Dividenden Countdown: Sempra-Aktie kaufen – 3,2 Prozent Jahresrendite möglich

Der Ausbau der Stromnetze in den USA bindet Kapital. (KI-Symbolbild: ftd.de-Redaktion, Codex-Bildmodell)

San Diego – Wer Sempras nächste Dividende erhalten möchte, muss die Aktie bis 23. September 2026 kaufen. Der US-amerikanische Energiekonzern Sempra zahlt 65,75 US-Cent je Aktie. Rund 3,2 Prozent annualisierte Jahresdividendenrendite stehen einer hohen Ausschüttungsquote gegenüber.

Dividendentermine und Ausschüttung

Letzter Dividenden-Beschluss Verwaltungsrat von Sempra, 2. September 2026
Spätester Kauf 23. September 2026, vor Handelsschluss am Referenzmarkt
Ex-Tag 24. September 2026
Zahltag 15. Oktober 2026
Ausschüttung je Aktie 0,6575 US-Dollar brutto
Aktuelle Dividendenrendite 3,2 Prozent pro Jahr, annualisiert
Ausschüttungsintervall Quartalsweise
Kursbasis 81,70 US-Dollar, 16. September 2026

Kauf bis 23. September, Auszahlung erst im Oktober

Sempras Dividendenkalender nennt den 24. September als Ex-Tag. Ein Kauf ab diesem Datum berechtigt nicht mehr zur kommenden Ausschüttung. Die Order muss zuvor ausgeführt sein; eine bloße Auftragserteilung genügt nicht.

Der 23. September ist ein regulärer Mittwoch ohne Börsenfeiertag. Nach dem NYSE-Handelskalender endet der Kernhandel um 16 Uhr New Yorker Zeit, an diesem Tag 22 Uhr deutscher Sommerzeit. Der Konzern aus San Diego zahlt am 15. Oktober. Die Depotgutschrift kann wegen Brokerabwicklung und Währungsumrechnung später erfolgen.

Beim Schlusskurs von 81,70 US-Dollar am 16. September, 16 Uhr New Yorker Zeit, betrug der Börsenwert von Sempra rund 53,42 Milliarden US-Dollar. 4 unveränderte Quartalszahlungen ergäben 2,63 US-Dollar jährlich und damit rund 3,2 Prozent. Die einzelne Zahlung entspricht dagegen nur rund 0,8 Prozent des Kurses, jeweils brutto vor Steuern und Gebühren.

Am Ex-Tag ist ein Dividendenabschlag zu berücksichtigen: Der Kurs kann um die Ausschüttung fallen, überlagert von anderen Marktbewegungen. Die US-Börsenaufsicht SEC erklärt diesen Mechanismus. Weder die Einzelzahlung noch die annualisierte Jahresrate ist ein risikoloser Zusatzgewinn.

Gewinnquote hoch, Cashflow deckt die Dividende nicht

Im Geschäftsbericht 2025 bezeichnet Sempra die Erhöhung für 2026 als 16. jährliche Anhebung in Folge. Für 2025 wurden 2,58 US-Dollar je Aktie beschlossen. Gemessen am berichteten verwässerten Gewinn von 2,75 US-Dollar ergibt das eine Ausschüttungsquote von rund 93,8 Prozent. Auf dieser Gewinnbasis bleibt wenig Spielraum.

Die Halbjahresrechnung von Sempra weist rund 3,12 Millionen US-Dollar operativen Cashflow und rund 4,69 Milliarden US-Dollar Sachinvestitionen aus. Danach fehlen bereits 1,57 Milliarden US-Dollar. Die gezahlten Stammdividenden von 826 Millionen US-Dollar waren daraus nicht gedeckt. Zusätzliche Beteiligungsinvestitionen sind in dieser Rechnung noch nicht abgezogen.

Ein ftd.de-Beitrag erläutert, warum eine hohe Dividendenrendite allein keine gute Aktie ausmacht. Bei Sempra müssen neben den Erträgen auch Investitionsbedarf und Finanzierung tragfähig bleiben.

Quartalsgewinn steigt, Netzausbau bindet Kapital

Im 2. Quartal 2026 stieg Sempras berichteter Gewinn auf 796 Millionen US-Dollar nach 461 Millionen im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte von 0,89 auf 1,16 US-Dollar zu. Sempra bestätigte die bereinigte Jahresprognose von 4,80 bis 5,30 US-Dollar je Aktie. Der Ausbau der Energieinfrastruktur bietet Wachstumsmöglichkeiten, verlangt aber weiterhin hohe Investitionen.

Analysten mehrheitlich positiv, Finanzierung bleibt Risiko

Im S&P-Global-Konsens bei Stock Analysis stehen 15 Kaufvoten, 4 Haltevoten und kein Verkaufsvotum. Das durchschnittliche Kursziel der 19 Analysten beträgt 101,82 US-Dollar für 12 Monate; ausgewiesene Aktualisierung: 3. September. Es liegt rund 24,6 Prozent über dem verwendeten Schlusskurs. Das ist eine Erwartung, keine zugesicherte Kursentwicklung.

Als langfristiger Versorgerbaustein kommt Sempra eher infrage als als reine Konjunkturwette. Dafür sprechen die regulierten Netze; dagegen stehen hoher Kapitalbedarf, Zins- und Regulierungsrisiken sowie mögliche Waldbrandschäden in Kalifornien. Für ein Basisinvestment muss Sempra zeigen, dass wachsende Erträge die Finanzierung des Netzausbaus tragen.

 

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