Flexible Multi-Asset-Fonds streuen das Kapital über verschiedene Anlageklassen und reduzieren dadurch die Anfälligkeit des Portfolios bei Marktrückschlägen. (Bild: Mgnific AI)
Die Euphorie an den Börsen erreicht Extreme. Professionelle Investoren sind so optimistisch wie seit Jahren nicht mehr, während Aktien von Rekord zu Rekord eilen. Warum Anleger jetzt nicht in Panik geraten sollten, eine robustere Portfoliostruktur aber sinnvoll sein könnte – und welche zwei Multi-Asset-Fonds dafür infrage kommen.
Die Börsen feiern derzeit ein Comeback, das selbst erfahrene Marktbeobachter überrascht. Der S&P 500 notiert auf Rekordniveau, KI-Aktien treiben die Indizes von einem Höchststand zum nächsten und die Konjunktursorgen scheinen nahezu verschwunden. Auch unter professionellen Investoren herrscht Zuversicht wie lange nicht mehr. Doch genau darin liegt das Risiko. Denn an der Börse entstehen die größten Gefahren selten in Phasen der Angst, sondern dann, wenn kaum noch jemand Risiken wahrnimmt.
Die aktuelle Fondsmanager-Umfrage der Bank of America liefert dafür gleich mehrere Warnsignale. Hohe Bewertungen, extrem optimistische Positionierungen und eine fast schon sorglose Marktstimmung sprechen dafür, dass Anleger ihr Portfolio jetzt nicht überstürzt umschichten, wohl aber widerstandsfähiger für mögliche Rückschläge aufstellen sollten.
Die Stimmung ist so gut wie seit Jahren nicht mehr
Die aktuelle Global Fund Manager Survey der Bank of America zeigt einen bemerkenswerten Stimmungsumschwung. Für die Umfrage wurden 210 institutionelle Fondsmanager mit einem verwalteten Vermögen von 555 Milliarden US-Dollar befragt. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: 54 Prozent der Teilnehmer rechnen in den kommenden zwölf Monaten überhaupt nicht mehr mit einer Rezession. Weitere 39 Prozent erwarten eine weiche Landung der Weltwirtschaft. Lediglich zwei Prozent befürchten noch einen harten wirtschaftlichen Abschwung.
Der Optimismus zeigt sich auch in den Portfolios. Die Fondsmanager haben ihre Übergewichtung amerikanischer Aktien auf den höchsten Stand seit Ende 2024 erhöht. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Cashquote auf nur noch 3,6 Prozent gefallen – ein Niveau, das die Strategen der Bank of America historisch als klassisches Verkaufssignal einstufen. Denn wenn nahezu alle Anleger bereits investiert sind, fehlt häufig das frische Kapital, um die Kurse weiter anzutreiben.
Der Bull-&-Bear-Indikator schlägt Alarm
Noch deutlicher fällt das Warnsignal beim viel beachteten Bull & Bear Indicator der Bank of America aus. Der Indikator stieg zuletzt auf 9,4 Punkte und bewegt sich damit tief im Bereich extremer Gier. Historisch folgten auf ähnlich hohe Werte häufig schwache Aktienmärkte in den darauffolgenden Monaten.
Natürlich bedeutet das nicht zwangsläufig, dass unmittelbar ein Crash bevorsteht. Doch die Erfahrung zeigt: Je größer der Optimismus, desto anfälliger werden die Märkte für negative Überraschungen.
KI bleibt der große Hoffnungsträger – und das größte Risiko
Der Motor der aktuellen Börsenrallye heißt weiterhin Künstliche Intelligenz. Rund 82 Prozent der Fondsmanager bezeichnen Long-Positionen in globalen Halbleiteraktien inzwischen als den am stärksten überlaufenen Trade weltweit – ein Rekordwert in der Geschichte der Umfrage. Gleichzeitig sehen 45 Prozent der Befragten eine mögliche KI-Blase inzwischen als größtes Risiko für die Finanzmärkte. Dennoch glauben fast die Hälfte der Investoren, dass die Bewertungen noch nicht übertrieben seien. Diese Mischung aus Euphorie und gleichzeitigem Bewusstsein für die Risiken erinnert an frühere Börsenzyklen. Anleger erkennen zwar die hohen Bewertungen, hoffen aber darauf, dass die Rallye noch lange weitergeht.
