IBM-Aktie: Wie lautet die Prognose für 2027?

Die Prognose für die IBM Aktie bis 2027 hängt maßgeblich vom Wachstum bei Unternehmenssoftware und Cybersicherheit ab. (KI-Bild: Magnific.com)

Armonk – IBM baut seine Cybersicherheitsberatung aus, muss aber verspätete Softwareabschlüsse aufholen. Der US-Technologiekonzern mit Hauptsitz im Bundesstaat New York verbindet Unternehmenssoftware, Beratung und Infrastruktur. Für die Aktie zählt, ob daraus wieder verlässlicher steigende Gewinne und freier Geldzufluss entstehen.

Aktuelle Analystenziele und 3 eigene Szenarien ordnen die Bewertung bis Ende 2027 ein. Faktenstichtag ist der 29. September 2026 um 14.15 Uhr Europe/Berlin.

Der reguläre NYSE-Schlusskurs liegt laut StockAnalysis am Montag, 28. September 2026 bei 220,67 US-Dollar. Gegenüber dem Vortagesschluss von 225,51 US-Dollar am 25. September ergibt sich rechnerisch ein Minus von 2,15 Prozent. Das ist die letzte vollständig abgeschlossene reguläre Handelssitzung vor diesem Faktenstichtag.

 


Wie hat sich der IBM-Kurs zuletzt entwickelt?

Über 2 Wochen verlor die IBM-Aktie 11,41 Prozent. Auch die kürzere und die längere Vergleichsperiode in der Kurshistorie von ChartExchange enden im Minus. Stichtag aller Berechnungen ist der 28. September 2026.

Die Kursrendite ergibt sich aus Endschlusskurs geteilt durch Startschlusskurs, abzüglich 1 und multipliziert mit 100. Dividenden sind nicht enthalten.

IBM-Kursentwicklung bis 28. September 2026

Zeitraum Startschlusskurs Endschlusskurs Kursveränderung
1 Woche 231,93 US-Dollar am 21. September 2026 220,67 US-Dollar minus 4,85 Prozent
2 Wochen 249,09 US-Dollar am 14. September 2026 220,67 US-Dollar minus 11,41 Prozent
4 Wochen 233,87 US-Dollar am 31. August 2026 220,67 US-Dollar minus 5,64 Prozent

Betrachtet wird die Stammaktie der International Business Machines Corporation an der New York Stock Exchange (NYSE), Kürzel IBM, Handelswährung US-Dollar, ISIN US4592001014.

Aktuelle Kursziele der IBM-Aktie

Die Analystenübersicht von StockAnalysis zeigt unterschiedliche Bewertungen. Bernstein bestätigte am 10. September ein Ziel von 230 US-Dollar. Susquehanna hob das Ziel Ende August auf 235 US-Dollar an; RBC liegt mit 270 US-Dollar höher. Die August-Einschätzungen sind entsprechend älter.

Die Tabelle verwendet die vereinheitlichten Urteile des Datenanbieters. Bei Susquehanna blieb das Halten-Urteil trotz angehobenem Kursziel bestehen. Die Ziele unterscheiden sich damit in Bewertung und Aktualität.

Ausgewählte Analystenziele für IBM

Institut Kursziel Urteil laut Übersicht Datum und Änderung
Bernstein 230 US-Dollar Halten 10. September 2026, beibehalten
Susquehanna 235 US-Dollar Halten 31. August 2026, erhöht von 225 US-Dollar; ältere Einschätzung
RBC Capital 270 US-Dollar Kaufen 20. August 2026, beibehalten; ältere Einschätzung

Prognose: Wo steht die IBM-Aktie 2027?

Der S&P-Global-Konsens bei StockAnalysis umfasst 24 Kursziele für 12 Monate: im Mittel 240,59 US-Dollar, bei einer Spanne von 174 bis 297 US-Dollar. Als Aktualisierungsstand wird der 10. September 2026 genannt. Für das am 31. Dezember 2027 endende Geschäftsjahr zeigt die öffentliche Finanzprognose einen bereinigten Gewinn von 13,15 US-Dollar je Aktie. Das ist eine Analystenschätzung, keine Unternehmensprognose.

Unser Modell bewertet die Aktie zum Jahresende 2027. Der Termin liegt später als der rollierende Zwölfmonatshorizont der Analystenziele. Die Rechnung multipliziert den bereinigten Jahresgewinn mit einem eigenen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Der bereinigte Gewinn folgt der Non-GAAP-Systematik, die bestimmte Aufwendungen ausklammert. Auf dieser Gewinnbasis beträgt das heutige Vielfache rund 16,78.

