Die Euro-Teuerung ist im Februar wieder gestiegen. (Foto: Freepik, SergeyCh)
Luxemburg – Gesunkene Energiepreise dämpften zuletzt die Inflation in der Eurozone. Im Februar lag sie nach einer ersten Schätzung von Eurostat bei 1,9 Prozent – ein unerwarteter Anstieg der Jahresrate von 0,2 Prozentpunkten gegenüber Januar. Mit günstiger Energie könnte zudem erst einmal Schluss sein, der Angriff auf Iran sorgt für Engpässe weltweit. Die Februar-Daten sind davon aber noch nicht betroffen.
Preistreiber im Februar – Länder des Euroraums
Im Februar 2026 sind die Energiepreise im jahresvergleich um 3,2 Prozent gesunken – allerdings nicht so stark wie im Januar (4 Prozent). Für Nahrungsmittel und Genussmittel mussten die Verbraucher hingegen 2,6 Prozent mehr zahlen. Dienstleistungen legten um 3,4 Prozent zu (nach 3,2 im Januar).
In Deutschland ist die Inflation im Februar deutlicher als erwartet gesunken. Bei 2 Prozent lag die Gesamtinflation nach EU-einheitlicher Berechnungsweise. Eine niedrige Teuerung trotz Anstieg von 0,5 auf 1,1 Prozent meldet Frankreich. In Spanien liegt der Preisauftrieb im Februar bei 2,5 Prozent.
EZB hält Leitzins stabil – Verbrauchererwartung aufgehellt
Inflation nahe dem 2-Prozent-Ziel – zuletzt hatte die Europäische Zentralbank wenig Anlass, an der Zinsschraube zu drehen. Bereits 5 Sitzungen in Folge haben die Währungshüter die Zinsen nicht angetastet. Der für Sparer und Kredite wichtige Einlagenzinssatz liegt aktuell bei 2 Prozent.
Langsam stieg zuletzt auch das Vertrauen der Konsumenten in sinkende Teuerungsraten. Die EZB hat in ihrer jüngsten Umfrage ermittelt, dass die Verbraucher im Euroraum in den nächsten 12 Monaten mit einer Jahresrate von 2,6 Prozent rechnen, nach 2,8 Prozent bei der vorigen Befragung.
Aktualisiert nach Bekanntgabe der Inflationsdaten am 3. März 2026 um 11.15 Uhr (MEZ).
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