Wer seinen Lebensstandard im Alter halten möchte, sollte frühzeitig die eigene Rentenlücke berechnen und privat vorsorgen. (KI-Bild: ftd.de-Redaktion mit Magnific AI)
Sie arbeiten viele Jahre und zahlen jeden Monat Beiträge. Trotzdem reicht das Geld später oft nicht aus. In den nächsten Jahren gehen Millionen Menschen in den Ruhestand. Deutlich weniger junge Beitragszahler rücken nach. Was bedeutet das für Ihre Rente?
Gesetzliche Rente: Demografischer Wandel als Problem
Die gesetzliche Rente funktioniert über das sogenannte Umlageverfahren. Erwerbstätige finanzieren mit ihren Beiträgen die Menschen, die sich bereits im Ruhestand befinden. Dieses System steht aktuell vor einer großen Herausforderung. Die großen Jahrgänge der Babyboomer gehen nach und nach in Rente.
Bis zum Jahr 2040 erreichen rund 13 Millionen Erwerbspersonen das Rentenalter. Gleichzeitig rücken deutlich kleinere Jahrgänge auf dem Arbeitsmarkt nach. Das bedeutet für das Finanzierungsmodell: Immer mehr Menschen erhalten eine Rente. Gleichzeitig zahlen immer weniger junge Berufstätige in das System ein.
Zukunft der Rentenkasse: Bleibt die gesetzliche Rente bestehen?
Das staatliche Rentensystem wird nicht einfach verschwinden. Die Finanzierung wird für den Staat allerdings zunehmend teurer. Bereits heute fließt zusätzlich Geld aus dem Bundeshaushalt in die Rentenversicherung. Treffen künftig weniger Einzahler auf mehr Rentner, wächst dieser finanzielle Druck stetig weiter.
Die gesetzliche Rente bleibt auch in der Zukunft ein wichtiger Baustein für Ihre Altersvorsorge. Sie sollten sich aber nicht allein auf diese Zahlungen verlassen. Der Staat finanziert Ihren bisherigen Lebensstandard im Ruhestand nicht mehr komplett allein.
Rentenlücke berechnen: So viel Geld fehlt jeden Monat
An dieser Stelle rückt die sogenannte Rentenlücke in den Fokus. Ein simples Rechenbeispiel verdeutlicht dieses Prinzip. Sie benötigen später 2.500 Euro im Monat, um Ihren Lebensstandard zu halten. Ihre gesetzliche Rente bringt Ihnen jedoch nur 1.800 Euro ein.
In diesem Fall fehlen Ihnen jeden Monat 700 Euro. Sie müssen diese Summe anderweitig auffangen. Das gelingt zum Beispiel durch eine betriebliche Altersvorsorge, privates Sparen oder eigenes Vermögen. Sie müssen sich daher im Klaren sein, wie viel Geld Sie später brauchen und wie groß die Lücke ausfällt.
Altersvorsorgedepot und Riester: Wie die Politik umbauen will
Die Politik plant aus diesem Grund, die private Altersvorsorge neu aufzustellen. Privates Sparen soll künftig deutlich stärker helfen, diese finanzielle Lücke im Alter zu schließen. Eine neue Idee in der politischen Diskussion stellt das sogenannte Altersvorsorgedepot dar.
Bisher nutzten zahlreiche Menschen das große Fördermodell der Riester-Rente. Millionen Sparer haben in der Vergangenheit entsprechende Verträge abgeschlossen. Dennoch gilt Riester heute für viele Menschen als gescheitert. Die Kritik lautet, das Modell sei zu teuer, zu kompliziert oder schlicht falsch aufgebaut.
Mit der geplanten Reform der privaten Altersvorsorge und dem neuen Altersvorsorgedepot soll sich das künftig ändern. Ziel ist es, privates Sparen einfacher, attraktiver und langfristig rentabler zu gestalten. Ob das neue Modell diese Erwartungen erfüllen kann und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind, beleuchten wir in den weiteren Folgen unserer Videoreihe zum Altersvorsorgedepot auf ftd.de.
Disclaimer:
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