Im Basisfall erreicht IBM 13,15 US-Dollar je Aktie. Ein angenommenes KGV von 16 bis 19 ergibt gerundet 210 bis 250 US-Dollar. Das Band umfasst die aktuelle Bewertung und lässt einen begrenzten Aufschlag zu, falls IBM seine Ergebnisse verlässlicher erzielt.

Der Bull-Fall setzt einen um 10 Prozent höheren Modellgewinn von ungerundet 14,465 US-Dollar an. Bei einem KGV von 20 bis 23 ergibt das 289 bis 333 US-Dollar. Die Annahme verlangt zusätzlich zum Gewinnanstieg eine höhere Bewertung. Im Modell würde die Börse damit eine bessere Umsetzung der Software- und Beratungsaufträge honorieren.

Im Bear-Fall sinkt der Modellgewinn um 15 Prozent auf ungerundet 11,1775 US-Dollar. Ein KGV von 12 bis 15 führt zu 134 bis 168 US-Dollar. Hier treffen schwächere Ergebnisse auf einen Bewertungsabschlag, etwa wenn sich die Verzögerungen bei Großabschlüssen fortsetzen.

Gewinnfaktoren und Bewertungsbänder sind eigene Sensitivitätsannahmen. Erst die fertigen Kurskorridore werden kaufmännisch auf ganze US-Dollar gerundet. Belegte Eintrittswahrscheinlichkeiten liegen nicht vor; die Szenarien erhalten deshalb keine Gewichtung.

Szenarien für die IBM-Aktie 2027

Szenario Kurskorridor 2027 Voraussetzungen Risiken
Bull 289 bis 333 US-Dollar Modellgewinn 14,465 US-Dollar; KGV 20 bis 23; Gewinn 10 Prozent über der Ausgangsschätzung Höherer Gewinn und Bewertungsaufschlag müssen zusammenkommen
Basis 210 bis 250 US-Dollar Modellgewinn 13,15 US-Dollar; KGV 16 bis 19; Gewinn entspricht der Ausgangsschätzung Verzögerte Abschlüsse können die Gewinnbasis belasten
Bear 134 bis 168 US-Dollar Modellgewinn 11,1775 US-Dollar; KGV 12 bis 15; Gewinn 15 Prozent unter der Ausgangsschätzung Gewinnverfehlung und Bewertungsabschlag verstärken sich

Software wächst, die Infrastruktur bremst

IBM meldet für das 2. Quartal 2026 17,2 Milliarden US-Dollar Umsatz, 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der bereinigte operative Gewinn je Aktie stieg um 5 Prozent auf 2,93 US-Dollar. Nach US-Rechnungslegung lag er dagegen bei 2,27 US-Dollar und damit 2 Prozent niedriger.

Software erlöste 7,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 5 Prozent. Die Beratungssparte IBM Consulting setzte 5,3 Milliarden US-Dollar um und stagnierte in berichteter Währung. Infrastruktur mit Servern und Speichertechnik kam auf 3,8 Milliarden US-Dollar, 7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Für 2026 erwartet IBM ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent sowie etwa 1 Milliarde US-Dollar zusätzlichen freien Geldzufluss gegenüber 2025. Der Ausblick bezieht sich auf das laufende Geschäftsjahr; unser Bewertungsmodell setzt dagegen am geschätzten Gewinn für 2027 an.

Die Abweichung zwischen bereinigtem und unbereinigtem Ergebnis ist für die Bewertung relevant: Das Modell verwendet die Kennzahl der Analysten. Der ausgewiesene Gewinn ging im letzten Quartal dagegen zurück. Für einen Bewertungsaufschlag müsste IBM auch die Schwäche der Infrastruktur überwinden.

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Logiq erweitert die Beratung für geschützte Systeme

Mit der am 24. September gemeldeten Übernahme von Logiq Consulting verstärkt IBM seine Cybersicherheitsberatung in Großbritannien. Logiq unterstützt unter anderem Verteidigung, kritische Infrastruktur und öffentliche Auftraggeber beim Aufbau und Betrieb geschützter digitaler Systeme. Die Leistungen ergänzen IBM Consulting.

