Ranking Automarken: Diese 10 führen Deutschlands Neuwagenmarkt an

Mit einem Zuwachs von 9 Prozent zeigt der deutsche Pkw-Markt im Herbst 2026 deutliche Erholungstendenzen. (KI-Bild: ftd.de-Redaktion, Codex-Bildmodell)

Volkswagen verliert Zulassungen und bleibt dennoch vorn: 42.461 neue Pkw entfallen im September auf die Marke. Insgesamt wächst der deutsche Neuwagenmarkt um 9,0 Prozent auf 256.774 Fahrzeuge. Besonders private Halter tragen dazu bei, ihre Neuzulassungen steigen um 28,5 Prozent.

Grundlage ist die Septemberstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) vom 5. Oktober 2026. Platz 1 steht für die amtliche Markenposition mit den meisten Pkw-Neuzulassungen in Deutschland im September 2026. Die Liste übernimmt die behördliche Markengliederung. Bei Seat sind deshalb auch Cupra-Modelle enthalten.

Reine Elektroautos erreichen im Gesamtmarkt 88.599 Neuzulassungen und einen Anteil von 34,5 Prozent. Benziner kommen auf 17,4 Prozent, Diesel auf 9,0 Prozent. Die übrigen Antriebe umfassen vor allem Hybride. Das Markenranking zählt jeweils alle Antriebsarten zusammen.

Colour Automarke Pkw-Neuzulassungen
1 Volkswagen 42.461 Pkw
2 Mercedes 21.595 Pkw
3 Skoda 19.898 Pkw
4 BMW 18.924 Pkw
5 Audi 16.361 Pkw
6 Seat inklusive Cupra 13.191 Pkw
7 Opel 13.059 Pkw
8 Tesla 12.552 Pkw
9 Ford 7.848 Pkw
10 Dacia 7.168 Pkw

Die 10 größten Automarken nach Pkw-Neuzulassungen im September 2026

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

Platz 10: Dacia – Privatkunden im Mittelpunkt

  • Pkw-Neuzulassungen: 7.168 Pkw

Dacia schließt die Liste mit 7.168 September-Neuzulassungen ab. Das entspricht 2,8 Prozent Marktanteil und einem Plus von 25,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Seit Januar wurden 53.176 Dacia-Pkw neu zugelassen. Damit liegt die Marke über die ersten 9 Monate noch 0,8 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Die Ausrichtung auf private Käufer bleibt ein Kern des Geschäfts. Renault Group beziffert im Halbjahresbericht den Privatkundenanteil von Dacia in Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Großbritannien auf 77 Prozent. In Europa erreichte die Marke im ersten Halbjahr einen Pkw-Marktanteil von 3,9 Prozent.

Hybridantriebe gewinnen zugleich an Bedeutung im Auftragseingang. Laut der Juli-Mitteilung entfielen darauf 37 Prozent der Jogger-Bestellungen, 40 Prozent beim Duster und 68 Prozent beim Bigster. Diese Anteile beziehen sich auf die jeweiligen Modellbestellungen. Sie zeigen, wie Dacia sein bisher stark preisorientiertes Angebot um elektrifizierte Antriebe ergänzt.

Platz 9: Ford – Puma wird überarbeitet

  • Pkw-Neuzulassungen: 7.848 Pkw

Ford kommt im September auf 7.848 neue Pkw und 3,1 Prozent Marktanteil. Die Zulassungen fallen um 13,4 Prozent gegenüber September 2025. Von Januar bis September sind es 74.630 Fahrzeuge, 10,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Unter den 10 größten Markenpositionen fällt der relative Septemberrückgang bei Ford am stärksten aus.

Ein konkreter Teil der Produkterneuerung ist der Puma. In seiner Modellmitteilung vom 5. März beschreibt Ford eine überarbeitete Batterie für die elektrische Variante Puma Gen-E. Die Reichweite steigt nach dem standardisierten WLTP-Prüfverfahren auf bis zu 417 Kilometer. WLTP steht für Worldwide Harmonised Light Vehicle Test Procedure.

Hinzu kommt das Assistenzsystem BlueCruise für Puma und Puma Gen-E. Auf dafür freigegebenen Autobahnabschnitten dürfen Fahrer die Hände zeitweise vom Lenkrad nehmen, müssen das Verkehrsgeschehen aber weiter aufmerksam verfolgen. Ford verbindet die Überarbeitung somit mit Reichweite und Fahrerassistenz.

Platz 8: Tesla – Starker September

  • Pkw-Neuzulassungen: 12.552 Pkw

Tesla erreicht im September 12.552 neue Pkw in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist das ein Zuwachs um 268,7 Prozent und damit die höchste relative Steigerung unter den 10 hier gelisteten Markenpositionen. Der Marktanteil beträgt 4,9 Prozent. Auch die Bilanz seit Jahresbeginn liegt deutlich höher: 44.810 Neuzulassungen entsprechen einem Plus von 201,9 Prozent.

