Die cloudbasierte ServiceNow-Plattform fungiert als zentrale Steuerzentrale für IT und Customer Service in Großunternehmen. (Foto: Freepik)
ServiceNow ist eines der wenigen Enterprise-Software-Unternehmen, das echte Plattformdominanz mit einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte verbindet. Allein in den letzten 5 Jahren steigerte das US-Unternehmen den Umsatz um jährlich 24 Prozent. 95 Prozent der Umsätze sind wiederkehrend und 85 Prozent der Fortune 500 Unternehmen zählen zu den Kunden.
Die NOW-Plattform fungiert heute als Steuerzentrale für Arbeit, Automatisierung und Effizienz. Sie koordiniert zentrale Prozesse wie IT, HR, Customer Service, Security und Risk, zunehmend erweitert um agentische KI. In der Summe wirkt das Geschäftsmodell in Takt: jährliches Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich, 95 Prozent wiederkehrende Umsätze, steigende Cashflows und eine tiefe Verankerung in den Kernprozessen großer Unternehmen. Doch ausgerechnet die jüngsten Übernahmen, insbesondere der Armis-Deal, werfen Zweifel an der Kompetenz in Sachen M&A (Fusionen und Übernahmen) von ServiceNow auf.
Das Erfolgskonzept mit unternehmenskritischen Modulen
Die cloudbasierte ServiceNow-Plattform setzt auf ein modulares Prinzip: Kunden beginnen meist mit einem Kernmodul und erweitern ihre Nutzung schrittweise um weitere Bausteine. Jeder zusätzliche Baustein erhöht den Nutzen und die Bindung an die Plattform, was einen Anbieterwechsel zunehmend unwahrscheinlich macht. Die intensivere Nutzung führt zu größeren Vertragsabschlüssen und langfristigen Kundenbeziehungen. Mit steigendem Umsatz verbessern sich bei Softwareunternehmen typischerweise auch Margen und Profitabilität. Ein rentables Erfolgskonzept.
Die Relevanz der Plattform für große Unternehmen
ServiceNow steuert geschäftskritische Unternehmensprozesse wie etwa IT-Störungen, Sicherheitsvorfälle, Onboarding von Mitarbeitern, Kundenbeschwerden, Genehmigungsprozesse oder Auftragsverwaltung. Diese Workflows lassen sich nicht einfach abschalten oder ersetzen und sind für große Unternehmen komplex miteinander zu verbinden und zentral zu steuern.
Hier wirkt ServiceNow. Die Plattform schafft eine Verbindung und Bündelung unterschiedlicher Datenquellen und Abteilungen und übernimmt die zentrale Steuerung. Die Relevanz der Plattform lässt sich an einer Kundenbindungsrate von 98 Prozent erkennen. Neben der Kundentreue, ergibt sich auch eine steigende Nachfrage nach weiteren Modulen. Die Nettokundenbindungsrate liegt daher bei 120 Prozent. Die Module werden stetig ausgebaut, um den wachsenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden.
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Armis-Deal: Chancen und Risken
Die Übernahme von Armis für 7,75 Milliarden US-Dollar wurde kritisch betrachtet, da der Deal mit dem 25-fachen der wiederkehrenden Umsätze als teuer gilt und der Mehrwert sowie das Upsell-Potenzial als gering angesehen werden. Die Zweifel sind berechtigt, insbesondere wenn man die Übernahmestrategie von CEO Bill McDermott betrachtet, dessen Akquisitionen in seiner Zeit als SAP-Chef häufig kostspielig und wenig wertvoll waren. Doch abseits des Kaufpreises ergibt ein differenzierte Betrachtung des Armis-Deals Sinn.
Armis ist eine agentenlose Sicherheitsplattform, die eine Vielzahl von Geräten (OT-Umgebungen) überwacht und schützt. Dazu zählen Sensoren, Roboter, IoT-Geräte, Drucker, Kameras und medizinische Geräte, die kritische Geschäftsprozesse steuern. Armis erkennt neue Geräte automatisch, sorgt für vollständige Sichtbarkeit und analysiert das Verhalten auf potenzielle Gefahren. ServiceNow übernimmt dabei die Verwaltung und Automatisierung, sodass bei Auffälligkeiten automatisch Tickets erstellt werden können. Armis macht OT-Assets sichtbar und bewertet diese, während ServiceNow die Umsetzung von Wartungen und Störungsmeldungen steuert.
Wichtig ist dabei, dass ServiceNow durch die Übernahme kein klassischer Security-Anbieter wird, sondern Sicherheitsinformationen direkt in die eigenen Abläufe integriert. Vielen ist auch nicht bekannt, dass Armis und ServiceNow bereits langfristige Partner sind. Die Nachfrage von Kunden aus Industrie, Energie, Medizin und IoT-lastigen Umgebungen ist erheblich. Für diese Branchen bedeutet das weniger ungeplante Ausfälle, höhere Compliance, schnellere Reaktion auf Sicherheitsrisiken und eine deutlich bessere Kontrolle über hochkomplexe, bisher kaum sichtbare Infrastrukturen. Die Übernahme skaliert damit eine bereits bewährte Partnerschaft.
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Finanzielle Qualität und teure Übernahmen
ServiceNow zeichnet sich durch stabile und wiederkehrende Umsätze und zweistellige Wachstumsraten aus. Der freie Cashflow nach Abzug der aktienbasierten Vergütungen wurde binnen 8 Jahren von 48 Million US-Dollar auf über 2 Milliarden US-Dollar gesteigert, die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) beträgt 68 Prozent. Die Margen sind weiterhin auf Expansionsmodus (Bruttomarge 79,2 Prozent, EBIT-Marge 14,4 Prozent) und die Bilanz bietet finanziellen Spielraum für Investitionen.
Anleger befürchten jedoch, dass die jüngste geplante Übernahme von Armis eine Fehlinvestition sein könnte. Aus diesem Grund notiert ServiceNow nun mit einem Bewertungsabschlag zu historischen Werten. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 10 wird ein Abschlag zum historischen 12er-Median erreicht, während die Cashflow-Rendite auf 3 Prozent gestiegen ist. ServiceNow ist keinesfalls günstig, aber der aktuelle Abschlag signalisiert das Misstrauen in die künftige Exzellenz des Unternehmens, obwohl fundamental weiter alles auf Schiene läuft.
Disclaimer:
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