Nvidia Quartalszahlen heute: Endlich Impulse für den Kurs? Prognose und Überblick

Wie lange kann der KI-Chip-Markt noch wachsen? (Symbolbild, Foto: Freepik, trimboy2022)

Santa Clara – Es geht nicht darum, ob Nvidia die Analystenschätzung schlägt. Würde sie verfehlt, wäre das ein Beben. Wenn der globale KI-Leitstern heute seinen Bericht für das 4. Quartal von November bis Januar publiziert, stellen sich vor allem Fragen wie: Brummt die Blackwell-Produktion? Bestellen die Hyperscaler? Und nutzt die breite Wirtschaft wirklich diese ganze KI-Infrastruktur? (Webcast)

Top-Performer an der Börse ist Nvidia aktuell nicht, die Anleger sind vorsichtig, Stichwort KI-Blase. Lediglich 0,66 Prozent seit Jahresbeginn hat die Aktie zugelegt. Gestern zum Börsenstart notierte das Papier bei 191,34 US-Dollar. Seine Aktionäre vergisst der Chipriese aber nicht, rund 37 Milliarden US-Dollar sind in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres in Aktienrückkäufe und Dividenden geflossen.

Nvidia-Ergebnis im Vorquartal – leistungsstarke Blackwell-Chips

Natürlich lieferte Nvidia auch im vorigen Quartal glänzende Zahlen. 57 Milliarden US-Dollar Umsatz und 1,30 US-Dollar Gewinn je Aktie übertrafen die Prognose, wobei die Sparte Rechenzentren 66 Prozent zulegte. Für das 4. Quartal prognostizierte Nvidia einen Umsatz von 65 Milliarden US-Dollar.

Der konkurrenzlos leistungsstarke Blackwell-Chip sorgt derzeit für das Wachstum. Ein Fokus liegt nun auf der jüngsten Stufe Blackwell Ultra und etwaigen Hemmnissen bei deren Hochlauf. Zudem entwickelt der Konzern mit der Rubin-Architektur schon die nächste Generation – geplanter Start: Ende 2026.

Wie viel bestellt Big Tech? Kein Zweifel an OpenAI-Investition

Doch wie viele KI-Chips bestellen die Hyperscaler wie Google, Microsoft und Co.? Das dürfte stark die Umsatzentwicklung beeinflussen. Kürzlich zuckten die Märkte, als Medien über ein Zerwürfnis mit OpenAI und eine reduzierte Investitionssumme von Nvidia bei dem ChatGPT-Konzern berichteten.

Angeblich habe es bei Nvidia Zweifel an dem Deal gegeben. „Wir werden eine riesige Investition in OpenAI tätigen“, beeilte sich Nvidia-Chef Jensen Huang klarzustellen. Er glaube an OpenAI, deren Arbeit unglaublich sei. Und er arbeite “wirklich gerne” mit OpenAI-CEO Sam Altman zusammen.

 


Kooperationen mit Dax-Konzernen – Sorge über zirkuläre Deals

Ambitionierte Partnerprojekte laufen auch mit deutschen Konzernen. Für Aufsehen sorgte kürzlich die Liaison mit Mercedes und Uber, um die neue S-Klasse aus Stuttgart 2027 zum Robotaxi zu machen. Indien will Nvidia mit KI-gesteuerten Fabriken ausstatten, mit im Boot ist auch Siemens.

Das klingt handfest, doch gleichzeitig wächst an den Märkten die Sorge über “zirkuläre KI-Deals”, bei denen sich Startups, Hyperscaler und Hardwareanbieter Milliarden an Risikokapital hin und her schieben. Anleger schauen mittlerweile kritisch, ob es eine nachhaltige Wachstumsbasis gibt.

Smartbroker Dashboard / Quelle: Smartbroker Presse

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Gewinn und Umsatz: Prognose der Marktbeobachter

Der Nvidia-Gewinn pro Aktie soll nach der mittleren Schätzung von 48 Analysten auf finanzen.net im 4. Quartal von November 2025 bis Januar 2026 bei rund 1,53 US-Dollar liegen. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorquartal, für das Nvidia rund 1,30 US-Dollar meldete. Rund 0,89 US-Dollar betrug der Gewinn pro Aktie im Vorjahresquartal von November 2024 bis Januar 2025.

Starkes Wachstum verheißen die Umsatzprognosen – rund 66,11 Milliarden US-Dollar schätzen die Analysten im Mittel für das 4. Quartal. Das ist mehr als im Vorjahresquartal (rund 39,33 Milliarden US-Dollar) und im 3. Quartal (rund 57,01 Milliarden). Das Geschäftsjahr endet am 31. Januar.

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