Global X AgTech & Food Innovation ETF: Wenn der Traktor zum Computer wird

Der Global X AgTech & Food Innovation ETF profitiert maßgeblich vom Trend der Präzisionslandwirtschaft und Automatisierung. (KI-Bild: Magnific.com, vecstock)

Der Global X AgTech & Food Innovation ETF (ISIN IE000EBFYWX3) ist offensiv aufgestellt. Hier geht es nicht nur um klassische Agrarkonzerne, sondern um die technologische Aufrüstung des Ackers. Präzisionslandwirtschaft, Bewässerung, Landmaschinen, Saatgut und Dünger treffen auf Food-Tech und neue Formen der Lebensmittelproduktion.

Deere, Nutrien und Co.: Schwergewichte im ETF-Portfolio

Das klingt futuristisch, ist an der Börse aber längst angekommen. Deere ist mit rund 12 bis 13 Prozent eine der größten Positionen. Der Landmaschinenkonzern treibt GPS-gesteuerte Maschinen, automatisierte Lenksysteme und datenbasierte Bewirtschaftung voran. Ziel ist immer dasselbe: mehr Ertrag mit weniger Input.

 


Auch Düngerhersteller Nutrien kommt auf etwa 12 bis 13 Prozent. Damit besitzt der ETF einen kräftigen Hebel auf die Produktivität der Landwirtschaft – aber eben auch auf deren Zyklus.

Denn das Produkt ist kein gemütlicher Agrar-ETF. Die 4 größten Positionen Deere, Nutrien, Corteva und Kubota machen zusammen rund 45 bis 50 Prozent aus. Der maximale Drawdown seit Auflage lag bei mehr als 50 Prozent. Dazu kommt ein Fondsvolumen von gerade einmal rund 6 Millionen Euro bei der UCITS-Variante. Die Performance über ein Jahr lag bei rund 24 Prozent.

 

Das Urteil: Spannender Satellit für Anleger, die auf Digitalisierung und Automatisierung des Agrarsektors setzen wollen. Für den Kern eines Depots ist der ETF dagegen zu konzentriert und zu volatil.

 

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