Bitcoin Prognose: Binance gehackt – 6 Milliarden Dollar futsch! War das alles?

Der Rekord-Raub auf die Kryptobörse Binance wird nordkoreanischen Hackern zugeschrieben. (KI-Symbolbild: Magnific.com, Peace Studio)

Es handelt sich um einen der größten Raubzüge aller Zeiten – ein digitaler Milliarden-Coup, dessen Ausmaß seinesgleichen sucht: In der Nacht haben Hacker Binance angegriffen und die weltgrößte Kryptobörse um bislang sage und schreibe 6,3 Milliarden Dollar bestohlen! Besonders brisant: Niemand weiß, ob die Attacke schon vorüber ist – womöglich läuft der Hack auch jetzt noch. Anleger und Analysten: fassungslos. Die Kurse der Coins: im Sinkflug. Was steckt dahinter – und stehen die Krypto-Märkte vor der nächsten Kernschmelze?

Binance erlebt größten Krypto-Raub aller Zeiten

Er sollte bullish werden, der Oktober, mit reichlich Grün und steigenden Kursen – in großen Schritten Richtung Allzeithoch. Nun geht’s rasant gen Süden: Die weltgrößte Kryptobörse Binance wurde gehackt und damit Opfer eines beispiellosen Cyberangriffs. Der Staub hat sich noch nicht gelegt, doch feststeht: Der Schaden ist massiv – massiver als jemals zuvor. 3,8 Milliarden Dollar in Ethereum – gestohlen. 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin – fort. Weitere 628 Millionen Dollar auf Tron, 296 Millionen bei XRP und fast 100 Millionen auf Solana. Hinzu kommen weitere Millionenbeträge auf kleineren Netzwerken.

 

Die Kurse der Coins reagieren mittlerweile auf den Hack. Bitcoin (BTC) beispielsweise musste die 80.000-Dollar-Marke verlorengeben, notiert bei nur noch 77.800 Dollar. Ethereum (ETH) hingegen kommt auf ein Minus von satten 3,71 Prozent innerhalb der letzten 24 Stunden, kämpft bei 2.225 Dollar. BNB, der Binance-eigene Token, führt die Verluste in der Top-50 nach Marktkapitalisierung an, weist über Nacht einen Rückgang von minus 6,06 Prozent aus. Anleger sind entsprechend verunsichert: Lassen sich die gehackten Coins zurückholen? Bedeutet der Angriff das Ende von Binance? Wie konnte das überhaupt passieren – und sollte man den Börsen jetzt noch trauen?

Binance gehackt: Wie konnte das passieren?

Die erste Spur führt zu einem einzelnen Arbeitsrechner: Vermutlich wurde der Laptop eines Binance-Ingenieurs kompromittiert. Darüber konnten sich die Angreifer – einfach ausgedrückt – Zugriff auf das Auszahlungssystem verschaffen und nach Belieben Milliardenbeträge verschieben. Die Blockchain zeigt, wie das Geld abgeflossen ist: Ein Ethereum-Wallet von Binance wurde auf einen eigenen Smart Contract „umgelenkt“. Offen bleibt die Frage, woher die Freigaben hierfür stammen. Die Sicherheitsfirma Blockaid spricht von einem „gestohlenen Schlüssel“, Binance widerspricht. Man hätte „weitere Sicherheitslücken aufgedeckt“, es handele sich um einen „komplexen Angriff“.

Nun verspricht der Mega-Exchange einen ausführlichen Untersuchungsbericht. Wer steckt hinter dem Hack – und wie können derartige Angriffe in Zukunft verhindert werden? CNN und das Analysehaus TRM Labs ordnen den Angriff mit „hoher Sicherheit“ der nordkoreanischen Hackergruppe TraderTraitor zu. Binance hingegen hat sich zur Herkunft der Täter bislang nicht geäußert. Fest steht aber bereits: Keine Krypto-Firma ist zu groß, um gehackt zu werden.

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Binance-Gründer: Anleger werden entschädigt

„Es tut weh, aber wir werden überleben“, gibt sich Binance-Gründer und Krypto-VIP Changpeng „CZ“ Zhao kämpferisch. Die Gelder der Nutzer seien sicher, verspricht er auf X. Tatsächlich verfügt die Kryptobörse über einen Sicherheits-Fonds, der momentan rund 15.000 BTC hält. Das entspricht zum aktuellen Bitcoin-Kurs etwa 1,2 Milliarden Dollar. Der Rest soll aus dem Firmenvermögen beglichen werden.

Das stellt kein leeres Versprechen dar: Die Börse verwaltet Kundengelder im dreistelligen Milliardenbereich (Anfang Oktober: 166 Milliarden Dollar) und erzielt kontinuierlich hohe Einnahmen. Sprich: Der Netto-Schaden ist für ein Unternehmen dieser Größe zwar schmerzhaft, aber nicht existenzbedrohend. Ob das Vertrauen der Anleger ähnlich krisenfest ausfällt, bleibt abzuwarten.

 

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