{"id":142819,"date":"2026-08-18T03:02:44","date_gmt":"2026-08-18T01:02:44","guid":{"rendered":"https:\/\/news.abusizz.ch\/iran-sanktionen-us-geiselhaft-fuer-die-weltwirtschaft-der-hellmeyer-der-woche-kw34\/"},"modified":"2026-08-18T03:02:44","modified_gmt":"2026-08-18T01:02:44","slug":"iran-sanktionen-us-geiselhaft-fuer-die-weltwirtschaft-der-hellmeyer-der-woche-kw34","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.abusizz.ch\/en\/iran-sanktionen-us-geiselhaft-fuer-die-weltwirtschaft-der-hellmeyer-der-woche-kw34\/","title":{"rendered":"Iran-Sanktionen \u2013 US-Geiselhaft f\u00fcr die Weltwirtschaft! Der Hellmeyer der Woche KW34"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"iframe-youtube-container\"><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die weiter zunehmenden Spannungen im Iran-Konflikt sowie im Ukraine-Krieg belasten die globale Wirtschaftslage. Wenn die Trump-Regierung die angedrohten beispiellosen Sanktionen gegen den Iran realisiert, trifft das die gesamte Weltwirtschaft. Parallel dazu wachsen die systemischen Risiken an den Rentenm\u00e4rkten, die von den B\u00f6rsen bislang kaum beachtet werden. Anleger blicken in dieser Woche unter anderem gespannt auf den ZEW-Index f\u00fcr Deutschland, neue Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr die f\u00fchrenden Wirtschaftsnationen und die Industrieproduktion in den USA.<\/p>\n<h3>Geopolitik und B\u00f6rse: Versch\u00e4rfte Lage im Iran und in der Ukraine<\/h3>\n<p>Die geopolitische Lage spitzt sich drastisch zu. Sowohl im Nahen Osten als auch im Ukraine-Konflikt nehmen die Spannungen sp\u00fcrbar zu. Aussagen \u00fcber eine strikte US-Kontrolle der Stra\u00dfe von Hormus sowie angek\u00fcndigte US-Sanktionen gegen den Iran bergen erhebliche Gefahren f\u00fcr die weltweite Energieversorgung. Solche Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnten die gesamte Wirtschaft in Geiselhaft nehmen, was an den M\u00e4rkten derzeit noch nicht eingepreist ist.<\/p>\n<p>Auch in Osteuropa setzt sich die geografische Ausweitung der Auseinandersetzung fort. Neue Sanktionspakete der Europ\u00e4ischen Union und eine harte Rhetorik der beteiligten Parteien erh\u00f6hen das Risiko einer weiteren Eskalation. Diese geopolitischen Entwicklungen stellen eine ernsthafte Belastung f\u00fcr die europ\u00e4ische Wirtschaft dar und bergen erhebliche Unsicherheiten f\u00fcr Anleger.<\/p>\n<h3>Rentenm\u00e4rkte unter Druck: Systemische Risiken im Fokus<\/h3>\n<p>An den Anleihem\u00e4rkten bahnt sich eine kritische Entwicklung an. In Japan stieg die Rendite f\u00fcr 10-j\u00e4hrige Staatsanleihen auf 2,93 Prozent, was den h\u00f6chsten Stand seit 1996 markiert. Diese Entwicklung ist jedoch nicht mit historischen Phasen vergleichbar. Das Recycling von Finanzmitteln aus dem globalen S\u00fcden in den Westen ist gest\u00f6rt, da diese L\u00e4nder ihr Kapital verst\u00e4rkt f\u00fcr den eigenen Infrastrukturbau ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich erzeugt die vierte industrielle Revolution mit Schwerpunkten auf k\u00fcnstlicher Intelligenz und Robotik einen enormen Finanzierungsbedarf. Das staatliche Finanzierungspotenzial steht somit in direkter Konkurrenz zu den Investitionen der Privatwirtschaft und des globalen S\u00fcdens. Angesichts historisch hoher Staatsverschuldungen in L\u00e4ndern wie den USA, Gro\u00dfbritannien oder Frankreich entsteht hier ein systemisches Risiko f\u00fcr die Staatsfinanzierung.