Siemens Energy Quartalszahlen: US-Strategie auf dem Prüfstand – Prognose und Überblick

Siemens Energy: Der weltweite Energiebedarf wächst, die Windkraftsparte erholt sich. (Foto: Magnific.com, berlionemore_contributor)

München – Nach der Rekordjagd verlangt die Börse nun harte Fakten. Siemens Energy hat massiv vom globalen Ausbau der Stromnetze und dem Energiehunger der KI-Rechenzentren profitiert. Doch die anstehenden Zahlen müssen beweisen, ob der Dax-Konzern alle Erwartungen erfüllen kann.

An der Börse zeigte der Konzern bis April dieses Jahres eine beeindruckende Entwicklung, stieg von knapp 12 Euro Anfang 2024 auf das Allzeithoch bei 191,66 Euro im April. Danach hat sich der Wind gedreht, der Kurs fiel. Nach erneuten Zuwächsen von mehr als 12 Prozent in den letzten 5 Tagen notiert das Papier heute bei rund 152 Euro (15.45 Uhr MESZ).

Prognose: Rekordwerte im 2. Quartal beflügeln den Ausblick

In the 2. Quartal 2026 hat Siemens Energy einen Umsatz von 10,29 Milliarden Euro erzielt – währungsbereinigt 8,9 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Gewinn nach Steuern sprang auf 835 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,89 Euro, und der Auftragseingang erreichte ein Allzeithoch von 17,7 Milliarden Euro.

Angesichts der Dynamik hat das Management die Ziele für 2026 angehoben. Siemens Energy erwartet nun ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 14 und 16 Prozent. Die Ergebnis-Marge vor Sondereffekten soll 10 bis 12 Prozent betragen. Für den Gewinn nach Steuern peilt der Konzern rund 4 Milliarden Euro an, der Free Cashflow vor Steuern soll rund 8 Milliarden Euro erreichen.

“Das Marktumfeld, in dem wir uns bewegen, bleibt trotz geopolitischer Unsicherheiten sehr positiv”, sagte Vorstandschef Christian Bruch beim letzten Quartalsbericht. Die Zahlen des 1. Halbjahres zeigten die Resilienz von Siemens Energy und die Fähigkeit, Projekte erfolgreich umzusetzen.

US-Markt und KI-Rechenzentren als Wachstumsmotoren

2 Hauptfaktoren befeuern derzeit das Wachstum: Der rasante Ausbau der internationalen Stromnetze und der immense Energiebedarf durch neue Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Besonders die Sparte Grid Technologies erweist sich als hochergiebig, da Transformatoren und Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungen strukturell unterversorgt sind. Gleichzeitig profitiert das Gasturbinen-Geschäft von robusten Investitionen in die amerikanische Stromerzeugung.

Strategisch positioniert sich der Konzern zunehmend jenseits des Atlantiks. Die Grundsteinlegung für ein Schaltanlagenwerk in Mississippi unterstreicht die US-Ambitionen. Siemens Energy ist seit Ende Juli über ein Listing light (ADR-Programm, OTCQX) in den USA handelbar; ein vollständiges Börsenlisting wird als nächster Schritt diskutiert. Ein weiterer strategischer Baustein ist die anstehende Umfirmierung in “Omterra” als eigenständige, international anschlussfähige Marke.

 


Zugleich macht die Sorgenkind-Tochter Siemens Gamesa Fortschritte in Richtung Gewinnschwelle, gestützt durch sinkende Reparaturkosten und die Auslieferung der neuen Windkraftplattform.

Die starke Position im Netzgeschäft bietet Chancen für positive Gewinnüberraschungen. Der jüngste Auftrag für eine Konverterplattform in der Nordsee festigt die Marktposition von Siemens Energy zusätzlich. Allerdings warnen Analysten vor einer Normalisierung des zyklischen Auftragseingangs ab 2027. Zudem setzt billige Konkurrenz aus China die europäischen Windkraft-Margen unter Druck.

comdirect-logo

Advertisement

Buy ETFs & stocks easily. The test winner.

Germany's best online depot.

Gewinn und Umsatz: Prognose der Analysten

Der Gewinn pro Aktie soll nach der mittleren Schätzung von 6 Analysten auf finanzen.net im 3. Quartal von April 2026 bis Juni 2026 bei rund 1,17 Euro liegen. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorquartal, für das Siemens Energy rund 0,89 Euro meldete. Rund 0,71 Euro betrug der Gewinn pro Aktie im Vorjahresquartal von April 2025 bis Juni 2025.

Starkes Wachstum verheißen die Umsatzprognosen – rund 11,20 Milliarden Euro schätzen die Analysten im Mittel für das 3. Quartal. Das ist mehr als im Vorjahresquartal (rund 9,75 Milliarden Euro) und im 2. Quartal 2026 (rund 10,29 Milliarden). Das Geschäftsjahr endet am 30. September.

 

Disclaimer:
Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt und vor Veröffentlichung durch die Redaktion geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Der Text stellt keine Handelsempfehlung oder Anlageberatung dar.

The contribution Siemens Energy Quartalszahlen: US-Strategie auf dem Prüfstand – Prognose und Überblick appeared first ftd.de.