Fed interest rate decision today: US key interest rate in the Iran war – forecast for 2026

Die Ölkrise infolge des Irankriegs beschert auch die US-Bevölkerung höhere Preise. (Foto: Freepik, alexander85ru)

Washington – Der Irankrieg macht die Geldpolitik zur Quadratur des Kreises. Nur einer weiß, was zu tun ist: “Zinsen SOFORT senken”, forderte Donald Trump, als der Ölpreis über 100 US-Dollar kletterte. Die Fed mit ihrem scheidenden Präsidenten Jerome Powell hat ihn nicht erhört: Die US-Notenbank hat den Leitzins wie erwartet unverändert bei der Spanne von 350 bis 375 Basispunkten belassen.

“Die Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten bleibt hoch. Die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten auf die US-Wirtschaft sind ungewiss”, kommentiert die Federal Reserve den heutigen Zinsentscheid. Als einziges Mitglied des Offenmarktausschusses stimmte Stephen Miran für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte.

Die Fed hat auch ihre Wirtschaftsprognose erneuert: Im Punktdiagramm, in dem jedes Mitglied des Ausschusses seine Zinsprognose abgibt, liegen die Erwartungen für 2026 wie im Dezember bei einem Durchschnittszins von 3,4 Prozent (Median-Wert), was einer Zinssenkung um 22,5 Basispunkte entspräche. Zudem rechnen die Fed-Gouverneure 2026 mit 2,7 Prozent Inflation (PCE-Index, Dezember: 2,4 Prozent) und mit 2,4 Prozent Wirtschaftswachstum (Dezember: 2,3 Prozent).

Keine Zinsänderung im Januar – Kerninflation über 3 Prozent

In der 2. Hälfte 2025 hatten die Währungshüter die Zinsen dreimal um je 25 Basispunkte gesenkt. Im Januar legten sie eine Zinspause ein, bei 3,5 bis 3,75 Prozent. “Die Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten bleibt hoch“, hieß es zur Begründung. Politik der ruhigen Hand.

Auch ohne einen Ölpreisschock – die Inflationsraten in den USA bewegen sich deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der Fed. Angestiegen ist im Januar die von der Fed präferierte Kennziffer, die Kernrate des PCE-Index. Die Kernteuerung ohne Energie und Lebensmittel lag bei 3,1 Prozent.

Krise in Nahost erhöht Inflationsdruck – Arbeitsmarkt und BIP

Lieferengpässe bei Öl und Gas durch den Irankrieg, dazu noch die Trump-Zölle: All das verteuert das Angebot, erhöht den Inflationsdruck. Steigende Energiepreise wirken sich auf die ganze Wirtschaft aus, treiben Kosten für Transport und Lebensmittel hoch. Inflationsbekämpfung rückt in den Fokus.

Doch auch der US-Arbeitsmarkt schlingert, im Februar gingen überraschend 92.000 Jobs verloren. Nun hat die US-Regierung auch das Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2025 nach unten korrigiert, auf nur noch 0,7 Prozent. Die jetzt steigenden Energiekosten dürften das BIP weiter bremsen.

Die Fed in der Zwickmühle – Stimmen für sinkende Zinsen?

Der Irankrieg verschärft das Dilemma für die Zinspolitik der Federal Reserve: Kurbelt man die Konjunktur mit sinkenden Zinsen an, treibt das die Preise noch stärker hoch. Bekämpft man die Inflation mit steigenden Zinsen, wäre das Gift für die Konjunktur und die Arbeitslosenquote.

Trotz des Irankriegs dürften die Stimmen für Zinssenkungen im Offenmarktausschuss der Fed nicht komplett verstummen. Heute hat der Trump-nahe Fed-Gouverneur Stephen Miran dem Arbeitsmarkt den Vorzug gegeben und wie bei vergangenen Sitzungen abweichend für eine Zinssenkungen votiert.

Smartbroker Dashboard / Quelle: Smartbroker Presse

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Zahl der Zinssenkungen 2026 – Prognose des FedWatch Tools

Analysten sind sich uneinig, wie es 2026 mit den Zinsen weitergeht. Während etwa Goldman Sachs noch mit 2 Zinssenkungen im September und Dezember rechnet, geht JPMorgan davon aus, dass die Federal Reserve 2026 auf Zinssenkungen verzichtet und 2027 eine Zinserhöhungen möglich ist.

Die kurzfristige Fed-Prognose auf Basis der Handelsdaten des FedWatch Tools ist eindeutig: Die Chance, dass der Leitzins nach der Sitzung am 29. April bei 3,5 bis 3,75 Prozent unverändert bleibt, liegt bei 96,9 Prozent. (Stand: 18. März, 19.20 Uhr MEZ)

Senator Tillis blockiert Warsh – Ende der Strafverfolgung Powells?

Für Jerome Powell dürfte der heutige Zinsentscheid der vorletzte als Fed-Präsident sein, Mitte Mai endet seine Amtszeit. Unklar ist, ob er im Gouverneursrat der Fed bleibt. Zudem ist seine Nachfolge in der Schwebe, denn der Senator Thom Tillis blockiert die Bestätigung von Kevin Warsh als neuem Fed-Chef.

Der Republikaner Tillis will nur zustimmen, wenn die strafrechtliche Verfolgung von Powell wegen angeblicher Verfehlungen bei einem Bauvorhaben beendet wird. Ein US-Bundesrichter hat nun die Ermittlungen des Justizministeriums gestoppt. Die Trump-Administration will dagegen aber Berufung einlegen.

Aktualisiert nach Bekanntgabe der Zinsentscheidung am 18. März 2026 um 19.20 Uhr (MEZ)

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