Der September fällt zugleich in den Abschluss des 3. Quartals. In seiner bei der US-Börsenaufsicht hinterlegten Auslieferungsmeldung nennt Tesla weltweit 486.532 ausgelieferte Fahrzeuge und 464.391 produzierte Fahrzeuge für diesen Zeitraum. Auf Model 3 und Model Y entfallen 478.237 Auslieferungen. Die übrigen Modelle kommen zusammen auf 8.295 Fahrzeuge.

Das zeigt die starke Konzentration des weltweiten Pkw-Geschäfts auf 2 Modellreihen. Der Quartalsbericht wird außerdem Auskunft über Umsatz, Kosten und Ergebnis geben: Tesla hat seine Finanzzahlen für den 21. Oktober 2026 nach US-Börsenschluss angekündigt. Für die Einordnung der deutschen Nachfrage liefert zunächst die KBA-Bilanz den aktuellen Mengenbefund; sie umfasst sämtliche hier neu zugelassenen Tesla-Pkw im September.

Platz 7: Opel – Kleinwagen als Schwerpunkt

  • Pkw-Neuzulassungen: 13.059 Pkw

13.059 neue Opel-Pkw bedeuten im September 5,1 Prozent Marktanteil. Die Zulassungen wachsen um 6,0 Prozent. Seit Januar kommt die Marke auf 105.375 Fahrzeuge, 6,1 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

In the europäischen Halbjahresrückblick von Stellantis spielen die kleineren Modelle eine wichtige Rolle. Der Konzern nennt den Corsa als führendes Modell im deutschen Kleinwagensegment. Zusammen mit Citroën C3 Aircross und Fiat Grande Panda gehört der Opel Frontera zur Smart-Car-Modellfamilie, deren Absatzvolumen sich im ersten Halbjahr mehr als verdoppelte.

Für die Marke Opel beziffert Stellantis das Absatzplus im erfassten europäischen Gesamtmarkt auf 7,4 Prozent. Dieser europäische Halbjahreswert ergänzt den aktuellen deutschen Monatsbefund.

Platz 6: Seat inklusive Cupra – Gemeinsame Statistik

  • Pkw-Neuzulassungen: 13.191 Pkw

Die amtliche Position Seat umfasst auch Cupra. Das zeigt die KBA-Modellgliederung für August, in der etwa Born, Formentor und Raval unter Seat stehen. Für September weist die gemeinsame Position 13.191 neue Pkw aus. Das entspricht 5,1 Prozent Marktanteil und einem Rückgang um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach 9 Monaten liegt sie bei 117.432 Fahrzeugen, 4,6 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Im operativen Geschäft setzen Seat und Cupra laut Halbjahresbericht unterschiedliche Schwerpunkte. Cupra lieferte weltweit 170.100 Fahrzeuge aus, die Marke Seat 129.600. Das Unternehmen nennt eine um 9,2 Prozent gestiegene Nachfrage nach dem neuen Ibiza.

Der elektrische Raval war ein weiterer Schwerpunkt der Juli-Mitteilung. Sein Marktstart trug nach Unternehmensangaben dazu bei, dass die Bestellungen für elektrische Cupra-Modelle im 2. Quartal um 85 Prozent stiegen. Die amtliche Sammelposition verbindet deshalb 2 unterschiedlich ausgerichtete Modellprogramme.

Platz 5: Audi – Deutschland wächst weiter

  • Pkw-Neuzulassungen: 16.361 Pkw

Audi legt im deutschen Septembergeschäft um 4,0 Prozent auf 16.361 Neuzulassungen zu. Der Marktanteil liegt bei 6,4 Prozent. Über die ersten 9 Monate verzeichnet die Marke 153.020 neue Pkw und einen Zuwachs von 4,8 Prozent.

Auch die Audi-Halbjahreszahlen vom 27. Juli zeigen ein wachsendes Deutschlandgeschäft. Von Januar bis Juni wurden hier 107.571 Audi-Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, nach 103.273 im Vorjahreszeitraum. Weltweit fiel die Zahl hingegen von 783.531 auf 727.245. In China einschließlich Hongkong ging sie von 287.600 auf 232.227 zurück.

Als Risiko für das Geschäft benennt Audi US-Zölle, geopolitische Unsicherheit und intensiven Wettbewerb. Zugleich erneuert die Marke ihr Angebot: In der Juli-Mitteilung kündigte sie den vollelektrischen A2 e-tron für den Herbst an. Er soll den Einstieg in die elektrische Modellpalette erweitern.

Platz 4: BMW – Europa legt zu

  • Pkw-Neuzulassungen: 18.924 Pkw

BMW weist für September 18.924 Neuzulassungen aus, 2,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Marktanteil beträgt 7,4 Prozent. Die Bilanz seit Januar bleibt positiv: 189.320 neue BMW-Pkw bedeuten einen Zuwachs von 4,3 Prozent gegenüber den ersten 9 Monaten 2025.

