Bitcoin Prognose: ETF-Zuflüsse drehen erstmals seit Oktober ins Plus

Großinvestoren nutzen sinkende Kurse für den strategischen Ausbau ihrer Bitcoin-Positionen. (Foto: Freepik, Frolopiaton Palm)

Nach einem Horror-Quartal mit deutlichen Kursverlusten zeigen sich bei Bitcoin (BTC) erstmals wieder positive Signale durch massive institutionelle Zuflüsse. Während die Angst am Markt noch dominiert, nutzen Großanleger die Korrektur für gezielte Käufe. Reicht dieser Stimmungswandel für eine nachhaltige bullishe Trendwende oder droht ein weiterer Absturz? Unsere Prognose.

Prognose: Bitcoin im April bei 46.000 Dollar?

Bittere Bilanz: Bitcoin (BTC) hat das erste Quartal 2026 bei rund 67.000 Dollar abgeschlossen – ein Minus von satten 23 Prozent seit Jahresbeginn (Startpreis: 87.508 Dollar). Altcoins stimmen wie zu erwarten in den bearishen Singsang ein – die Mehrzahl der Top-100-Kryptos fällt derzeit.

 


Top-Verlierer: Ethena (ENA) mit einem Rückgang um -19,11 Prozent in den letzten sieben Tagen, Kaspa Coin (KAS, -16,82 Prozent) und Aptos (APT, -15,93 Prozent). Es handelt sich um das drittschlechteste Quartal 1 seit 2013, übertroffen nur von Quartal 1 2018 (-49,7 Prozent) und Quartal 1 2014 (-37,4 Prozent). Der vielzitierte „Crypto Fear & Greed Index”, das wohl populärste Stimmungsbarometer: auf einem Wert von „12“ – tiefer „Extremangst“-Bereich.

Die globale Krypto-Marktkapitalisierung: -2,6 Prozent Verlust seit gestern, momentan satte -46,5 Prozent unter ihrem Allzeithoch von 4,3 Billionen Dollar. Glassnode ergänzt in einer neuen Prognose: Die Volatilität lasse zwar nach. Aber ohne einen eindeutigen Auslöser bleibe jetzt auch „ein nachhaltiger Ausbruch unwahrscheinlich“, so das größte und bekannteste Krypto-Marktforschungsunternehmen auf X. Chart-Guru PlanB – mit 2,1 Millionen Followern im Olymp der Bitcoin-Experten – stellt kurzfristig sogar ein Abtauchen unter 54.000 Dollar in Aussicht. Danach geht’s aber stramm auf 500.000 Dollar zu, so der Holländer in seiner Prognose. Es stünden „spannende Zeiten“ bevor. Ebenfalls mit neuen Tiefstständen rechnet sein Kollege Willy Woo – der blickt auf einen Boden von 46.000 Dollar pro BTC. Kurzum: Die Bären geben mal wieder den Takt an, Top-Analysten warnen vor weiteren Rücksetzern – und doch mehren sich die Signale für eine mögliche Trendwende.

Bitcoin: Prognose sieht bullishe Trendverschiebung

Denn: Trotz der Korrektur sind seit Jahresbeginn insgesamt 18,7 Milliarden Dollar in US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs geflossen. Allein auf BlackRocks IBIT-Fonds entfielen im März Zuflüsse von 1,39 Milliarden Dollar – das entspricht sage und schreibe 19.311 Bitcoins. Der Trend ist eindeutig – einmal mehr: Während der Ottonormalverbraucher zögert, schlagen die Großanleger zu – und sorgen damit für eine Verschiebung der Verhältnisse. So besitzen institutionelle Investoren inzwischen rund 38 Prozent der gesamten ETF-Bestände.

Viele dieser vermögenden Branchenteilnehmer denken nicht in Quartalen, sie denken in Jahren. Sie sehen bei Kursrückgängen von Verkäufen ab, nutzen sie vielmehr für günstige Akkumulation. Und das immer öfter, immer intensiver. Das zeigt eine neue Umfrage von Coinbase („Coinbase Institutional Investor Digital Assets Survey“), der größten US-Kryptobörse. Demnach planen 74 Prozent der befragten institutionellen Investoren, ihre Krypto-Positionen in den nächsten Monaten auszubauen. Die Umfrage – durchgeführt unter Entscheidungsträgern von Hedgefonds, Vermögensverwaltern und Pensionskassen – verdeutlicht einen langsamen, aber anhaltenden Stimmungswandel in der Finanzwelt.

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Von Jahr zu Jahr wächst die Anzahl institutioneller Anleger, die Kryptowährungen in ihren Portfolios halten. Im Fokus: neben Ethereum (ETH) hauptsächlich Bitcoin (BTC). Mehr als 80 Prozent der krypto-affinen Institutionen nennen BTC als Kernposition. Die Großen spülen also erhebliches Kapital in einen Markt, der jahrelang von Privatanlegern geprägt war. Das hat auch für die Kleinen Konsequenzen. Branchen-Riese Grayscale beispielsweise betont in einer Prognose für 2026: Die zunehmenden institutionellen Käufe stabilisieren den Markt – sie sorgen für eher ruhige, schrittweise Preisanstiege mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit für tiefe und anhaltende Rücksetzer. Das neue Allzeithoch (aktuell: 126.198 Dollar pro BTC) kann also kommen.

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