Mit einem frühzeitigen Anbieterwechsel und Preisgarantien lassen sich steigende Heizkosten für den Winter oft effektiv abfedern. (Foto: Magnific.com, baronizan2)
Heidelberg – Die Gaspreise im Großhandel sind aktuell so hoch wie nie seit Ende der Energiekrise 2023 und können deutschen Verbrauchern einen teuren Winter bescheren. Wie das Vergleichsportal Verivox am heutigen Donnerstag mitteilt, sind niedrige Gasspeicherfüllstände und anhaltende Konflikte im Nahen Osten die Gründe für diesen Preisanstieg. Sollte das aktuelle Preisniveau bestehen bleiben, drohen den Haushalten der Verivox-Analyse zufolge bis zu 20 Prozent höhere Heizkosten.
Großhandel mit Preisauftrieb
Vor Ausbruch des Iran-Krieges lagen die Gaspreise des richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakts TTF bei circa 3 Cent pro Kilowattstunde. Im März stieg der Preis auf rund 6 Cent pro Kilowattstunde, sank danach jedoch wieder und schwankte im Frühjahr zwischen 4 und 5 Cent pro Kilowattstunde. Zum Sommerstart stieg er erneut an und liegt nun häufig über 6 Cent pro Kilowattstunde, wie Verivox reported.
„Diese Preissteigerungen kommen zeitverzögert auch bei den Haushalten an. Am schnellsten steigen die Preise für Neukunden, da diese Angebote üblicherweise besonders streng kalkuliert sind. Mit der Zeit werden aber auch die Preise für Bestandskunden erhöht“, kommentiert Verivox-Energie-Experte Thorsten Storck die Entwicklung.
Preise für Neukunden gestiegen
Die günstigsten Gas-Angebote für Neukunden sind seit Anfang März 2026 von rund 8 auf 10 Cent pro Kilowattstunde (kWh) angestiegen. Für ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Jahresverbrauch sind dies Mehrkosten von rund 400 Euro. Bei vielen Haushalten sind die Preissteigerungen aus dem Großhandel noch nicht angekommen, denn die meisten Gasversorger beschaffen Gas langfristig und geben Preissteigerungen daher erst mit Zeitverzug weiter. „Sollte das aktuelle Preisniveau der Großhandelspreise jedoch noch länger bestehen bleiben, sind früher oder später auch für Bestandskunden Preiserhöhungen zwischen zehn und 20 Prozent zu erwarten“, so Storck.
Die Gaspreise bei günstigen Neuverträgen sind weiterhin wesentlich niedriger als die Preise vieler Bestandskunden. Kostet eine Kilowattstunde Gas im günstigsten Neukundenangebot unter 10 Cent, sind es im örtlichen Grundversorgungstarif im Schnitt mehr als 13 Cent/kWh. Bei 20.000 kWh Gasverbrauch ist das eine Preisdifferenz von fast 600 Euro pro Jahr.
Gastarif: Über Wechsel nachdenken
Darum kann sich ein Wechsel laut Verivox je nach Gastarif durchaus lohnen. Dazu kommt, dass mit dem Wechsel in einen Tarif mit einer zwölfmonatigen Preisgarantie das jetzige Preisniveau für den kommenden Winter fixiert werden kann. Ein Wechsel funktioniert selbst dann, wenn der eigene Vertrag noch mehrere Monate läuft. Bei einigen Versorgern kann man sich die heutigen Konditionen für bis zu 12 Monate im Voraus sichern lassen.
Source: www.pressetext.com
(pte015/20.08.2026/13:30)
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