Rheinmetall Quartalszahlen: Rückenwind für den Aktienkurs? Prognose und Übersicht

Rheinmetall hat jetzt auch Marineschiffe im Programm. (Symbolbild, Foto: Freepik)

Düsseldorf – Im Iran und in den Golfstaaten explodieren die Raketen, ein weiterer heißer Konflikt erschüttert die Weltlage. Doch anders als Putins Angriff auf die Ukraine hat das bisher nicht die Nachfrage nach Rheinmetall-Aktien gesteigert. Am Mittwoch publiziert der Dax-Konzern seine Jahresbilanz.

An der Börse musste der Wehrtechnikanbieter zuletzt sogar Federn lassen, trotz der kriegerischen Eskalation im Nahen Osten. Viele Visionen und Potenziale scheinen schon eingepreist. Am Montag erzielte die Aktie jedoch ein Tagesplus von gut 2 Prozent (Kurs zum Börsenschluss 1.637,25 Euro).

Rheinmetall war auch im 3. Quartal 2025 auf Wachstumskurs: 2,78 Milliarden Euro Umsatz bedeuten ein Plus von mehr als 13 Prozent im Vorjahresvergleich. Das operative Ergebnis kletterte von 302 auf 360 Millionen Euro. Ein Rekordniveau erreichte der Auftragsbestand mit 64 Milliarden Euro.

Konzern-Prognose für 2025 – Papperger: übergreifendes Systemhaus

Die Jahresprognose 2025 hat Rheinmetall im November bestätigt: Der Umsatz soll um 25 bis 30 Prozent wachsen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste der Konzern nach 9,75 Milliarden Euro im Jahr 2024 zwischen 12,19 Milliarden und 12,68 Milliarden Euro im Jahr 2025 erlösen.

Der Umbau zu einem integrierten Defense-Konzern geht auf vielen Ebenen voran. „Rheinmetall wird künftig zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum ein relevanter Akteur sein und entwickelt sich damit zum Domänen übergreifenden Systemhaus”, betonte vergangene Woche CEO Armin Papperger.

Eingliederung der NVL-Werften – Selbstfahrende Militär-Fahrzeuge

Ein zentraler Baustein: Die Übernahme der Werftengruppe Naval Vessels Lürssen (NVL). Nun haben die Aufsichtsbehörden grünes Licht gegeben, am 1. März fand der Übergang statt. Rheinmetall hat damit allein 4 deutsche Standorte übernommen und wird zum Komplettanbieter für Marineschiffe.

Zudem stärkt Rheinmetall den Bereich autonome Fahrzeuge – dafür haben die Düsseldorfer die Mehrheit am kroatischen Anbieter DOK-ING übernommen. Im Fokus stehen vor allem unbemannte Vehikel zum Minenräumen und Minenlegen. In Kroatien soll ein Kompetenzzentrum entstehen.

 


Netzwerk-Pläne im Weltall – Automotive steht zum Verkauf

Auch im Weltraum mischt Deutschlands größter Rüstungskonzern mit. Laut Bericht auf spiegel.de will Rheinmetall gemeinsam mit dem Raumfahrtunternehmen OHB aus Bremen und Airbus ein Satellitensystem für die Bundeswehr bauen, ähnlich dem Starlink-Netzwerk von Elon Musks SpaceX.

Konzentration aufs Militärische bedeutet auch: Trennung von zivilen Sparten. Für den Verkauf der Division Power Systems, die die Autoindustrie beliefert, hat Rheinmetall nun eine Übergangsregelung zur Beschäftigungssicherung geschlossen. Zur Zeit verhandelt der Rüstungskonzern noch mit 2 Bietern.

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Aussichten für Gewinn und Umsatz

Das Rheinmetall-Ergebnis pro Aktie könnte im 4. Quartal 2025 ansteigen: Bei rund 18,81 Euro liegt die mittlere Schätzung von 2 Analysten laut finanzen.net. Im 3. Quartal hatte das Ergebnis pro Aktie rund 3,34 Euro betragen, rund 10,87 Euro waren es im Vorjahresquartal.

Beim Umsatz rechnen die Experten mit einem Anstieg. Bei rund 4,06 Milliarden Euro liegt die Prognose im Schnitt für das 4. Quartal. Das ist über den rund 2,78 Milliarden Euro im Vorquartal und auch mehr als die rund 3,48 Milliarden Euro im 4. Quartal 2024. Das Geschäftsjahr endet am 31. Dezember.

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