Mit dem Amundi MSCI New Energy ETF und dem Robeco Smart Energy Fund von der Energiewende profitieren. (Foto: Freepik, Frolopiaton Palm)
Der Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten haben die Verletzlichkeit der globalen Energieversorgung schonungslos offengelegt. Ölpreise steigen, Lieferketten geraten unter Druck – und die Energiewende gewinnt an Dynamik. Für Anleger eröffnen sich dadurch neue Chancen.
2 Produkte zeigen exemplarisch, wie sich Investoren an diesem strukturellen Trend beteiligen können: der aktiv gemanagte Robeco Smart Energy Fund und der börsengehandelte Amundi MSCI New Energy ETF.
Energiekrisen als Beschleuniger der Energiewende
Geopolitische Konflikte wirken an den Energiemärkten wie Brandbeschleuniger. Zunächst war es der russische Angriff auf die Ukraine, der Europa schmerzhaft vor Augen führte, wie abhängig der Kontinent von fossilen Energieimporten ist. Nun verschärft der Konflikt im Nahen Osten die Situation erneut. Besonders kritisch ist dabei die Straße von Hormus – eine Meerenge, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweit produzierten Öls transportiert wird.
Die Unsicherheit über mögliche Lieferausfälle hat die Ölpreise nach oben getrieben und zugleich die Verwundbarkeit des globalen Energiesystems offengelegt. Für Europa ist die Lage besonders heikel. Deutschland etwa produziert nur einen Bruchteil seines Gasbedarfs selbst und ist auf Importe aus Norwegen sowie auf Flüssiggaslieferungen angewiesen.
Zwar stammt ein Großteil des LNG mittlerweile aus den USA, doch auch dieser Markt ist global. Wenn Gas in Asien knapp wird, konkurrieren Länder wie China, Japan oder Südkorea mit Europa um die gleichen Lieferungen. Steigende Preise sind dann die logische Folge.
Gleichzeitig wächst der Energiebedarf strukturell weiter. Elektromobilität, Wärmepumpen, Digitalisierung und vor allem der Boom von Rechenzentren für künstliche Intelligenz treiben den Stromverbrauch weltweit in die Höhe. All das führt zu einer einfachen Erkenntnis: Energie bleibt ein strategischer Faktor – und die Nachfrage nach alternativen, heimischen Energiequellen nimmt zu.
Umfragen bestätigen diesen Trend. Eine Studie im Auftrag des Energieversorgers E.ON zeigt, dass 2 Drittel der Befragten angesichts der aktuellen Krisen eine wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien sehen.
Der ETF als direkte Wette auf die Energiewende
Ein besonders transparenter Zugang zu diesem Trend ist der Amundi MSCI New Energy ETF (ISIN: FR0010524777). Der Indexfonds bildet den MSCI ACWI IMI New Energy Filtered Index nach und investiert weltweit in Unternehmen, die vom Ausbau sauberer Energie profitieren.
Die Schwerpunkte liegen auf Versorgern, Industrieunternehmen und Technologieanbietern, die zentrale Bausteine der Energiewende liefern. Zu den größten Beteiligungen gehören etwa Siemens Energy, Schneider Electric, Iberdrola oder GE Vernova.
Gerade Iberdrola zeigt, wie stark sich traditionelle Versorger in Richtung erneuerbarer Energien transformieren. Der spanische Konzern produziert bereits einen Großteil seines Stroms aus Wind-, Wasser- und Solaranlagen und investiert Milliarden in Netzinfrastruktur und Speicherlösungen. Gleichzeitig expandiert das Unternehmen international – insbesondere in den USA und Großbritannien.