Publicité
ETFs & Aktien einfach kaufen. Avec le gagnant du test.
Deutschlands bestes Online-Depot.
-
+240 kostenlose ETF-Sparpläne -
3,90€ Ordergebühren pro Kauf -
Réglementé par BaFin
3 Warnsignale sprechen für mehr Vorsicht
Die optimistische Stimmung ist allerdings nicht der einzige Grund, das eigene Depot kritisch zu hinterfragen.
- Die Bewertungen sind historisch hoch: Das zyklisch bereinigte Shiller-KGV für den amerikanischen Aktienmarkt liegt inzwischen bei rund 40 Punkten. Seit mehr als 140 Jahren wurde dieser Wert nur während der Dotcom-Blase übertroffen. Historische Auswertungen zeigen einen klaren Zusammenhang: Je höher die Bewertungen zu Beginn eines Jahrzehnts waren, desto geringer fielen anschließend die langfristigen Renditen aus.
- Anleger investieren zunehmend auf Kredit: Auch die sogenannte Margin Debt – also kreditfinanzierte Aktienkäufe – bewegt sich mittlerweile auf einem Niveau, das zuletzt unmittelbar vor dem Platzen der Internetblase und vor der Finanzkrise erreicht wurde. Solange die Kurse steigen, spielt das kaum eine Rolle. Dreht die Stimmung jedoch, können kreditfinanzierte Positionen die Abwärtsbewegung zusätzlich beschleunigen.
- Schlechte Nachrichten sind kaum noch eingepreist: Die Mehrheit der Fondsmanager rechnet weder mit steigender Inflation noch mit weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank. Gleichzeitig werden defensive Branchen wie Basiskonsumgüter so stark gemieden wie seit über 10 Jahren nicht mehr. Gerade wenn nahezu alle Anleger dieselbe Erwartung haben, reichen oft schon kleinere Enttäuschungen aus, um heftige Kursbewegungen auszulösen.
Ist das schon eine Blase?
Ganz so einfach lässt sich diese Frage nicht beantworten. Anders als zur Jahrtausendwende erzielen die heutigen Börsenstars enorme Gewinne und freie Cashflows. Unternehmen wie Nvidia, Microsoft oder Alphabet wachsen nicht nur stark, sondern verdienen bereits heute Milliarden. Das unterscheidet die aktuelle Hausse grundlegend von der Dotcom-Blase.
Trotzdem gilt auch diesmal: Selbst hervorragende Unternehmen können schlechte Investments sein, wenn Anleger bereit sind, nahezu jeden Preis zu bezahlen. Die Risiken liegen deshalb weniger in den Unternehmen selbst als vielmehr in den inzwischen sehr ambitionierten Bewertungen. Gerade in einer solchen Marktphase kann es sinnvoll sein, das Depot breiter aufzustellen und neben Aktien auch flexible Multi-Asset-Lösungen einzusetzen.
Amundi Funds Income Opportunities: Breit gestreute Erträge statt Wetten auf einzelne Märkte
Le Amundi Funds Income Opportunities (ISIN: LU1894680757) gehört zu den flexibelsten Multi-Asset-Fonds seiner Kategorie. Sein Ziel ist nicht die maximale Aktienrendite, sondern ein möglichst stetiger Ertragsstrom bei gleichzeitig kontrolliertem Risiko. Dafür investiert das Fondsmanagement weltweit in nahezu alle wichtigen Anlageklassen – von Dividendenaktien über Staats- und Unternehmensanleihen bis hin zu Hochzinsanleihen, Wandelanleihen, Asset-Backed Securities oder CoCo-Bonds. Je nach Marktumfeld kann die Gewichtung der einzelnen Bausteine deutlich verändert werden. Genau diese Freiheit macht den Fonds in volatilen Börsenphasen besonders interessant.
