Bitcoin Prognose: Kollaps-Gefahr! Crash treibt Kurs gen 80.000 Dollar

Bitcoin-Kurs sackt ab: Katastrophe oder verdiente Verschnaufpause? (Foto: Freepik, user31947721)

Der aktuelle Bitcoin Crash treibt den Kurs auf neue Tiefststände: BTC musste die 85.000-Dollar-Marke verlorengeben, sieht sich heftigen Verlusten gegenüber. Ein Ende der Abwärtsbewegung ist zwar nicht in Sicht – doch jetzt greift Binance ein: Die Top-Kryptobörse hat angekündigt, über die nächsten 30 Tage hinweg sage und schreibe 1 Milliarde Dollar in Bitcoin investieren zu wollen. Was bedeutet das für Anleger – und was für die Krypto-Märkte?

Warum fällt der Bitcoin so stark?

Die gute Nachricht zuerst: Noch ist nicht alles verloren. Die schlechte: Es bleibt kaum Zeit. Seit Wochen müht sich Bitcoin an einer Erholung: Bären trieben den Kurs Mitte Januar von 97.585 Dollar aus abwärts – und halten ihn nun unten. Zuletzt musste die Kryptowährung Nummer 1 die 90.000-Dollar-Marke verlorengeben, dann fiel auch die Unterstützung bei 88.000 Dollar. Alle Zeitfenster weisen jetzt ein Minus aus: minus 21,82 Prozent auf dem Jahres-Chart, minus 6,92 Prozent im vergangenen Monat, minus 7,4 Prozent in den letzten 7 Tagen. Und über Nacht: minus 6,23 Prozent (Daten von Coinmarketcap.com).

Verstärkt wird die technische Schwäche durch massive Kapitalflucht: So ist es bei den Bitcoin-ETFs allein in der vergangenen Woche zu Nettoabflüssen von mehr als 1,1 Milliarden Dollar gekommen. Aktueller Preis: 82.284 Dollar und damit nur einen Katzensprung vom nächsten Flash-Crash entfernt. Davor warnt der vielzitierte Krypto-Trader RektCapital auf X. Gibt Bitcoin das Niveau verloren, wäre die „bärische Beschleunigung“ bestätigt, so der pseudonyme Chart-Experte in einer neuen Bitcoin Prognose. Oder, anders formuliert: Anleger sollten in dem Fall mit weiteren Verlusten rechnen.

 


Doch warum fällt der Bitcoin überhaupt? Der beliebte Branchenbeobachter und Krypto-Unternehmer Arthur Hayes hat eine Vermutung: durch den deutlichen Rückgang der US-Dollar-Liquidität. In den vergangenen Wochen seien rund 300 Milliarden US-Dollar aus dem Finanzsystem abgeflossen – vor allem, weil das US-Finanzministerium seine Kassenbestände (TGA) enorm aufgestockt habe. Der daraus resultierende Liquiditätsentzug belaste Risikoanlagen – und damit auch Bitcoin. Dessen Crash sei insofern „keine Überraschung“, erklärt Hayes.

Natürlich sieht sich gegenwärtig nicht nur Bitcoin unter Druck – die Krypto-Märkte bewegen sich unisono abwärts. Top-Verlierer unter den großen Coins: Ethereum (ETH) mit einem Rückgang um 7,7 Prozent seit gestern, Binance-Token (BNB, minus 7,45 Prozent) und Cardano (ADA, minus 7,76 Prozent). Insgesamt hat die globale Krypto-Marktkapitalisierung in den letzten 24 Stunden satte 5,42 Prozent eingebüßt – die heftigste Korrektur des jungen Jahres. Immerhin: Rettung naht. Und zwar von Binance, der weltweit größten Kryptobörse.

Krypto-Börse Binance: 1-Milliarde-Rettungsplan für BTC

Die hat soeben angekündigt, 1 Milliarde Dollar in Bitcoin zu investieren, um damit den Preis zu stützen. Konkret möchte der Exchange seinen „Secure Asset Fund for Users“ (SAFU) im Wert von einer Milliarde Dollar vollständig in Bitcoin umwandeln. Bislang besteht der Notfall-Fonds aus Stablecoins, die sollen nun binnen der nächsten 30 Tage nach und nach in BTC konvertiert werden. Bullish für Anleger: Binance garantiert, den Fonds stabil halten zu wollen. Sprich: Sollte es erneut zu einem Bitcoin Crash kommen und der Rettungs-Fonds dadurch unter einen Wert von 800 Millionen fallen, kauft Binance zügig nach, um wieder auf eine Milliarde aufzustocken.

Eine strategische Entscheidung mit weitreichenden Folgen: Die kontinuierliche Nachfrage nach BTC durch Binance fungiert potenziell als Preispolster und verhindert einen tieferen Fall unter die psychologisch wichtige 70.000-Dollar-Marke. Kaufdruck in dieser Größenordnung – ein Krypto-Rekord. Und doch Peanuts für Binance-Gründer Changpeng „CZ“ Zhao: Der ehemalige McDonald’s-Angestellte befindet sich laut Rich List von Forbes mit 78,8 Milliarden Dollar Vermögen auf Platz 23 der reichsten Menschen.

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Gold vs. Bitcoin: Wer gewinnt?

Doch nicht nur die Notfall-Käufe von Binance sorgen für Aufsehen – es geht auch aus anderen Gründen ein Raunen durch die Reihen. Makroökonomischer Druck, unsichere Weltlage, ein absteigender Dollar – eigentlich, so der Tenor unter Bitcoinern, sollte die Kryptowährung in genau diesem Umfeld florieren. Tut sie aber nicht. Stattdessen stiehlt Gold die Show – und explodiert auf neue Höchststände.

Das erzählt aber nicht die ganze Geschichte, meint Bloombergs Senior-ETF-Experte Eric Balchunas: „Die Sorge, die ich bei Bitcoinern sehe […], ist für mich sehr kurzsichtig, wenn man bedenkt, dass seit 2022 (kurz vor der BlackRock-ETF-Anmeldung) Bitcoin um 429 Prozent, Gold um 177 Prozent, Silber um 350 Prozent und QQQ um 140 Prozent gestiegen sind.“ Balchunas ist überzeugt: Bitcoin habe in den Jahren 2023 und 2024 alles andere „so sehr in den Schatten gestellt“, dass die verbleibenden Vermögenswerte „selbst nach ihrem besten Jahr aller Zeiten“ noch immer nicht aufgeholt hätten. Bitcoin brauche einfach „eine Verschnaufpause“. Sie sei ihm gegönnt.

Disclaimer:
Der Autor und/oder verbundene Personen oder Unternehmen besitzt Kryptocoins, unter anderem auch Bitcoins. Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.

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