CRH Share: The Secret Market Leader of the Infrastructure Boom – A Growing Dividend

Die Ausrichtung als Infrastrukturanbieter ermöglicht CRH überdurchschnittliche Margen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. (Foto: Magnific.com, vkstudio)

Wer glaubt, ein Baustoffkonzern sei ein langweiliges Investment, unterschätzt CRH. 2025 konnte der Baustoffgigant seine Marktposition ausbauen und mit einem weiteren Rekordergebnis das Geschäftsjahr abschließen. Auch das jüngste Quartal belegt einen weiteren erfolgreichen Auftakt in das Jahr 2026. Zum dreizehnten Mal in Folge gelang es, die operative Marge zu steigern. Für Anleger, die auf stabile Wachstumswerte mit substanzieller Cash-Generierung setzen, lohnt sich ein erneuter Blick auf die Aktie, welche sich derzeit in einer Konsolidierung befindet.

Das Geschäftsmodell: Mehr als Steine und Asphalt

CRH versteht sich nicht als klassischer Rohstofflieferant, sondern als integrierter Infrastrukturanbieter. Rund 95 Prozent aller Erlöse sind mit dem eigenen Zuschlagstoffgeschäft verknüpft, das als Grundlage für 4 verbundene Plattformen (Zuschlagstoffe, Zement, Straße, Wasser) dient. CRH ist damit der größte Straßenbauer der USA, mit Präsenz in 43 Bundesstaaten und mehr als 50 Millionen Tonnen Asphalt-Jahresproduktion.

Im Zementbereich verfügt CRH nach der Übernahme von Eco Material Technologies über rund 25 Millionen Tonnen Jahreskapazität in Nordamerika. Durch die sogenannte Connected-Portfolio-Strategie erzielt CRH an jedem Wertschöpfungsschritt Margen, wo andere Wettbewerber nur einen Materialpreis erzielen würden.

Wachstumstreiber: Infrastruktur im Superzyklus

Der wichtigste externe Rückenwind kommt vom US-Infrastrukturgesetz IIJA (Infrastructure Investment and Jobs Act). Von den dort bereitgestellten Mitteln sind laut CRH bislang weniger als 40 Prozent abgerufen worden. Hinzu kommen staatliche Verkehrsbudgets, die für 2026 um 6 Prozent auf Bundesstaatsebene wachsen sollen.

In den 10 wichtigsten CRH-Bundesstaaten wird ein Anstieg der Investitionsausgaben von 13 Prozent erwartet. Der zweite große Treiber ist die Reindustrialisierung der USA. Rechenzentren und Chip-Fabriken garantieren jahrelange Aufträge. CRH ist laut eigenen Angaben bei nahezu allen relevanten Großprojekten in einer Entfernung von rund 80 Kilometern mit einem eigenen Standort vertreten.

M&A-Pipeline: Es geht um Preissetzungsmacht und Stärke

CRH hat in seiner Geschichte mehr als 1.200 Unternehmen übernommen, das Management gesteht sich ein, dass nicht alle Akquisitionen strategisch sinnvoll waren. Daher transformiert sich CRH nun zu einem vertikal integrierten Infrastrukturanbieter mit stabilen Cashflows. Das Unternehmen trennt sich konsequent von Bereichen, in denen es keine Preissetzungsmacht, wenig Synergien und Margenschwäche hat. Hingegen wird das aktuelle volatile Marktumfeld genutzt, um entlang der 4 Kernmärkte mit Preissetzungsmacht weiter zu investieren: Zuschlagstoffe, Zementmaterialien, Straßenbau und Wasserinfrastruktur.

Arcosa-Übernahme – Zugang zum Rechenzentren-Boom

Im Juni 2026 kündigte CRH die Übernahme von Arcosa für 8,5 Milliarden US-Dollar an. Bewertet wird die Transaktion mit dem 11,5-Fachen des EV/EBITDA (Unternehmenswert zu operativem Ergebnis). Strategisch ist der Schritt bedeutsam, weil CRH damit stärker in weniger zyklische Wachstumsfelder wie Stromnetze und Rechenzentren vordringt.

 


Der eigentliche Wert des Deals liegt jedoch in den hohen Eintrittsbarrieren des Aggregate-Geschäfts. Arcosa verfügt über rund 1,3 Milliarden Tonnen Reserven mit einer geschätzten Reichweite von etwa 40 Jahren, überwiegend in Wachstumsregionen wie Texas. Da neue Steinbrüche kaum noch genehmigt werden und der Transport von Kies und Schotter über größere Distanzen wegen des niedrigen Frachtwerts wirtschaftlich unattraktiv ist, entstehen lokal faktisch Quasi-Monopole.

Gerade im Raum Dallas wird dieser Standortvorteil besonders deutlich: Dort befinden sich mehr als 230 Rechenzentren mit rund einem Gigawatt Kapazität. Wer in solchen Märkten keinen eigenen Steinbruch in Reichweite hat, ist strukturell im Nachteil. CRH verschafft sich mit Arcosa daher eine ausgezeichnete Ausgangsposition für den nächsten Investitionszyklus.

Strategische Ausrichtung trägt Früchte

Das 1. Quartal 2026 belegt, dass die CRHs strategischer Ansatz auf margenstarke Kernmärkte zu setzen Früchte trägt. Während das Auftragsvolumen um 10 Prozent über dem Vorjahreswert lag und der Umsatz um 9 Prozent inklusive Akquisitionen gesteigert wurde, legte die entscheidende EBITDA-Marge um 18 Prozent zu. Die steigende Profitabilität untermauert, dass die Synergien und die Preissetzungsmacht wirken.

Smartbroker Dashboard / Quelle: Smartbroker Presse

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Alle 4 Segmente konnten in Amerika ein zweistelliges Wachstum verzeichnen. International legte der Umsatz nur um 5 Prozent zu, aber die EBITDA-Marge verzeichnete ebenfalls ein Wachstum von 32 Prozent. Am unteren Ende der Spanne erwartet CRH einen Gewinn von 3,9 Milliarden US-Dollar bis Ende 2026, was einem KGV von 18 gleichkommt. Historisch wäre diese Bewertung nicht günstig. Doch mit der Transformation ergeben sich steigende Margen und erlauben höhere Multiplikatoren.

Aktionärsrenditen und Bilanzstärke

Ein weiterer Pluspunkt der für CRH spricht ist die Tatsache, dass CRH seit 2018 über 9 Milliarden US-Dollar an eigene Aktionäre über Rückkäufe zurückgeführt hat. Das sind 23 Prozent der damaligen Aktien. Die Quartalsdividende wurde die letzten 40 Jahre erhöht, zuletzt um 5 Prozent. Das Net Debt/EBITDA liegt trotz der M&A Strategie bei 2x. Die Kapitalrendite stieg zuletzt auf 15,8 Prozent, was im Branchenvergleich herausragend ist.

Anleger, die auf langfristige Infrastrukturinvestments in nordamerikanischen und auch europäischen Märkten setzen und dabei Wert auf nachweisbare Ergebnisstabilität legen, finden in CRH einen überzeugenden Kandidaten. Die Kombination aus solidem freien Cashflow, Aktienrückkäufen, disziplinierten Akquisitionen und wachsenden Dividenden macht CRH vor allem für Value- und auch Qualitätsinvestoren mit einem Horizont von 5 Jahren oder mehr interessant.

 

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