Hensoldt liefert Elektronik für das Gefechtsfeld. (Symbolbild, Foto: Magnific.com, Alla541)
Taufkirchen – Der Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt reitet auf einer historischen Nachfragewelle. Dennoch herrschte an der Börse zuletzt Skepsis. Die Auftragsbücher des MDax-Konzerns quellen dank des europäischen Rüstungsbooms über. Gleichzeitig fressen massive Investitionen die Barmittel auf. CEO Oliver Dörre tritt heute vor seine Aktionäre.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt einen Gegensatz zwischen Geschäft und Marktstimmung. Die Hensoldt-Aktie stieg zwar diese Woche steil auf rund 90 Euro. Damit notiert das Papier aber immer noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen Herbst bei über 113 Euro.
+++ Ordentliche Hauptversammlung der Hensoldt AG +++
Datum und Startzeit: Freitag, 22. Mai 2026, 10 Uhr (MESZ)
Format: Virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz
Interessierte finden die Tagesordnung auf der Unternehmenswebsite. Dort ist der Zugang zum Aktionärsportal und zur Live-Übertragung hinterlegt.
Trotz des Margendrucks sollen die Aktionäre vom starken Wachstum profitieren. Das Management schlägt der Hauptversammlung vor, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 0,55 Euro je Aktie zu erhöhen. Dies setzt den stabilen Anstieg der Ausschüttungen fort.
Volle Auftragsbücher sollen Investoren beruhigen
Hensoldt steigerte den Umsatz im 1. Quartal 2026 um über 25 Prozent auf 496 Millionen Euro. Der Auftragseingang verdoppelte sich auf knapp 1,48 Milliarden Euro. Unter dem Strich verbesserte das Unternehmen das Ergebnis je Aktie auf minus 0,16 Euro.
Der neue Rekord beim Auftragsbestand von gut 9,8 Milliarden Euro zeigt: Der Konzern profitiert stark von neuen Ordern. Ein Treiber ist dabei die Ausstattung der Puma-Schützenpanzer und des Gefechtsfahrzeugs Schakal für die Bundeswehr.
Das Management sieht das Unternehmen auf einem klaren Kurs. Der Vorstand bekräftigt die Jahresziele. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Hensoldt einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro an.
Dörre: strategisches Signal – Kapazitäten ausbauen
„Mit der neuen deutschen Militärstrategie wird schwarz auf weiß sichtbar, dass Verteidigungsfähigkeit heute neu gedacht wird“, sagte CEO Oliver Dörre Anfang Mai anlässlich des Quartalsberichts. Systeme müssen vernetzter und softwarebasierter arbeiten. Hensoldts Erfolg basiere darauf, Spitzentechnologie im industriellen Maßstab bereitzustellen. „Für uns ist das nicht nur ein strategisches Signal, sondern eine zunehmend konkrete Nachfrage.“
Der Rüstungsboom zwingt das Unternehmen, die Kapazitäten strategisch auszubauen. Die Lieferketten sind stark belastet. Hohe Investitionen und die geplante Übernahme des niederländischen Optronik-Spezialisten Nedinsco sollen diese sichern. Externe Treiber bleiben globale geopolitische Spannungen und massiv gestiegene Verteidigungsbudgets.
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Schwacher Cashflow – Leerverkäufer wittern Chancen
Der wunde Punkt der Bilanz bleibt der freie Cashflow. Dieser rutschte im 1. Quartal 2026 tief ins Minus. Geringere Kundenanzahlungen und hohe Investitionen in neue Produktionsstätten zehren die Barmittel auf. Die Cashflow-Konversionsrate brach auf rund 40 Prozent ein.
Genau hier haken kritische Investoren und Leerverkäufer ein. Letztere spekulieren darauf, dass der Rüstungskonzern die hohen Vorlaufkosten nicht schnell genug in verlässliche Margen verwandelt. Es ist ein riskantes Spiel auf Zeit.
Disclaimer:
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The contribution Hensoldt Hauptversammlung 2026: Milliarden-Aufträge und Cashflow-Zweifel appeared first ftd.de.