Altersvorsorgedepot: Kann ich meinen Riester-Vertrag übertragen?

 


Riester-Vertrag behalten oder ins neue Altersvorsorgedepot wechseln? Welche Möglichkeiten gibt es ab 2027 und was passiert mit der bisherigen staatlichen Förderung?

Die Reform der privaten Altersvorsorge eröffnet bestehenden Riester-Sparern neue Möglichkeiten. Neben der Fortführung ihres bisherigen Vertrags können sie künftig auch von den neuen Förderregeln profitieren oder ihr angespartes Vermögen in ein Altersvorsorgedepot übertragen.

Doch nicht jeder Wechsel ist automatisch sinnvoll. Die bisherigen Vertragsbedingungen, Garantien und mögliche Wechselkosten spielen eine wichtige Rolle.

In Folge 8 der Videoreihe „Finanzen verstehen“ auf ftd.de erklären wir, welche Möglichkeiten für bestehende Riester-Verträge vorgesehen sind, wie die Übertragung funktioniert und worauf Sparer vor einem Wechsel achten sollten.

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  • Bestehende Riester-Verträge: Verträge, die vor 2027 abgeschlossen wurden, können grundsätzlich mit der bisherigen Förderung weitergeführt werden.
  • Förderunschädlicher Wechsel: Riester-Guthaben kann in einen neuen Altersvorsorgevertrag übertragen werden, ohne die bisherige Förderung zurückzahlen zu müssen.
  • Neue Fördersystematik: Ein Wechsel zur neuen Förderung ist auch ohne Übertragung des bisherigen Vertragsvermögens möglich.
  • Keine Rückkehr: Wer in die neue Fördersystematik wechselt, kann nicht zur alten Förderung zurückkehren.
  • Wechselkosten: Bei der Übertragung können Wechsel-, Abschluss- und Vertriebskosten entstehen.
  • Anbieterwechsel: Bei neuen Altersvorsorgeverträgen gelten besondere Kostenregelungen für einen späteren Anbieterwechsel.
  • Entscheidung: Ein Wechsel sollte erst nach dem Vergleich von Kosten, Garantien, Förderbedingungen und Anlagerisiken erfolgen.

Riester-Vertrag behalten: Kann ich meinen alten Vertrag einfach weiterführen?

Wer bereits einen Riester-Vertrag besitzt, muss diesen aufgrund der Altersvorsorgereform nicht kündigen oder auflösen.

Für Verträge, die vor dem 1. Januar 2027 abgeschlossen wurden, gilt ein gesetzlicher Bestandsschutz. Damit können bestehende Riester-Verträge grundsätzlich zu den bisherigen Bedingungen und mit der bisherigen steuerlichen Förderung fortgeführt werden.

Das kann vor allem dann interessant sein, wenn ein Vertrag günstige Konditionen oder Garantien enthält. Denn die Kritik am bisherigen Riester-System bedeutet nicht automatisch, dass jeder einzelne Riester-Vertrag für seinen Besitzer nachteilig ist.

Ob eine Fortführung sinnvoll ist, hängt unter anderem von den Vertragskosten, den zugesagten Leistungen und der persönlichen Vorsorgesituation ab.

Altersvorsorgedepot: Wie funktioniert die Übertragung von Riester-Guthaben?

Mit der neuen Altersvorsorgereform können Sparer ihr bereits angespartes Riester-Vermögen in einen neuen zertifizierten Altersvorsorgevertrag übertragen. Dazu zählt auch das neue Altersvorsorgedepot, das ab 2027 angeboten werden soll.

Der entscheidende Vorteil: Die Übertragung kann förderunschädlich erfolgen. Das bedeutet, dass die bisher gewährten staatlichen Zulagen und steuerlichen Vorteile aufgrund des Vertragswechsels grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden müssen.

Allerdings gelten anschließend die Bedingungen des neuen Altersvorsorgevertrags. Wer sich beispielsweise für ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie entscheidet, kann stärker von den Renditechancen des Kapitalmarkts profitieren. Gleichzeitig trägt er das Risiko möglicher Kursverluste.

Ein Wechsel verändert damit nicht nur den Anbieter oder die Anlageform, sondern möglicherweise auch die Risikostruktur der privaten Altersvorsorge.

Neue Riester-Förderung: Muss ich dafür den alten Vertrag aufgeben?

Nicht unbedingt. Bestehende Riester-Sparer können ihren Vertrag grundsätzlich behalten und trotzdem in die neue Fördersystematik wechseln. Dafür ist eine entsprechende Erklärung gegenüber dem bisherigen Anbieter vorgesehen. Die sonstigen Vertragsbedingungen können bestehen bleiben, während künftig die neuen Förderregeln angewendet werden.

Dabei verändert sich insbesondere die Berechnung der staatlichen Zulagen. Die neue Grundzulage orientiert sich an den tatsächlich eingezahlten Beiträgen. Dadurch können sich für verschiedene Sparer unterschiedliche finanzielle Vorteile ergeben.

Allerdings ist der Wechsel zur neuen Förderung eine Entscheidung mit langfristigen Folgen. Wer einmal in die neue Fördersystematik gewechselt ist, kann nicht einfach wieder zur bisherigen Riester-Förderung zurückkehren.

