Die heimliche Nutzung von KI am Arbeitsplatz wird für viele Angestellte zur Gewohnheit, um den eigenen Job und Ruf zu schützen. (KI-Symbolbild: Magnific.com, DC Studio)
Los Angeles – Immer mehr Arbeitnehmer versuchen den Ursprung ihrer KI-unterstützten Arbeitsergebnisse vor dem Dienstherren zu verbergen, wie eine Untersuchung der University of Southern California zeigt. Fast jeder Dritte halte „KI-bezogenes Wissen, Arbeitsabläufe oder Methoden vor Kollegen oder Arbeitgebern zurück“, heißt es weiter.
Vertrauen in Firma fehlt
Laut Studienautor Eric Anicich und seiner Doktorandin Jeslyn Brouwers mangelt es oft an Verhalten im Unternehmen: Viele Mitarbeiter würden fürchten, dass Vorgesetzte, die von der KI-Nutzung ihrer Mitarbeiter erfahren, auf die Idee kommen könnten, dass diese KI auch ohne den menschlichen Nutzer auskommen, der Arbeitsplatz also wegfallen könnte.
„Was diejenigen, die ihr Wissen teilen, von denjenigen unterscheidet, die es für sich behalten, ist das Vertrauen in das Unternehmen. Letztendlich geht es um psychologische Sicherheit – darum, ob man sich wohl dabei fühlt, sein Wissen zu teilen, ohne befürchten zu müssen, dafür verspottet oder bestraft zu werden“, so der Forscher der University of Southern California.
Sorge um den eigenen Ruf
Obwohl einige Unternehmen Maßnahmen ergriffen haben, um den Wissensaustausch zu fördern, bleiben Mitarbeiter häufig skeptisch, wie Vorgesetzte auf eine vollständige Offenlegung reagieren würden. Die Forscher nennen 3 Faktoren, die zu diesem Mangel an Vertrauen beitragen. Erstens befürchteten die Mitarbeiter, dass ihr Ruf Schaden nehmen würde, wenn sie den Einsatz der Technologie zugäben.
„Ohne ein klares Signal, dass ihr Unternehmen Experimente mit KI schätzt, ist es am sichersten, darüber Stillschweigen zu bewahren, denn immer mehr Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Mitarbeiter zu Recht besorgt sind“, sagt Anicich. Tatsächlich kämen Vorgesetzte schnell auf die Idee, dass Nutzer von KI weniger Kompetenz, Motivation, Einsatz, Kreativität, Authentizität oder Vertrauenswürdigkeit haben.
Zweitens befürchteten die Befragten, dass ihre Vorgesetzten ihre gesteigerte Effizienz als Vorwand nutzen würden, um ihnen mehr Arbeit aufzubürden. Schließlich gebe es die Sorge, dass die Technologie sie letztendlich ersetzen könnte. Im Moment seien Mitarbeiter, die KI nutzen, noch unentbehrlich, weil nicht jeder mit diesem Tool erfolgreich arbeiten kann. „Doch das kann sich ändern“, gibt Anicich abschließend zu bedenken.
Source: www.pressetext.com
(pte001/01.10.2026/06:00)
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