Nvidia Quartalszahlen heute: Platzt der Knoten bei den China-Chips? Prognose und Überblick

Werden die chinesischen Konzerne bestellen? (Foto: Magnific.com, pablographix)

Santa Clara – Der Markt blickt aktuell auf die Freigabe des H200-Chips für China – aber ist das wirklich ein großes Geschäft für Nvidia? Ob der Vorreiter der künstlichen Intelligenz abermals historische Zahlen liefern kann oder ein Abflauen des Hardware-Booms sichtbar wird, zeigt sich heute Abend.

Die Nvidia-Aktie notierte gestern zum Börsenschluss bei etwas über 220 US-Dollar. Am 14. Mai erreichte der Kurs ein Allzeithoch bei rund 236 US-Dollar. Die Volatilität ist vor der Quartals-Veröffentlichung traditionell hoch. Binnen Jahresfrist legten die Anteile des Chip-Giganten mehr als 66 Prozent zu.

Ergebnis im Vorquartal – Prognose des Unternehmens

Einen Rekordumsatz erzielte Nvidia im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2026: 68,1 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf der Konzern die Schätzungen. Die Sparte Rechenzentren steuerte 62,3 Milliarden US-Dollar bei. Der Gewinn belief sich auf 1,76 US-Dollar pro Aktie (nach GAAP).

Für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2027 rechnet das Management mit einem Umsatzzuwachs auf 78 Milliarden US-Dollar plus/minus 2 Prozent. Die Bruttomarge (GAAP) soll leicht von 75 auf 74,9 Prozent sinken. Im Kalenderjahr 2026 peilt Nvidia einen Umsatz über 300 Milliarden US-Dollar an.

CEO-Vision und Chancen im Chinageschäft

„Die Nachfrage nach Rechenleistung wächst exponentiell – der Wendepunkt für agentenbasierte künstliche Intelligenz ist erreicht“, betonte Konzernchef Jensen Huang im Februar 2026. Die Nutzung von Agenten nehme rasant zu, ebenso die Investitionsbereitschaft der Großkunden.

Im Fokus steht einmal mehr die Geopolitik. Berichte über US-Exportfreigaben für China bestimmten im Vorfeld die Debatte. Die US-Regierung hat 10 chinesischen Konzernen den Kauf des H200-Chips erlaubt. Allerdings: Bislang haben die Firmen, darunter Alibaba und Tencent, noch nichts geordert.

Wettbewerbsvorteile und Marktrisiken

Morningstar.com attestiert Nvidia einen Wettbewerbsvorteil. Das Software-System um Cuda und die Hardware bleiben das Maß der Dinge, die Wechselkosten für Kunden sind hoch. Nvidia bleibt nicht bei GPUs stehen, sondern dringt auch in Netzwerktechnik, Software und Dienstleistungen vor.

Trotzdem: Das Überraschungspotenzial bleibt groß. Die Aussicht auf ein China-Geschäft beflügelt zwar die Fantasie. Die Nachfrage nach der Blackwell-Generation stützt das Wachstum. Zu den Risiken zählen politische Spannungen, Rückgang der KI-Ausgaben und die starke Abhängigkeit von Big Tech.

 


Prognosen für Gewinn und Umsatz

Der Gewinn pro Aktie soll nach Schätzungen von Analysten auf finanzen.net im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2027 bei rund 1,75 US-Dollar liegen. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorquartal. Damals meldete Nvidia 1,76 US-Dollar. Rund 0,76 US-Dollar betrug der Gewinn pro Aktie im Vorjahresquartal.

Umsatzprognosen verheißen Wachstum. Analysten schätzen den Umsatz im Mittel auf 78,9 Milliarden US-Dollar für das 1. Quartal. Das ist mehr als im Vorjahresquartal mit 44,1 Milliarden US-Dollar und als im 4. Quartal mit 68,1 Milliarden US-Dollar. Das Geschäftsjahr endet am 31. Januar.

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