Steuerabteilungen: Mitarbeiter werden nicht durch KI ersetzt. (Foto: Magnific.com, user25117217)
Berlin – Trotz des anhaltenden Siegeszuges von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Steuerabteilungen vieler Unternehmen will die Mehrheit von ihnen den Mitarbeiterstand in diesem Bereich halten. Das zeigen 2 neue Kurzumfragen der Wirtschaftsprüfer von KPMG. „Durch den KI-Einsatz lassen sich steuerliche Prozesse deutlich strukturierter und konsistenter bearbeiten. Informationen werden schneller verfügbar, Daten systematischer ausgewertet und Ergebnisse nachvollziehbarer aufbereitet. Das erhöht Effizienz und Qualität insbesondere in standardisierten und datenintensiven Prozessen,“ sagt KPMG -Partner Sascha Knoll.
In Hinblick auf die Personalentwicklung erwarten viele Firmen stabile Beschäftigtenzahlen in ihren Steuerabteilungen: Laut der Analyse rechnen 58 Prozent der Unternehmen im Inland mit konstanten Mitarbeiterzahlen, im Ausland sogar 72 Prozent. 71 Prozent setzen laut eigenen Angaben KI‑Tools heute schon ein, weitere 19 Prozent bereiten den Einsatz konkret vor.
KI für datenintensive Aufgaben
Sowohl unternehmensweite Standardlösungen (89 Prozent) als auch zunehmend spezialisierte Anwendungen für steuerliche Fragestellungen (29 Prozent) werden genutzt – von der Recherche und Aufbereitung steuerlicher Infos über die Analyse großer Datenmengen bis hin zur Unterstützung bei Dokumentation, Reporting und Compliance‑Prozessen. KI wird vor allem dort eingesetzt, wo Aufgaben stark regelbasiert, datenintensiv oder sehr zeitaufwendig sind.
66 Prozent der KI‑Nutzer berichten von spürbarer Zeitersparnis, 57 Prozent von grundsätzlich positiven Effekten auf ihre tägliche Arbeit. Auch für die kommenden Jahre rechnen 93 Prozent mit wachsender Automatisierung und Digitalisierung, 90 Prozent mit zunehmendem Einsatz von generativer KI. Die größten Hürden beim KI-Ausbau sind die IT (47 Prozent), Datenschutz (41 Prozent) sowie mangelnde Kenntnisse im Umgang mit KI‑Anwendungen (41 Prozent).
Der KI-Trend ist unumkehrbar: Bis 2030 werden rund 50 Prozent der Umsätze im Bereich industrieller Automatisierung auf KI-basierten Angeboten beruhen. Die Wertschöpfung verschiebt sich damit in Richtung Software, Daten und KI. Zu dem Fazit kommt die Studie „Industrial Automation: From Control to Intelligence“ der internationalen Unternehmensberatung Bain & Company, wie pressetext.com berichtete.
Source: www.pressetext.com
(pte021/07.05.2026/13:45)
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