Netflix Aktie nach den Quartalszahlen: Prognose schwach – Kurs stürzt ab

Trotz wachsender Profitabilität sorgt die verhaltene Netflix Prognose für das 3. Quartal 2026 bei Anlegern für Nervosität und Verkaufsdruck. (Foto: Freepik, QuadGraphics)

Los Gatos – Der Streaming-Gigant Netflix hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss gemischte Ergebnisse für das abgelaufene 2. Quartal 2026 präsentiert. Das Unternehmen steigerte seinen Gewinn weiter, verfehlte jedoch die Umsatzerwartungen der Wall Street knapp – und auch der Ausblick blieb unter den Erwartungen.

  • Umsatz: 12,56 Milliarden US-Dollar (unter der Analystenprognose)
  • Gewinn pro Aktie (EPS): 0,80 US-Dollar verwässert (über der Analystenprognose)

Der wichtigste operative Gradmesser für den Unterhaltungskonzern bleibt das Engagement der Abonnenten. Im 1. Halbjahr 2026 stiegen die gestreamten Zeiten um 2 Prozent auf mehr als 97 Milliarden Stunden an.

Die Prognose für den Jahresumsatz 2026 grenzt der Vorstand nun auf eine Spanne von 51,0 bis 51,4 Milliarden US-Dollar ein, was einem Wachstum von 13 bis 14 Prozent entspricht. Die operative Marge soll im Gesamtjahr bei starken 31,5 Prozent liegen. Der Ausblick auf das 3. Quartal blieb allerdings mit einer Umsatzprognose von 12,86 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 0,82 US-Dollar unter den Erwartungen der Analysten.

 


„Wir wollen unseren Vorsprung sichern, indem wir uns auf unsere drei Schwerpunkte konzentrieren: mehr Unterhaltungswert bieten, Technologie nutzen, um jeden Aspekt unseres Angebots zu verbessern, und die Monetarisierung optimieren“, heißt es im Quartalsbericht.

An der Technologiebörse Nasdaq sorgte das Zahlenwerk für herbe Enttäuschung. Die Netflix-Aktie stürzte im nachbörslichen Handel um mehr als 8,5 Prozent auf unter 68 US-Dollar ab. Zuvor hatte das Papier den regulären Handel noch bei 74,35 US-Dollar beendet. Investoren straften den leichten Umsatzrückstand sowie die Prognose gnadenlos ab.

Netflix wächst weiterhin profitabel, doch der Markt fordert mehr. Zwar übertraf der Gewinn die Erwartungen und die Nutzer zeigten sich loyal, der verfehlte Umsatz und die schwache Prognose traf jedoch auf eine nervöse Wall Street.

Zudem kündigte Netflix an, den bisher zweimal jährlich erscheinenden Engagement-Report künftig nur noch einmal jährlich zu veröffentlichen – ein Schritt, der bei Investoren zusätzlich für Verunsicherung sorgte.

 

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