin-Netzwerk das genaue Gegenteil: Jede Transaktion ist öffentlich einsehbar – nicht selten gelingt es Analysefirmen, die Wallets realen Personen zuordnen. Genau diese Lücke hat Privacy-Coins wie Zcash (ZEC) oder Monero (XMR) groß gemacht. Der Clou an „Shielded Bitcoin“: BTC selbst bleibt dabei unangetastet. Vielmehr werden die Zahlungen verschlüsselt in gewöhnliche Bitcoin-Transaktionen verpackt, liefern so Datenschutz obendrauf. „Keine Soft Forks, keine Brücken, keine Betreiber – nur Bitcoin“, versichert eine der Autorinnen des Papiers – „und das ist erst der Anfang“. Prominente Rückendeckung kommt von Twitter-Gründer und Tech-Milliardär Jack Dorsey, der das Projekt auf X verbreitet.

Bitcoin anonym: Droht ein Verbot?

Programmierer Nicholas Gregory zieht allerdings einen heiklen Vergleich: Er erkennt darin „dieselbe Mixer-Logik wie bei Tornado Cash“. Das vermutete Problem: 2022 haben die USA die Nutzung des Anonymisierungsdienstes verboten, die Entwickler sind vor Gericht gelandet. Das Verbot ist inzwischen zwar aufgehoben, die Strafverfahren laufen aber weiter – Mitgründer Roman Storm drohen bis zu 40 Jahre Haft. Erwartet Shielded Bitcoin ein ähnliches Schicksal? Die Entwickler widersprechen: Das Verfahren sei „kein Mixer“ und in der Architektur „näher an Zcash“. Ob der Gesetzgeber das genauso sieht, bleibt abzuwarten.

Für Zcash & Co. wird es so oder so eng: Bietet Bitcoin selbst Privatsphäre, löst sich ihr einziges Verkaufsargument in Luft auf. Hinzu kommt: ZEC lebt mit einem Geburtsfehler. Weil die Beträge verschlüsselt sind, lässt sich der Gesamtbestand nicht lückenlos prüfen. Das wiegt schwer, denn: 2018 wurde ein Programmierfehler entdeckt, mit dem man unbemerkt beliebig viele ZEC erzeugen konnte. Ob ihn jemand ausgenutzt hat, lässt sich bis heute nicht zweifelsfrei ausschließen. Die Folge: Niemand weiß, ob es womöglich Milliarden ZEC-Coins gibt. Bei Shielded Bitcoin hingegen bleibt die 21-Millionen-Grenze unangetastet – das System kann keinen einzigen neuen BTC erzeugen.

 

Disclaimer:
Der Autor und/oder verbundene Personen oder Unternehmen besitzt Kryptocoins, unter anderem auch Bitcoins. Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.

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