Stromnetze: AEP plant hohe Investitionen in Übertragung und Verteilung. (KI-Symbolbild: ftd.de-Redaktion, Codex-Bildmodell)
Columbus – Der US-amerikanische Stromversorger American Electric Power (AEP) zahlt im Dezember 0,97 US-Dollar Dividende je Aktie. Der Kauf muss bis Handelsschluss am 9. November erfolgen. Die annualisierte Bruttorendite liegt bei rund 3,0 Prozent; hohe Bauinvestitionen belasten den Cashflow.
Dividendentermine und Ausschüttung
| Letzter Dividenden-Beschluss | Board of Directors von AEP, 20. Oktober 2026 |
|---|---|
| Spätester Kauf | 9. November 2026, vor Handelsschluss am Referenzmarkt |
| Ex-Tag | 10. November 2026 |
| Zahltag | 10. Dezember 2026 |
| Ausschüttung je Aktie | 0,97 US-Dollar brutto |
| Aktuelle Dividendenrendite | 3,0 Prozent pro Jahr, annualisiert |
| Ausschüttungsintervall | Quartalsweise |
| Kursbasis | 129,86 US-Dollar, 3. November 2026 |
Kauf bis 9. November sichert den Anspruch auf die Dezemberdividende
Die Dividendentabelle der Nasdaq nennt den 10. November als Ex-Tag. Montag, der 9. November, ist laut Nasdaq-Handelskalender der letzte reguläre Handelstag davor. Der Handel endet um 16 Uhr New Yorker Zeit, an diesem Tag um 22 Uhr in Deutschland. Bis dahin muss der Kauf ausgeführt sein; eine lediglich aufgegebene Order genügt nicht.
Das Board of Directors hat die Quartalsdividende am 20. Oktober von 0,95 auf 0,97 US-Dollar erhöht. Zahltag ist der 10. Dezember. Die Gutschrift im Depot kann durch die Verarbeitung der Bank später erfolgen. Steuern, Gebühren und die Umrechnung in Euro beeinflussen den Nettobetrag.
4 Quartalszahlungen in dieser Höhe ergeben eine annualisierte Jahresdividende von 3,88 US-Dollar. Beim von AEP ausgewiesenen Schlusskurs vom 3. November von 129,86 US-Dollar entspricht das einer Bruttorendite von 2,99 Prozent pro Jahr. Stock Analysis nennt dazu einen Börsenwert von rund 70,71 Milliarden US-Dollar. Die kommende Einzelzahlung beträgt 0,97 US-Dollar je Aktie.
Am Ex-Tag kann der Dividendenabschlag den Aktienkurs ungefähr um die Ausschüttung vermindern; andere Marktbewegungen können den Effekt überlagern. Die Zahlung ist deshalb kein risikoloser Zusatzgewinn. Für ein Euro-Depot kommt das Wechselkursrisiko hinzu.
Die Gewinnquote lässt Spielraum, der freie Cashflow ist negativ
Die offizielle Dividendenhistorie von AEP zeigt für 2022 bis 2025 steigende Jahressummen: 3,17, 3,37, 3,57 und 3,74 US-Dollar je Aktie. Innerhalb dieses Zeitraums wurde keine Quartalsrate gekürzt. In den ersten 3 Quartalen 2026 zahlte AEP jeweils 0,95 US-Dollar, zusammen 2,85 US-Dollar.
Im Neunmonatsabschluss weist AEP einen verwässerten Gewinn nach US-GAAP von 5,05 US-Dollar je Aktie aus. Gemessen daran beträgt die Ausschüttungsquote rund 56,4 Prozent. Die Dividenden waren aus dem Gewinn gedeckt; beim Geldfluss fällt das Bild schwächer aus.
Von Januar bis September standen einem operativen Cashflow von 5,767 Milliarden US-Dollar Bauinvestitionen von 9,107 Milliarden US-Dollar gegenüber. Nach deren Abzug ergibt sich ein freier Cashflow von minus 3,340 Milliarden US-Dollar. Die gezahlten Dividenden an Stammaktionäre von 1,558 Milliarden US-Dollar waren damit nicht gedeckt.
Diese Rechnung berücksichtigt die Bauinvestitionen, jedoch noch keine Kraftwerkszukäufe von 2,394 Milliarden US-Dollar und keine 97 Millionen US-Dollar für Kernbrennstoff. Schon vor diesen zusätzlichen Ausgaben musste AEP für Investitionen und Dividenden auf andere Finanzierungsquellen zurückgreifen. Der hohe Kapitalbedarf bleibt deshalb ein wesentlicher Risikofaktor.
AEP steigert den Umsatz und plant hohe Investitionen in Stromnetze
Im 3. Quartal 2026 stieg der Umsatz von AEP gegenüber dem Vorjahr von 6,011 auf 6,832 Milliarden US-Dollar. Der den Stammaktionären zurechenbare Gewinn erhöhte sich von 972 Millionen auf 1,187 Milliarden US-Dollar. Für die 5 Jahre bis 2031 plant der Stromversorger Investitionen von 100 Milliarden US-Dollar, davon 37 Milliarden für die Stromübertragung. Beim bereinigten operativen Gewinn je Aktie erwartet AEP für 2026 mindestens das obere Ende der bisherigen Spanne: 6,55 US-Dollar.
16 Analysten empfehlen Kaufen, das Kursziel liegt rund 10 Prozent höher
Der Konsens von S&P Global bei Stock Analysis vom 2. November umfasst 24 Analysten: 16 empfehlen Kaufen, 8 Halten und keiner Verkaufen. Die Kaufgruppe enthält 13 starke Kaufempfehlungen und 3 Kaufvoten. Das durchschnittliche Kursziel für 12 Monate beträgt 142,72 US-Dollar, rund 9,9 Prozent über dem Schlusskurs vom 3. November.
Aus unserer Sicht eignet sich die AEP-Aktie eher als langfristiger Versorgerbaustein als für eine kurzfristige Dividendenstrategie. Die steigenden Ausschüttungen und die moderate Gewinnquote sprechen dafür.
Der hohe Finanzierungsbedarf schränkt die defensive Qualität jedoch ein. Die Bauinvestitionen übersteigen den operativen Mittelzufluss deutlich. Für Anleger zählt daher, ob AEP das Investitionsprogramm finanzieren und zugleich den angekündigten Gewinnzuwachs erreichen kann.
Ein ftd.de-Beitrag erläutert, worauf es bei Dividendenwerten ankommt.
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Der Beitrag AEP Dividende: Aktie bis zu diesem Datum kaufen – 3 Prozent Rendite möglich erschien zuerst auf ftd.de.