var scriptTV = document.querySelector("#tvChartLoader"); scriptTV.addEventListener("load", function() { var chartid = "69de1bb9c5a9a";
var companyName = "Lyxor MSCI New Energy ESG Filtered (DR) UCITS ETF Dist"; if(companyName.length <=0){ companyName = "LYM9 - XETRA"; } var code = "LYM9"; var exchange = "XETRA"; var currency ="EUR"; var kursData = null; var kursDataDate = null; var chartHeight = ""; var chartWidth = "250" var hidetitle = "false" var hidelegend = "false" let apiToken = "za1j116n2273ab1vxukuh6" chartWidth = document.querySelector(`[data-chartid="${chartid}"]`).offsetWidth var chartData = []; var timeframe = getTimeframe("1Y"); var filter = "adjusted_close"; httpGetAsync("https://api.leeway.tech/api/v1/public/historicalquotes/"+encodeURIComponent(code+"."+exchange)+"?apitoken="+apiToken+"&filter="+filter+"&from="+timeframe.from+"&to="+timeframe.to, function (res) { let newData = null; chartData = newData = JSON.parse(res) // chartData = chartData.map(el=>{return{value:el.value, time:el.time, timestamp:new Date(el.time.year, el.time.month-1, el.time.day).getTime()}}) kursData = chartData[chartData.length-1].value let options = { weekday: "short", year: "numeric", month: "numeric", day: "numeric" }; kursDataDate = chartData[chartData.length-1].time let kursDate = new Date(kursDataDate.split("-")[0], Number(kursDataDate.split("-")[1])-1, kursDataDate.split("-")[2]).toLocaleDateString("de-DE", options)
renderTV(kursData,chartData,companyName,currency, Number(chartHeight), Number(chartWidth), code, exchange, kursDate, hidetitle, hidelegend, chartid) }); });
Auch Siemens Energy profitiert von der Elektrifizierung der Wirtschaft. Gelingt es dem Konzern, die Probleme bei der Windkrafttochter Gamesa endgültig zu lösen, könnte die Wachstumsgeschichte weitergehen.
Der ETF bündelt solche Unternehmen in einem einzigen Produkt. Für Anleger bedeutet das eine breite Streuung über die gesamte Wertschöpfungskette der Energiewende – von Stromerzeugern über Netzbetreiber bis hin zu Technologieanbietern.
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, wie dynamisch dieses Segment sein kann: Auf Sicht von 12 Monaten legte der ETF um rund 60 Prozent zu. Über 10 Jahre summiert sich der Wertzuwachs auf etwa 150 Prozent, was einer durchschnittlichen Rendite von 9,6 Prozent pro Jahr entspricht.
Aktive Strategie: Infrastruktur der Energiewende
Während der ETF vor allem auf große, etablierte Energieunternehmen setzt, verfolgt der Robeco Smart Energy Fund (ISIN: LU2145461757) einen deutlich breiteren und technologischeren Ansatz.
Fondsmanager Roman Boner investiert gezielt in Unternehmen, die die Elektrifizierung der Wirtschaft ermöglichen. Dazu gehören nicht nur klassische Anbieter erneuerbarer Energien, sondern vor allem Firmen aus Bereichen wie Stromnetze, Leistungselektronik, Halbleiter, Energieeffizienz oder Infrastruktur für Rechenzentren.
Im Zentrum steht dabei ein struktureller Engpass der Energiewende: die Infrastruktur. Denn ohne leistungsfähige Netze, intelligente Steuerungssysteme und effiziente Elektronik lässt sich der wachsende Strombedarf nicht bewältigen.
var scriptTV = document.querySelector("#tvChartLoader"); scriptTV.addEventListener("load", function() { var chartid = "69de1bb9c5ac8";
var companyName = "RobecoSAM Smart Energy Equities D EUR"; if(companyName.length <=0){ companyName = "LU2145461757 - EUFUND"; } var code = "LU2145461757"; var exchange = "EUFUND"; var currency ="EUR"; var kursData = null; var kursDataDate = null; var chartHeight = ""; var chartWidth = "250" var hidetitle = "false" var hidelegend = "false" let apiToken = "za1j116n2273ab1vxukuh6" chartWidth = document.querySelector(`[data-chartid="${chartid}"]`).offsetWidth var chartData = []; var timeframe = getTimeframe("1Y"); var filter = "adjusted_close"; httpGetAsync("https://api.leeway.tech/api/v1/public/historicalquotes/"+encodeURIComponent(code+"."+exchange)+"?apitoken="+apiToken+"&filter="+filter+"&from="+timeframe.from+"&to="+timeframe.to, function (res) { let newData = null; chartData = newData = JSON.parse(res) // chartData = chartData.map(el=>{return{value:el.value, time:el.time, timestamp:new Date(el.time.year, el.time.month-1, el.time.day).getTime()}}) kursData = chartData[chartData.length-1].value let options = { weekday: "short", year: "numeric", month: "numeric", day: "numeric" }; kursDataDate = chartData[chartData.length-1].time let kursDate = new Date(kursDataDate.split("-")[0], Number(kursDataDate.split("-")[1])-1, kursDataDate.split("-")[2]).toLocaleDateString("de-DE", options)
renderTV(kursData,chartData,companyName,currency, Number(chartHeight), Number(chartWidth), code, exchange, kursDate, hidetitle, hidelegend, chartid) }); });
Der Fonds konzentriert sich daher auf rund 40 bis 80 ausgewählte Titel. Zu den wichtigsten Beteiligungen zählen unter anderem Vertiv Holdings, Quanta Services, Infineon Technologies sowie erneut Schneider Electric.
