Inflation USA aktuell: Verbraucherpreise Dezember 2025 vor Zins-Entscheid der Fed

Wann sind die US-Inflationsdaten nach dem Shutdown wieder ohne Verzerrungen? (Foto: Freepik, artelliottchen)

Washington – Die November-Daten standen wegen des Shutdowns im Verdacht, fehlerhaft zu sein. Doch für Dezember hat das US-Arbeitsministerium dieselbe Inflation wie im Vormonat ermittelt: Um 2,7 Prozent im Jahresvergleich stiegen die Preise. Diesen Wert hatten auch Ökonomen prognostiziert.

Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel blieb im Dezember mit 2,6 Prozent im Jahresvergleich ebenfalls auf dem Niveau des Vormonats. Sie gibt präziser den Preisauftrieb an der Wirtschaftsbasis an. Die Dienstleistungspreise stiegen um 3 Prozent, Energie um 2,3 und Lebensmittel um 3,1 Prozent.

Euro-Inflationsrate bereits am Zielwert – Fed hat Leitzinsen gesenkt

Deutlich unterscheidet sich die US-Teuerung mittlerweile vom Euroraum. In den 20 Euro-Ländern stiegen die Verbraucherpreise im Dezember um 2 Prozent auf das Jahr gerechnet. Das entspricht dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. Auch die US-Notenbank Fed strebt 2 Prozent Inflation an.

Trotzdem haben die US-Währungshüter angesichts eines schwächelnden Stellenmarkts und gestiegener Arbeitslosigkeit zuletzt 3-mal in Folge den Leitzins gesenkt. Wobei der letzte Zinsentscheid der Fed im Dezember nicht einstimmig war. Die Zins-Spanne beträgt aktuell 3,5 bis 3,75 Prozent.

US-Justizministerium droht Powell – Konflikt mit Trump

Aktuell wird die geldpolitische Arbeit von strafrechtlichen Drohungen gegen den scheidenden Fed-Chef Jerome Powell überschattet. Seit Monaten wirft US-Präsident Trump dem Ökonomen zu zaghafte Zinssenkungen vor, Powell interpretiert die Ermittlungen als Einschüchterungsversuch.

„Die Androhung strafrechtlicher Anklagen ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze nach bestem Wissen und Gewissen im öffentlichen Interesse festlegt und nicht den Präferenzen des Präsidenten folgt“, so Powell, dessen Amtszeit am 15. Mai endet. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Analyst: noch kein klares Bild – Prognose des FedWatch Tools

Verschärft der Inflationstrend den Zinskonflikt? „Wir gehen davon aus, dass die Inflation Anfang 2026 weiter leicht steigt”, meint etwa Gregory Daco, Chefökonom bei EY-Parthenon, im Vorfeld der heutigen Datenveröffentlichung. Analyst Bernard Yaros (Oxford Economic) merkt angesichts der Datenlücken an: “Wir werden erst Mitte des Jahres ein wirklich klares Bild erhalten.”

Wie stehen nach den Inflationsrate die Zinsprognosen? Aktuell sehen die Märkte mit Blick auf den nächsten Zinsentscheid am 28. Januar weiter keine Bewegung: Das FedWatch Tool taxiert die Chance für eine Zinspause bei 350 bis 375 Basispunkten auf 95 Prozent. (Stand: 13. Januar, 14.40 Uhr MEZ)

Aktualisiert nach Bekanntgabe der Inflationsdaten am 13. Januar 2026 um 14.40 Uhr (MEZ)

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