<\/p>\n<h3>Finanzm\u00e4rkte zeigen Resilienz trotz hoher Bewertung<\/h3>\n<p>Trotz der geopolitischen und rentenseitigen Gefahren pr\u00e4sentieren sich die Aktienm\u00e4rkte \u00fcberraschend widerstandsf\u00e4hig. Der DAX und der Euro Stoxx bewegen sich weiterhin im Umfeld historischer H\u00f6chstst\u00e4nde. Diese Stabilit\u00e4t l\u00e4sst sich vor allem auf hohe Absicherungsstandards institutioneller Investoren zur\u00fcckf\u00fchren, die gr\u00f6\u00dfere Korrekturen an der B\u00f6rse bislang verhindern.<\/p>\n<p>Auf den Edelmetallm\u00e4rkten zeichnet sich nach einer massiven Korrektur eine Bodenbildung ab. Diese Entwicklung k\u00f6nnte die Basis f\u00fcr den n\u00e4chsten Aufw\u00e4rtsimpuls bilden. Bitcoin zeigt hingegen im Vergleich zu den Edelmetallen aktuell eine schw\u00e4chere Dynamik.<\/p>\n<h3>Gemischte Konjunkturdaten aus den USA, der Eurozone und China<\/h3>\n<p>Die Makro\u00f6konomie der vergangenen Woche zeichnet ein uneinheitliches Bild der globalen Wirtschaft. In den USA brach das Verbrauchervertrauen der Universit\u00e4t Michigan \u00fcberraschend von 55,2 auf 51,0 Punkte ein. Der NFIB-Mittelstandsindex stieg hingegen von 97,4 auf 99,8 Punkte. Entt\u00e4uschend fielen die US-Einzelhandelsums\u00e4tze mit einem R\u00fcckgang von 0,6 Prozent im Monatsvergleich aus. Zudem belastet ein US-Haushaltsdefizit von 432 Milliarden US-Dollar im Juli die Staatsfinanzen.<\/p>\n<p>Die Eurozone verzeichnete im 2. Quartal ein Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent im Quartalsvergleich und bleibt damit hinter anderen Regionen zur\u00fcck. Positiv sticht jedoch ein Besch\u00e4ftigungsrekord von \u00fcber 176 Millionen Erwerbst\u00e4tigen hervor. Die Handelsbilanz verbesserte sich zwar auf plus 1,8 Milliarden Euro, verdeutlicht jedoch strukturelle Einbu\u00dfen bei der Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Aus China kamen entt\u00e4uschende Daten: Die Industrieproduktion wuchs im Juli nur um 4,5 Prozent im Jahresvergleich, und auch der Einzelhandel blieb mit plus 0,6 Prozent hinter den Erwartungen.<\/p>\n<h3>Ausblick: ZEW-Index, Verbraucherpreise und Einkaufsmanagerindizes<\/h3>\n<p>In der laufenden Woche stehen wichtige Konjunkturtermine auf der Agenda der Finanzm\u00e4rkte. Am Dienstag werden die ZEW-Konjunkturerwartungen ver\u00f6ffentlicht, wobei Analysten in ihrer Prognose von einem Anstieg des Sentiment-Index von 26,3 auf 30,0 Punkte ausgehen. Zeitgleich werden in den USA Daten zur Industrieproduktion erwartet, f\u00fcr die ein leichtes Plus von 0,3 Prozent im Monatsvergleich prognostiziert wird.<\/p>\n<p>Am Mittwoch folgt die finale Berechnung der Verbraucherpreise f\u00fcr die Eurozone, die bei 2,9 Prozent erwartet wird. Der Donnerstag bringt den Philadelphia-Fed-Index, der nach einem extrem hohen Vorwert von 41,4 Punkten auf 25,0 Punkte fallen d\u00fcrfte. Am Freitag r\u00fccken schlie\u00dflich die Erstsch\u00e4tzungen der Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr Deutschland, die Eurozone und die USA sowie das Verbrauchervertrauen der Eurozone in den Blickpunkt.