HPE bietet unter anderem Server für leistungsstarke KI-Infrastruktur. (Symbolbild, Foto: Freepik, beststudio)
Damit KI-Anwendungen funktionieren können, braucht es im Hintergrund eine leistungsstarke Technik mit Servern, Kühlung und zudem schnelle Netzwerke. Im Fokus vieler Anleger stehen die Unternehmen Super Micro Computer, Vertiv, Schneider Electric oder Arista Networks. Hewlett Packard Enterprise (HPE) wird als unbeachteter Riese häufig übersehen. Lange galt HPE als klassischer Hardwarehersteller mit mäßigem Wachstum. Doch dieser Eindruck täuscht, da HPE sein Geschäftsmodell grundlegend umbaut.
Der Wendepunkt: Fokus auf Netzwerke und KI
Über Jahre hinweg war HPE stark von der Zyklik des klassischen Servergeschäfts geprägt. Die jüngsten strategischen Weichenstellungen zeichnen jedoch ein deutlich verändertes Bild. Der US-Konzern entwickelt sich konsequent zu einer integrierten Plattform für KI-Infrastruktur.
Ein entscheidender Katalysator dieser Transformation ist die Übernahme von Juniper Networks für rund 14 Milliarden US-Dollar. Durch die Integration von Junipers Expertise in den Bereichen Netzwerk-Routing und KI-gestütztes Management (Mist AI) schließt HPE eine zentrale Lücke zwischen reiner Rechenleistung und effizientem Datentransport. Das Unternehmen kann nun Komplettlösungen anbieten, die gezielt auf die hohen Datenlasten moderner KI-Modelle ausgelegt sind.
Erste Effekte werden in den Zahlen sichtbar
Die aktuelle Geschäftsentwicklung bestätigt diesen Kurs. Im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2025 meldete HPE einen Umsatzanstieg auf 9,1 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders dynamisch entwickelte sich das Netzwerksegment mit einem Wachstum von 54 Prozent. Dieses Geschäftsfeld ist hochprofitabel und trägt inzwischen einen überproportionalen Anteil zum operativen Ergebnis bei.
So gelingt HPE zunehmend der Ausstieg aus der „Commodity-Falle“ einfacher Hardwareprodukte hin zu margenstärkeren Speziallösungen. Gleichzeitig füllen sich die Auftragsbücher für KI-Systeme: Aktuell verfügt HPE hier über einen Auftragsbestand von rund 3,7 Milliarden US-Dollar.
3 Säulen der Transformation: Compute, Networking und Cloud
Die neue Strategie von HPE ruht auf 3 tragenden Säulen, die das Geschäftsmodell stabilisieren und skalierbar machen sollen.
- Im Bereich Rechenleistung (Compute) verlagert sich der Fokus von klassischen Standardservern hin zu hochoptimierten Clustern für große KI-Modelle, bei denen Energieeffizienz, Kühlung und Performance im Vordergrund stehen.
- Eine Schlüsselrolle spielt das moderne Networking, das durch die Juniper-Übernahme erheblich gestärkt wurde.
- KI-gestützte Software ermöglicht selbstoptimierende Netzwerke in der Cloud, die Betriebskosten senken und Ausfallzeiten reduzieren.
Damit positioniert sich HPE im Netzwerkbereich zunehmend als ernstzunehmende Alternative zu etablierten Anbietern wie Cisco.
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Das verbindende Element ist die Plattform HPE GreenLake. Über dieses As-a-Service-Modell können Kunden Hardware- und Cloud-Dienste flexibel im Abonnement beziehen. GreenLake generiert inzwischen über 3 Milliarden US-Dollar an jährlich wiederkehrenden Umsätzen (ARR) und sorgt für eine Planbarkeit, die dem traditionellen Hardwaregeschäft lange fehlte.
Bewertung und Kurspotenzial der Aktie
Trotz der operativen Fortschritte und des steigenden Margenpotenzials wird die Aktie weiterhin mit einem deutlichen Abschlag gegenüber Wettbewerbern gehandelt. Während Konzerne wie Cisco mit einem zweistelligen price-earnings ratio (KGV) bewertet werden, notiert HPE weiterhin unter einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10. Als Gründe gelten unter anderem Integrationsrisiken und der gestiegene Schuldenstand infolge der Juniper-Übernahme. Dennoch erscheint der Bewertungsabschlag überzogen.
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Zusätzlich wird die Aktie durch eine Dividendenrendite von rund 2,4 Prozent gestützt. Analysten sehen daher einen Abschlag zum fairen Wert und entsprechendes Neubewertungspotenzial. Entscheidend wird sein, ob das Management nachweisen kann, dass das Wachstum im KI-Geschäft nachhaltig ist.
Das Unternehmen hat zuletzt signalisiert, dass sich die Wachstumsdynamik insbesondere in der 2. Jahreshälfte 2026 weiter beschleunigen dürfte. Ergänzend tätigten Unternehmensinsider zuletzt Aktienkäufe im Umfang von rund 2 Millionen US-Dollar.
Hewlett Packard Enterprise: Fazit
Hewlett Packard Enterprise befindet sich mitten in der Transformation vom klassischen Hardwareanbieter hin zu einem Anbieter KI-gestützter Infrastruktur. Dieser Wandel ist mit Integrationsrisiken und einem hohen Goodwill-Anteil in der Bilanz verbunden. Gleichzeitig eröffnen das starke Wachstum im Netzwerkgeschäft und der Ausbau der GreenLake-Plattform neue strategische Chancen.
Für Anleger, die zu moderaten Bewertungen am KI-Boom partizipieren möchten, stellt HPE eine interessante Alternative dar. Das Unternehmen ist kein kurzfristiger Highflyer, bietet jedoch mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 9, soliden Wachstumsimpulsen, Dividende und zusätzlichem Margenpotenzial eine attraktive Sicherheitsmarge mit Überraschungspotenzial. Der Markt scheint noch nicht vollständig erkannt zu haben, dass hier ein zentraler Akteur für die digitale Basis-Infrastruktur der kommenden Jahre heranwächst.
No investment advice. No solicitation to buy or sell securities.
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