The Absatzmeldung der BMW Group vom 10. Juli zeigt für das erste Halbjahr ebenfalls unterschiedliche regionale Entwicklungen. Die Marke BMW lieferte weltweit 1.004.681 Fahrzeuge aus, 6,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In Europa stieg ihr Absatz jedoch um 1,5 Prozent, in den USA um 4,7 Prozent.

Mit dem Start der iX3-Auslieferungen wuchs im 2. Quartal das elektrische Geschäft. Für BMW und Mini zusammen meldete der Konzern in Europa 81.445 vollelektrische Auslieferungen, 38,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Konzernzahl umfasst beide Marken; Mini bleibt in der deutschen September-Rangliste eine eigene Position.

Platz 3: Skoda – Breiteres Elektroangebot

  • Pkw-Neuzulassungen: 19.898 Pkw

Skoda erreicht mit 19.898 neuen Pkw einen Septemberanteil von 7,7 Prozent. Unter den vom KBA als Importmarken geführten Positionen ist das die größte Stückzahl. Die Zulassungen steigen um 5,4 Prozent gegenüber September 2025. Seit Jahresbeginn kommt Skoda auf 186.973 Fahrzeuge, 12,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Beim Modellangebot setzt Skoda laut seiner Halbjahresmeldung vom 24. Juli auf eine breitere elektrische Palette. Weltweit lieferte die Marke im ersten Halbjahr 108.200 vollelektrische Elroq und Enyaq aus, ein Anstieg um 48,3 Prozent. Davon entfielen 59.900 Fahrzeuge auf den Elroq und 48.300 auf den Enyaq.

Epiq und Peaq erweitern das Elektroangebot nach unten und oben. Für beide Modelle zusammen meldete Skoda im Juli mehr als 30.000 Bestellungen. Die Erweiterung ergänzt das bestehende Geschäft mit Verbrennern und Plug-in-Hybriden. Insgesamt erreichten die weltweiten Auslieferungen der Marke im ersten Halbjahr 555.700 Fahrzeuge.

Platz 2: Mercedes – Neue Modelle im Hochlauf

  • Pkw-Neuzulassungen: 21.595 Pkw

Mit 21.595 Neuzulassungen erreicht Mercedes im September einen Marktanteil von 8,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat wächst die Zahl um 6,2 Prozent. Nach 9 Monaten summiert sie sich auf 194.859 Pkw, ein Zuwachs von 2,0 Prozent. Im deutschen Markt wächst die Monatszahl damit stärker als die Summe seit Jahresbeginn.

Konkreten Produktkontext liefert Mercedes-Benz in seinem Bericht zum 2. Quartal 2026: Die neuen Modelle CLA und GLB leisten nach Unternehmensangaben bereits einen spürbaren Absatzbeitrag. Weltweit stiegen die Auslieferungen vollelektrischer Pkw im Quartal um 51 Prozent auf 52.852 Fahrzeuge. In Europa betrug ihr Wachstum 87 Prozent.

Regional verlief das Geschäft unterschiedlich. Die gesamten Pkw-Auslieferungen von Mercedes-Benz Cars legten in Europa um 4 Prozent und in den USA um 10 Prozent zu. In China gingen sie dagegen um 30 Prozent zurück. Dort nennt der Hersteller intensiven Wettbewerb, verhaltene Nachfrage und Modellwechsel als Belastungen.

Platz 1: Volkswagen – Vorn trotz Rückgang

  • Pkw-Neuzulassungen: 42.461 Pkw

Volkswagen kommt im September auf 42.461 neue Pkw und einen Marktanteil von 16,5 Prozent. Damit liegt die Marke an der Spitze des deutschen Neuwagenmarktes, obwohl ihre Zulassungen gegenüber September 2025 um 6,1 Prozent sinken. Von Januar bis September stehen 396.444 Fahrzeuge zu Buche, 5,7 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Dem hohen Absatz stehen knappe Margen gegenüber. Im Halbjahresbericht zur Markengruppe Core beziffert Volkswagen die operative Rendite der Marke VW Pkw auf 2,4 Prozent. Ihr operatives Ergebnis beträgt 995 Millionen Euro. Allerdings belasteten das Ende der ID.4-Produktion in den USA und weitere Restrukturierungskosten das Ergebnis. Ohne die genannten Sondereffekte nennt Volkswagen eine Rendite von 3,8 Prozent.

Bei den neuen Einstiegsmodellen meldete die Markengruppe im Juli bereits mehr als 70.000 Bestellungen für die gemeinsame Elektro-Kleinwagenfamilie. Dazu gehören ID. Polo, Cupra Raval und Skoda Epiq. Dieser Auftragseingang betrifft mehrere Marken; die Septemberzahl oben erfasst ausschließlich die amtliche VW-Position in Deutschland.

A ftd.de-Beitrag zur Volkswagen-Prognose 2027 beschreibt den Kostendruck und die damaligen Sparziele des Konzerns. Die aktuellen deutschen Zulassungen zeigen, dass die Marktführerschaft der Kernmarke mit einem rückläufigen Volumen einhergeht.

 

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