Gerade Unternehmen wie Vertiv profitieren direkt vom Boom der Rechenzentren. Künstliche Intelligenz benötigt enorme Mengen Strom – und zugleich hoch effiziente Kühl- und Energiesysteme. Damit entsteht ein neuer Investitionszyklus, der weit über klassische Wind- oder Solarprojekte hinausgeht.
Ein weiteres Merkmal der Strategie ist der Fokus auf Unternehmen entlang der sogenannten „S-Kurve“. Gemeint sind Technologien, die den Praxistest bereits bestanden haben, deren Marktdurchdringung jedoch erst am Anfang steht. In dieser Phase treffen steigende Nachfrage, zunehmende Skaleneffekte und wachsende Profitabilität aufeinander.
Die aktive Strategie hat insbesondere über längere Zeiträume Mehrwert geliefert. Während der Fonds auf Sicht eines Jahres ebenfalls rund 60 Prozent zulegte, fällt die Entwicklung über längere Zeiträume deutlich stärker aus: Über 10 Jahre beträgt der Wertzuwachs rund 348 Prozent, was einer durchschnittlichen Rendite von etwa 16,9 Prozent pro Jahr entspricht. Auf 20-Jahres-Sicht liegt das kumulierte Plus bei knapp 420 Prozent, beziehungsweise rund 8,6 Prozent jährlich.
New Energy: 2 Wege in die gleiche Zukunft
Beide Produkte profitieren von denselben strukturellen Trends: Elektrifizierung, Digitalisierung, steigender Energiebedarf und der politische Druck zur Dekarbonisierung.
Anzeige
Bei anderen Depots investieren Sie in Ordergebühren, bei Smartbroker+ in Ihren Vermögensaufbau.
-
kostenlose Depotführung -
Ordergebühren ab 0€ -
kostenlose ETF-Sparpläne
Der Unterschied liegt vor allem im Ansatz. Der Amundi MSCI New Energy ETF setzt auf einen regelbasierten Index und bietet damit einen kostengünstigen, transparenten Zugang zur Energiewende. Der Robeco Smart Energy Fund hingegen versucht durch aktive Titelauswahl gezielt jene Unternehmen zu identifizieren, die von den strukturellen Engpässen der Energiewende besonders profitieren. Damit verbindet der Fonds Industrie-, Technologie- und Energieunternehmen in einem einzigen Portfolio – und erweitert den Blick über die klassische Welt von Solar- und Windkraft hinaus.
Fazit: Die Energiewende ist kein kurzfristiger Trend
Die aktuellen Konflikte zeigen einmal mehr, wie stark Energiepolitik und Geopolitik miteinander verflochten sind. Solange Europa und viele andere Regionen auf fossile Energieimporte angewiesen bleiben, wird jede Krise an den Energiemärkten spürbare Folgen haben. Genau deshalb gewinnt der Ausbau erneuerbarer Energien weiter an Tempo. Der steigende Strombedarf durch Elektromobilität, Digitalisierung und künstliche Intelligenz sorgt zusätzlich für einen langfristigen Investitionszyklus.
Für Anleger bedeutet das: Die Energiewende ist weniger ein kurzfristiger Börsentrend als vielmehr eine strukturelle Transformation der globalen Wirtschaft. Wer daran partizipieren will, findet im Robeco Smart Energy Fund eine aktive und fokussierte Strategie – und im Amundi MSCI New Energy ETF eine einfache, breit gestreute Indexlösung. Beide Wege führen zum gleichen Ziel: der Energieversorgung der Zukunft.
Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Der Beitrag Erneuerbare Energien ETF und Fonds: Geopolitik treibt die Energiewende erschien zuerst auf ftd.de.