Infineon Hauptversammlung 2026: Aktie im Höhenflug – Dividende stabil

Infineon: Gut aufgestellt für den Robotik-Boom? (Foto: Freepik, tokoamanjaya)

München – Der KI-Boom gibt längst nicht der gesamten Halbleiterbranche Rückenwind. Doch der größte deutsche Hersteller Infineon hat seine Nischen gefunden. Neben speziellen Chips für KI-Rechenzentren und Automotive wird Vorstandschef Jochen Hanebeck den Aktionären auf der Hauptversammlung einen weiteren chancenreichen Sektor mit Zukunftspotenzial präsentieren.

Bei Infineon kommen aktuell Phantasie und gute Zahlen zusammen, das spiegelt sich im Börsenkurs. Seit Jahresbeginn legte die Aktie über 20 Prozent zu, während der Dax lediglich ein Plus von rund 3 Prozent verzeichnete. Heute notiert das Papier bei 45,42 Euro. (Stand: 18. Februar, 12.30 Uhr)

+++ Ordentliche Hauptversammlung der Infineon Technologies AG +++
Infineon hält seine Hauptversammlung in Präsenz ab und lädt die Aktionäre am 19. Februar 2026 um 10 Uhr (MEZ) in das ICM – International Congress Center Messe München. Alle Informationen finden sich auf der Infineon-Website. Angemeldete Aktionäre haben über das Investor-Portal auch die Möglichkeit, das Aktionärstreffen live im Internet zu verfolgen.

Für die Aktionäre einer der spannendsten Programmpunkte bei der Hauptversammlung: Wie verwendet Infineon den Bilanzgewinn von rund 457 Millionen Euro? Das Management schlägt eine Dividende von 0,35 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie vor, fällig am 24. Februar 2026. Damit ist die Ausschüttung ebenso hoch wie in den beiden Vorjahren.

Im Quartal von Oktober bis Dezember 2025 – dem 1. Quartal des Geschäftsjahres – steigerte Infineon den Umsatz dank des starken Automotive-Geschäfts auf 3,662 Milliarden Euro (plus 6,5 Prozent zum Vorjahr). Ein Nettoergebnis von 256 Millionen Euro brachte einen Gewinn von 19 Cent je Aktie.

Boom der Rechenzentren – Ausweitung des Sensorangebots

Der Konzern profitiert auch vom Boom der KI-Rechenzentren – hier sind die Chips für die effiziente Stromversorgung gefragt. Infineon weitet deren Fertigung aus und stockt die Investitionen 2026 um 0,5 auf 2,7 Milliarden Euro auf. Die Smart Power Fab in Dresden soll schon im Sommer starten.

Die Halbleiterfabrik soll eine der modernsten in Europa werden und die Nachfrage nach KI-Chips bedienen. Ein weiterer strategischer Schritt: Infineon übernimmt ein Segment von ams OSRAM, das nicht-optische Analog- und Mixed-Signal-Sensorportfolio, und stärkt damit sein Sensorangebot.

Schwacher Dollar schadet dem Umsatz – Kooperation mit BMW

Der Ausblick aufs Geschäftsjahr steht bei Infineon unter Euro-Dollar-Vorbehalt. Bei einem Kurs von 1,15 US-Dollar erwartet das Management einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro im 2. Quartal bis Ende März und einen moderaten Anstieg im Gesamtjahr. Derzeit steht der Kurs aber bei 1,185.

Im Kerngeschäft rund um das digitale Automobil macht Infineon weiter Fortschritte: So stattet Infineon die Neue Klasse von BMW aus, um schnellen Datentransfer und effiziente Rechenleistung zu ermöglichen. Zudem kooperieren die Münchner mit Lenovo beim Thema autonomes Fahren.

 


Wachstumschance Robotik – Themen der CEO-Rede

Große Hoffnung setzt der Chiphersteller auf einen Siegeszug humanoider Roboter. „Das könnte ein Wachstumsfeld werden, wie es heute die Leistungshalbleiter für KI-Rechenzentren sind“, sagte CEO Jochen Hanebeck auf handelsblatt.com. Viele vorhandene Chips ließen sich dafür einsetzen.

Der Vorstandschef geht in seiner Rede auf der Hauptversammlung laut Vorabinformation neben dem visionären Thema Robotik auch auf die Chancen durch KI und den Ausbau von Rechenzentren ein. Digitalisierung und Dekarbonisierung sieht er als langfristige Wachstumstreiber.

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