Verantwortlich für die Strategie ist das erfahrene Multi-Asset-Team um Marco Pirondini, Chief Investment Officer von Amundi US. Gemeinsam mit Howard Weiss und Fergal Jackson verfolgt das Management einen opportunistischen Investmentansatz und sucht weltweit nach den attraktivsten Ertragsquellen. Mit einem Fondsvermögen von 4,34 Milliarden Euro gehört der Fonds zu den größten und etabliertesten Produkten seines Segments. Das hohe Anlagevolumen spricht für das Vertrauen institutioneller und privater Investoren gleichermaßen.
var scriptTV = document.querySelector("#tvChartLoader"); scriptTV.addEventListener("load", function() { var chartid = "6a5dab81eb83d";
var companyName = "Amundi Funds - Income Opportunities A2 EUR (C)"; if(companyName.length <=0){ companyName = "LU1894680757 - EUFUND"; } var code = "LU1894680757"; var exchange = "EUFUND"; var currency ="EUR"; var kursData = null; var kursDataDate = null; var chartHeight = ""; var chartWidth = "250" var hidetitle = "false" var hidelegend = "false" let apiToken = "za1j116n2273ab1vxukuh6" chartWidth = document.querySelector(`[data-chartid="${chartid}"]`).offsetWidth var chartData = []; var timeframe = getTimeframe("1Y"); var filter = "adjusted_close"; httpGetAsync("https://api.leeway.tech/api/v1/public/historicalquotes/"+encodeURIComponent(code+"."+exchange)+"?apitoken="+apiToken+"&filter="+filter+"&from="+timeframe.from+"&to="+timeframe.to, function (res) { let newData = null; chartData = newData = JSON.parse(res) // chartData = chartData.map(el=>{return{value:el.value, time:el.time, timestamp:new Date(el.time.year, el.time.month-1, el.time.day).getTime()}}) kursData = chartData[chartData.length-1].value let options = { weekday: "short", year: "numeric", month: "numeric", day: "numeric" }; kursDataDate = chartData[chartData.length-1].time let kursDate = new Date(kursDataDate.split("-")[0], Number(kursDataDate.split("-")[1])-1, kursDataDate.split("-")[2]).toLocaleDateString("de-DE", options)
renderTV(kursData,chartData,companyName,currency, Number(chartHeight), Number(chartWidth), code, exchange, kursDate, hidetitle, hidelegend, chartid) }); });
Auch die Bilanz überzeugt. Seit Jahresbeginn erzielte der Fonds ein Plus von 7,89 Prozent und entwickelte sich damit besser als der Durchschnitt vergleichbarer Multi-Asset-Fonds. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt die Wertentwicklung 13,16 Prozent. Besonders stark fällt die langfristige Entwicklung aus: Über 3 Jahre gewann der Fonds 35,35 Prozent, über 5 Jahre sogar 48,71 Prozent. Damit ließ er seine Vergleichsgruppe, die im gleichen Zeitraum lediglich auf 28,29 beziehungsweise 21,07 Prozent kam, deutlich hinter sich.
Fazit: Der Amundi Funds Income Opportunities eignet sich für Anleger, die auch in schwierigeren Börsenphasen auf regelmäßige Erträge setzen möchten, ohne sich auf eine einzige Anlageklasse zu verlassen. Die hohe Flexibilität des Managements ist seine größte Stärke – auch wenn der Fonds dafür etwas höhere Gebühren verlangt.
T. Rowe Price Global Allocation Fund: Der Geheimtipp unter den globalen Mischfonds
Während viele Anleger bei Multi-Asset-Fonds zunächst an die großen Namen denken, führt der T. Rowe Price Global Allocation Fund (ISIN: LU1417861645) hierzulande eher ein Schattendasein. Mit einem Fondsvolumen von lediglich 65,4 Millionen US-Dollar gehört er zu den kleineren Vertretern seiner Kategorie. Genau darin könnte jedoch ein Vorteil liegen: Kleinere Fonds lassen sich häufig schneller und flexibler an veränderte Marktbedingungen anpassen als milliardenschwere Wettbewerber.
Der Fonds investiert weltweit in Aktien, Staats- und Unternehmensanleihen, Geldmarktanlagen sowie weitere Diversifikationsbausteine. Anders als klassische Mischfonds folgt er dabei keiner starren Aktienquote. Das Management kann Regionen, Branchen und Anlageklassen jederzeit über- oder untergewichten und steuert das Portfolio aktiv durch unterschiedliche Marktphasen.