<\/p>\n<div class=\"infobox\">\n<p><strong>The Hellmeyer of the Week: Key Takeaways at a Glance<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Geopolitische Risiken<\/strong>: Versch\u00e4rfung der Konflikte im Iran und in der Ukraine bedroht die weltweite Energieversorgung und bremst die Wirtschaft.<\/li>\n<li><strong>Gefahren am Anleihemarkt<\/strong>: Steigende Renditen und hohe Staatsverschuldungen bilden ein unbeachtetes systemisches Risiko f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte.<\/li>\n<li><strong>Resiliente Aktienm\u00e4rkte<\/strong>: Hohe Absicherungsquoten professioneller Anleger st\u00fctzen B\u00f6rsenkurse wie den DAX nahe Allzeithochs.<\/li>\n<li><strong>Edelmetalle vor Erholung<\/strong>: Nach Kursr\u00fcckg\u00e4ngen auf rund 55 US-Dollar bei Silber und unter 4.000 US-Dollar bei Gold zeigt sich eine Erholung und Bodenbildung.<\/li>\n<li><strong>Schwache Dynamik in China<\/strong>: Industrieproduktion und Einzelhandel verfehlen Prognosen und d\u00e4mpfen globale Konjunkturaussichten.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<h3>Fazit: Was Anleger jetzt beachten m\u00fcssen<\/h3>\n<p>Die makro\u00f6konomischen Rahmendaten bieten zwar kurzfristig eine solide Basis f\u00fcr stabile M\u00e4rkte, doch die im Hintergrund schwelenden Risiken d\u00fcrfen keinesfalls ignoriert werden. Insbesondere die Kombination aus geopolitischer Eskalation und steigenden Renditen an den Rentenm\u00e4rkten birgt erhebliches St\u00f6rungspotenzial f\u00fcr die B\u00f6rse.<\/p>\n<p>Anleger sollten in den kommenden Wochen weniger auf die verlockenden H\u00f6chstst\u00e4nde am Aktienmarkt schauen, sondern die Entwicklungen bei geopolitischen Konflikten, den Staatsanleihen und den Rohstoffpreisen genau beobachten.<\/p>\n<p>The economic overview with current assessment short and concise \u2013 only here at <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/der-hellmeyer-der-woche\/\">Hellmeyer of the Week<\/a>.<\/p>\n<p class=\"p1\">Would you like to start every week with Folker Hellmeyer? Simply subscribe to the ftd.de newsletter <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/newsletter-anmeldung\">WEEKLY NEWS<\/a> subscribe!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"font-size: 12px;\">Disclaimer:<br \/>\nThis article is based exclusively on the transcript of the broadcast \"Hellmeyer der Woche\", calendar week 18. The content is for journalistic information and does not constitute investment advice.<\/p>\n<p>The contribution <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/videos\/iran-sanktionen-us-geiselhaft-fuer-die-weltwirtschaft-der-hellmeyer-der-woche-kw34\/\">Iran-Sanktionen \u2013 US-Geiselhaft f\u00fcr die Weltwirtschaft! Der Hellmeyer der Woche KW34<\/a> appeared first <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/\">ftd.de<\/a>.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Die weiter zunehmenden Spannungen im Iran-Konflikt sowie im Ukraine-Krieg belasten die globale Wirtschaftslage. Wenn die Trump-Regierung die angedrohten beispiellosen Sanktionen gegen den Iran realisiert, trifft das die gesamte Weltwirtschaft. Parallel dazu wachsen die systemischen Risiken an den Rentenm\u00e4rkten, die von den B\u00f6rsen bislang kaum beachtet werden. 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