Deshalb sollten Sparer vorher prüfen, welche Förderung unter Berücksichtigung ihrer Einzahlungen und familiären Situation günstiger ausfallen könnte.

Riester ins Altersvorsorgedepot übertragen: Welche Kosten entstehen?

Auch wenn die Übertragung des Riester-Vermögens förderunschädlich möglich ist, bedeutet das nicht automatisch, dass ein Vertragswechsel kostenlos ist.

Beim Wechsel von einem bestehenden Riester-Vertrag in einen neuen Altersvorsorgevertrag können unter anderem Wechsel-, Abschluss- und Vertriebskosten entstehen. Diese Gebühren können das tatsächlich übertragene beziehungsweise anschließend verfügbare Altersvorsorgevermögen beeinflussen.

Für Anbieterwechsel innerhalb des neuen Altersvorsorgesystems gelten besondere Regelungen. Ab fünf Jahren nach Abschluss des neuen Vertrags muss der bisherige Anbieter einen Wechsel grundsätzlich kostenfrei ermöglichen. Der aufnehmende Anbieter darf für die Übertragung des Altersvorsorgevermögens maximal 150 Euro als Verwaltungspauschale verlangen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem Wechsel aus einem alten Riester-Vertrag und einem späteren Anbieterwechsel innerhalb des neuen Systems. Die günstigeren Wechselregelungen für neue Verträge bedeuten nicht, dass die Übertragung aus einem bestehenden Riester-Vertrag grundsätzlich kostenfrei sein muss.

Riester behalten und neues Altersvorsorgedepot eröffnen: Geht beides?

Eine weitere Möglichkeit ist, einen bestehenden Riester-Vertrag beitragsfrei zu stellen und gleichzeitig einen neuen Altersvorsorgevertrag abzuschließen.

Das bereits angesparte Riester-Vermögen bleibt dann zunächst im bisherigen Vertrag. Für die neuen Einzahlungen wird ein neuer Vertrag genutzt, beispielsweise ein Altersvorsorgedepot. Damit müssen Sparer ihr bisheriges Guthaben nicht zwingend übertragen, um künftig ein neues Altersvorsorgeprodukt zu besparen.

Allerdings gibt es eine wichtige Besonderheit:

Mit dem Abschluss eines neuen geförderten Altersvorsorgevertrags erfolgt der Wechsel in die neue Fördersystematik. Der bisherige Bestandsschutz für die alte Förderung endet dann auch für den Altvertrag. Eine gleichzeitige Nutzung der alten Riester-Förderung und der neuen Förderung ist daher nicht beliebig möglich.

Riester-Vertrag wechseln oder behalten: Was ist sinnvoll?

Ob ein bestehender Riester-Vertrag weitergeführt, beitragsfrei gestellt oder in ein neues Altersvorsorgedepot übertragen werden sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Ein wichtiger Faktor sind die Garantien des bisherigen Vertrags. Sie können für manche Sparer einen hohen Wert haben, insbesondere wenn der Rentenbeginn näher rückt. Gleichzeitig können die höheren Kapitalmarktchancen eines Altersvorsorgedepots für Menschen mit einem langen Anlagehorizont interessant sein.

Entscheidend sind außerdem die Kosten. Sowohl die bisherigen Vertragsgebühren als auch mögliche Wechsel- und Abschlusskosten sollten bei einem Vergleich berücksichtigt werden. Hinzu kommen die Unterschiede zwischen alter und neuer staatlicher Förderung sowie die persönlichen Erwartungen an Sicherheit, Rendite und Flexibilität.

Wer unsicher ist, kann sich vor einer Entscheidung unabhängig beraten lassen. Ein Wechsel sollte nicht allein aufgrund der Aussicht auf höhere Renditen erfolgen.

Wichtig ist, die bisherigen Vertragsbedingungen sorgfältig mit den neuen Möglichkeiten zu vergleichen.

Finanzen verstehen: Riester-Vertrag übertragen oder behalten?

In Folge 8 unserer Videoreihe „Finanzen verstehen“ zeigen wir, welche Möglichkeiten bestehende Riester-Sparer mit der Altersvorsorgereform haben. Dabei erklären wir den förderunschädlichen Wechsel ins Altersvorsorgedepot, die Umstellung auf die neue Förderung sowie die möglichen Kosten eines Vertrags- oder Anbieterwechsels. Außerdem gehen wir der Frage nach, wann es sinnvoll sein kann, den bisherigen Riester-Vertrag weiterzuführen oder beitragsfrei zu stellen.

Jetzt Folge 8 ansehen und erfahren, welche Möglichkeiten es für bestehende Riester-Verträge gibt.

Weitere Informationen zu den gesetzlichen Regelungen und den verschiedenen Altersvorsorgeprodukten finden Sie in unserer Videoreihe „Finanzen verstehen“ auf ftd.de.

 

Disclaimer:
Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt und vor Veröffentlichung durch die Redaktion geprüft. Er dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Finanz- oder Steuerberatung dar. Stand: 28. Oktober 2026.

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