Verantwortlich ist das erfahrene Multi-Asset-Team von T. Rowe Price, das den Fonds auf Basis einer Kombination aus makroökonomischer Einschätzung und fundamentaler Einzeltitelauswahl steuert. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen langfristigem Kapitalwachstum und Risikokontrolle.
var scriptTV = document.querySelector("#tvChartLoader"); scriptTV.addEventListener("load", function() { var chartid = "6a5dab81eb86b";
var companyName = "T. Rowe Price Funds SICAV - Global Allocation Fund I"; if(companyName.length <=0){ companyName = "LU1417861645 - EUFUND"; } var code = "LU1417861645"; var exchange = "EUFUND"; var currency ="USD"; var kursData = null; var kursDataDate = null; var chartHeight = ""; var chartWidth = "250" var hidetitle = "false" var hidelegend = "false" let apiToken = "za1j116n2273ab1vxukuh6" chartWidth = document.querySelector(`[data-chartid="${chartid}"]`).offsetWidth var chartData = []; var timeframe = getTimeframe("1Y"); var filter = "adjusted_close"; httpGetAsync("https://api.leeway.tech/api/v1/public/historicalquotes/"+encodeURIComponent(code+"."+exchange)+"?apitoken="+apiToken+"&filter="+filter+"&from="+timeframe.from+"&to="+timeframe.to, function (res) { let newData = null; chartData = newData = JSON.parse(res) // chartData = chartData.map(el=>{return{value:el.value, time:el.time, timestamp:new Date(el.time.year, el.time.month-1, el.time.day).getTime()}}) kursData = chartData[chartData.length-1].value let options = { weekday: "short", year: "numeric", month: "numeric", day: "numeric" }; kursDataDate = chartData[chartData.length-1].time let kursDate = new Date(kursDataDate.split("-")[0], Number(kursDataDate.split("-")[1])-1, kursDataDate.split("-")[2]).toLocaleDateString("de-DE", options)
renderTV(kursData,chartData,companyName,currency, Number(chartHeight), Number(chartWidth), code, exchange, kursDate, hidetitle, hidelegend, chartid) }); });
Die aktive Vermögenssteuerung hat sich in den vergangenen Jahren bezahlt gemacht. Seit Jahresbeginn legte der Fonds in der Euro-Anteilsklasse 10,52 Prozent zu und entwickelte sich damit deutlich besser als der Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe. Über zwölf Monate steht ein Plus von 17,85 Prozent zu Buche. In den vergangenen 3 Jahren erzielte der Fonds 36,75 Prozent, auf Sicht von 5 Jahren 34,02 Prozent. Besonders beeindruckend fällt jedoch der langfristige Vergleich aus: Innerhalb von 10 Jahren konnte der Fonds 110,82 Prozent zulegen und damit die durchschnittliche Wertentwicklung seiner Vergleichsgruppe von 52,92 Prozent mehr als verdoppeln.
Fazit: Der T. Rowe Price Global Allocation Fund ist ein echter Geheimtipp für Anleger, die einen aktiv gesteuerten Welt-Mischfonds suchen. Sein vergleichsweise kleines Fondsvolumen ermöglicht eine hohe Beweglichkeit, während die langfristige Performance zeigt, dass aktives Asset Allocation Management durchaus Mehrwert schaffen kann.
Wenn alle optimistisch sind, gewinnt Risikomanagement an Bedeutung
Die Geschichte der Börse zeigt immer wieder: Extreme Euphorie ist selten ein guter Ratgeber. Niedrige Cashquoten, rekordhohe Bewertungen und eine fast schon grenzenlose Zuversicht professioneller Investoren sprechen nicht zwangsläufig für einen unmittelbar bevorstehenden Börsencrash. Sie erhöhen aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Märkte empfindlicher auf negative Überraschungen reagieren. Für Anleger bedeutet das nicht, Aktien grundsätzlich den Rücken zu kehren. Vielmehr kann jetzt der richtige Zeitpunkt sein, das Portfolio breiter aufzustellen und stärker auf Flexibilität zu setzen.
Multi-Asset-Fonds wie der Amundi Funds Income Opportunities oder der T. Rowe Price Global Allocation Fund bieten genau diesen Ansatz: Sie kombinieren unterschiedliche Anlageklassen, können ihre Gewichtungen aktiv anpassen und sind damit gut gerüstet, wenn aus der aktuellen Sorglosigkeit wieder Nervosität wird. Denn an der Börse gilt mehr denn je: Wer in guten Zeiten an den Regenschirm denkt, bleibt auch im nächsten Unwetter handlungsfähig.
Clause de non-responsabilité:
Pas de conseils en investissement. Aucun appel pour acheter ou vendre des titres.
La contribution Zu viel Euphorie, zu wenig Vorsicht: 2 Multi-Asset-Fonds für robustere Depots est apparu en premier ftd.de.