Der Zukauf passt zur Verbindung von Beratung und technischer Umsetzung. Bei sicherheitskritischen Kunden muss IBM Anwendungen modernisieren und zugleich den laufenden Betrieb schützen. Daraus kann weitere Arbeit bei Einführung, Absicherung und Betreuung der Systeme entstehen. Für den Konzern wird entscheidend, wie gut sich das zusätzliche Fachwissen in größere Kundenprojekte einbinden lässt.

In seinen vorbereiteten Erläuterungen zum 2. Quartal meldet IBM währungsbereinigt 6 Prozent mehr neu abgeschlossene Beratungsverträge. Generative künstliche Intelligenz entfiel nach Unternehmensangaben auf etwa die Hälfte dieser Abschlüsse. IBM Consulting begleitet Kunden dabei, solche Anwendungen in Geschäftsprozesse einzubauen. Das vertraglich gewonnene Geschäft muss anschließend in abrechenbare Leistungen übergehen.

Freier Geldzufluss muss die Investitionen tragen

Laut IBM-Erläuterungen zum Halbjahr erreichte der freie Geldzufluss in den ersten 6 Monaten 4,8 Milliarden US-Dollar und blieb auf Vorjahresniveau. Dividenden beanspruchten 3,2 Milliarden US-Dollar. Rechnerisch verbleiben aus dieser Gegenüberstellung 1,6 Milliarden US-Dollar, bevor weitere Mittelverwendungen berücksichtigt werden.

Die gesamten Schulden lagen zum Quartalsende bei 62 Milliarden US-Dollar, davon 13 Milliarden US-Dollar im Finanzierungsgeschäft. IBM nennt höhere Lagerbestände, Steuerzahlungen und Nettozinsaufwendungen als Gegenkräfte zu einem verbesserten operativen Ergebnis.

Die Dividenden verbrauchten damit auf Basis der gerundeten Halbjahreswerte etwa 2 Drittel des freien Geldzuflusses. Ein steigender Gewinn schafft für Investitionen und weitere Zukäufe vor allem dann Spielraum, wenn auch entsprechend mehr Geld zufließt. Für den Basisfall zählt deshalb neben der Gewinnschätzung die Umsetzung des angekündigten Cashflow-Zuwachses.

Verzögerte Großabschlüsse bleiben das konkrete Risiko

Die Nachrichtenagentur AP berichtete zur vorläufigen Quartalsmeldung über Ergebnisse unter den damaligen Erwartungen. Sie verweist auf IBMs Erklärung, dass Kunden Ausgaben in Server, Speicher und Arbeitsspeicher vorgezogen hätten. Zahlreiche große Verträge seien nicht im erwarteten Zeitfenster abgeschlossen worden.

Das Risiko betrifft die zeitliche Verteilung des Geschäfts: Werden große Softwareverträge später unterschrieben, fehlen ihre Erlöse zunächst im betreffenden Quartal. Für unser Modell würde eine anhaltende Verzögerung den angenommenen Jahresgewinn belasten. Eine bloße Verschiebung innerhalb desselben Jahres hätte dagegen eine andere Wirkung als ein verlorener Auftrag.

Die Kombination aus Gewinn und Bewertungsvielfache macht die Aktie empfindlich gegenüber wiederholten Enttäuschungen. Fällt die Gewinnbasis, während Anleger zugleich einen größeren Abschlag verlangen, wirkt beides auf den Modellkurs. Für ein Depot in Euro kommt die Entwicklung des US-Dollars hinzu; Dividenden, Steuern und Handelskosten sind in den Kurskorridoren nicht enthalten.

Fazit: Softwareabschlüsse und Geldzufluss im Blick behalten

IBM führt den 21. Oktober 2026 als vorläufigen Termin für die Zahlen zum 3. Quartal. Der nächste Quartalsbericht bietet damit den angekündigten Prüfpunkt für die verschobenen Abschlüsse und den Jahresausblick; der Termin ist noch nicht endgültig bestätigt.

Unser Basisband für Ende 2027 beträgt 210 bis 250 US-Dollar. Es setzt 13,15 US-Dollar bereinigten Gewinn je Aktie und ein KGV von 16 bis 19 voraus. Ein Fortschritt wäre daran zu erkennen, dass sich Softwareverträge in Umsatz niederschlagen und der freie Geldzufluss dem angekündigten Anstieg folgt. Wiederholte Verzögerungen würden dagegen gerade die Gewinnannahme belasten, auf der das Band beruht.

 

Disclaimer:
Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt und vor Veröffentlichung durch die Redaktion geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Der Text stellt keine Handelsempfehlung oder Anlageberatung dar.

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