Arbeitsmarkt USA aktuell: Statistik für Januar 2026 und Fed-Prognose

Springt des US-Jobmotor wieder an? (Foto: Freepik, TejasPawar)

Washington – Und täglich grüßt das Murmeltier – schon wieder musste ein US-Arbeitsmarktbericht wegen Behörden-Shutdown verschoben werden. Heute lieferte die US-Regierung nach, das US Bureau of Labor Statistics meldete 130.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft im Januar – die Prognose lag bei nur 80.000. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 4,4 Prozent.

Die Stellenzuwächse der Vormonate revidierten die Statistiker etwas: für November von 56.000 auf 41.000, für Dezember von 50.000 auf 48.000. Besonders im Fokus stand das Lohnwachstum. Die Stundenlöhne legten gegenüber Dezember um 0,4 Prozent zu, im Jahresvergleich um 3,7 Prozent.

ADP-Bericht meldet kleines Plus – Zahl neuer Jobs rückläufig

Schwache Januar-Zahlen lieferte vergangene Woche der ADP-Report mit lediglich 22.000 neuen Stellen in der Privatwirtschaft – die Prognose (Dow Jones) lag bei 45.000. Nur der Zuwachs im Bildungs- und Gesundheitswesen von 74.000 Jobs verhinderte ein negatives Gesamtergebnis.

“Die Entstehung von Arbeitsplätzen ging 2025 zurück. Private Arbeitgeber schufen 398.000 neue Stellen, verglichen mit 771.000 im Jahr 2024”, so ADP-Chefvolkswirtin Nele Richardson. Während in den vergangenen 3 Jahren die Zahl neuer Jobs zurückging, sei das Lohnwachstum stabil geblieben.

Jolts-Report mit starkem Rückgang – Inflation weiter hoch

Die Zahl der offenen Stellen brach im Dezember regelrecht ein: Laut US Bureau of Labor Statistics waren am letzten Arbeitstag 2025 nur rund 6,54 Millionen freie Arbeitsplätze gemeldet, nach 6,93 Millionen Ende November. Experten hatten mit einem Zuwachs auf 7,2 Millionen gerechnet.

Gemischte Nachrichten vom Arbeitsmarkt – zugleich ist die Inflation weiter hoch: Mit 2,7 Prozent im Jahresvergleich lag die Teuerung im Dezember über dem 2-Prozent-Ziel der Fed. Auch die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel rangiert mit 2,6 Prozent darüber. Prognosen erwarten für Januar eine Abschwächung.

Notenbank vor Wechsel an der Spitze – Prognose des FedWatch Tools

Die US-Notenbank hat den Leitzins zuletzt bei 350 bis 375 Basispunkten stabil gehalten, nachdem sie den Zinssatz seit September dreimal um je 0,25 Prozent abgesenkt hatte. Die Fed versucht im Rahmen ihres Doppelmandats sowohl Vollbeschäftigung als auch niedrige Teuerung anzustreben.

Im Mai werden die Karten bei der Fed neu gemischt, Kevin Warsh übernimmt den Vorsitz der US-Notenbank von Jerome Powell – sofern ihn der Kongress bestätigt. Bislang eher für restriktive Geldpolitik bekannt, hat sich Warsh bereits zu Zinssenkungen in Donald Trumps Sinne bekannt.

Wie wahrscheinlich sind sinkende Zinsen? Das FedWatch Tool der Terminbörse CME taxiert die Chance für einen Zinsschritt um 0,25 Prozent bei der nächsten Fed-Sitzung am 18. März auf 5,9 Prozent. Dass nach der folgenden Sitzung am 29. April der Leitzins unverändert bei 350 bis 375 Basispunkten steht, ist zu 56,5 Prozent wahrscheinlich. (Stand: 11. Februar, 14.42 Uhr MEZ)

Aktualisiert nach Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen am 11. Februar 2026 um 14.45 Uhr (MEZ).

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