Können Chips made in USA technologisch mithalten? (Symbolbild, Foto: Freepik, rcphotostock)
Santa Clara – Der Halbleiter-Pionier war einige Zeit aus dem Tritt, kann aber jetzt mit einem Alleinstellungsmerkmal punkten: Hochleistungs-Chips made in USA, für die Trump-Regierung ein Faktor nationaler Sicherheit. Gelingt dem neuen CEO Lip-Bu Tan ein nachhaltiger Turnaround?
Nach dem Führungswechsel 2025 zog der Börsenkurs von Intel im Herbst spektakulär an, verdoppelte sich innerhalb von 6 Monaten. Zuvor mussten die Aktionäre eine einjährige Durststrecke mit Kursen unter 20 US-Dollar überstehen. Gestern zum US-Börsenstart notierte das Papier bei 51,86 US-Dollar.
Starke Zahlen im 3. Quartal – Intels Prognose für das 4. Quartal
Einen kräftigen Schub brachte der letzte Quartalsbericht. Intel übertraf nicht nur beim Umsatz 13,7 Milliarden US-Dollar die Prognose der Analysten, sondern konnte auch das Ergebnis je Aktie mit 0,23 US-Dollar wieder in den grünen Bereich drehen – nach minus 0,46 US-Dollar im Vorjahresquartal.
Eher defensiv wirkt Intels Prognose für das 4. Quartal: 13,3 Milliarden US-Dollar Umsatz im mittleren Bereich der Prognose-Spanne liegt etwas unter der Analysten-Schätzung (13,4 Milliarden). Der bereinigte Gewinn je Aktie soll nach der Prognose des Unternehmens bei 0,08 US-Dollar liegen.
CEO Lip-Bu Tan sieht Fortschritte – Frisches Geld von Investoren
„Unsere Ergebnisse für das 3. Quartal spiegeln eine verbesserte Umsetzung und stetige Fortschritte bei unseren strategischen Prioritäten wider“, kommentierte Intel-Chef Lip-Bu Tan. Seit März hat Tan Werke geschlossen und Personal abgebaut sowie 15 Milliarden US-Dollar von Investoren eingeholt.
So konnte Intel den Tech-Konzern Softbank als Investor gewinnen, die Japaner erwarben für 2 Milliarden US-Dollar Stammaktien. Nvidia kooperiert bei der Entwicklung von Chips und hat 5 Milliarden investiert. Und die US-Regierung erwarb Ende August einen Anteil von 9,9 Prozent.
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Rückenwind von der US-Regierung – Konkurrent TSMC im Visier
Intel-CEO Tan versteht sich offenbar gut mit Donald Trump. Dem US-Präsidenten gefällt, dass Intel Halbleiter in den USA herstellt – es ist die einzige ernstzunehmende US-Option für hochmoderne Chip-Produktion im Lande. Die Frage ist, ob Intel zum Branchenprimus TSMC aufschließen kann.
Nun greifen die Amerikaner mit ihrem neuen 18A-Prozess an: Das neue Produktionsverfahren ist gestartet und ermöglicht die Herstellung von Chips der 2-Nanometer-Klasse. Wettbewerber TSMC hat Ende 2025 das 2-Nanometer-Zeitalter eingeläutet und will die Kapazitäten 2026 ausweiten.
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Gewinn und Umsatz: Prognosen der Analysten
Das Intel-Ergebnis pro Aktie liegt den Prognosen nach im 4. Quartal 2025 etwas unter dem Vorquartal: Rund 0,08 US-Dollar schätzen 33 Analysten laut finanzen.net. Im 3. Quartal hatte das Ergebnis bei rund 0,9 US-Dollar gelegen. Minus 0,03 US-Dollar waren es im 4. Quartal des Vorjahres.
Beim Umsatz rechnen die Experten mit einem leichten Rückgang. Bei rund 13,42 Milliarden US-Dollar liegt die Schätzung für das 4. Quartal, gegenüber rund 13,65 Milliarden US-Dollar im 3. Quartal und rund 14,26 Milliarden US-Dollar im 4. Quartal 2024. Das Geschäftsjahr endete am 31. Dezember.
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Der Beitrag Intel Quartalszahlen heute: Kursrallye – Kampfansage an TSMC? Überblick und Prognose erschien zuerst auf ftd.de.