Bitcoin: Flash-Crash im KI-Beben! Rekordverluste nach den Zwischenwahlen

Der tiefe Fall: Wenn die Krypto-Hoffnung in tausend Teile zerspringt. (KI-Bild: ftd.de-Redaktion mit Magnific AI)

Der Wahlsieg der Demokraten in Amerika sorgt für den heftigsten KI-Ausverkauf seit Monaten – mittendrin: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) Solana und Co.! Mehr als 400 Millionen Dollar wurden liquidiert, die Kurse steuern auf lokale Tiefstände zu. Ein historisches Kaufsignal, glaubt Krypto-Guru PlanB, denn: Auch 2020 ist Bitcoin monatelang nicht vom Fleck gekommen, dann aber explodiert. Bietet der Rücksetzer die Gelegenheit des Jahres?

Nach dem US-Wahlsieg: Rekordverluste an der Wall Street

Die Demokraten siegen, Tech-Aktien und Kryptowährungen fallen – und zwar enorm: -12,25% beim Halbleiterindex der Philadelphia-Börse, -5,52% bei der Nasdaq. Bitcoin hingegen fällt innerhalb weniger Stunden von 80.000 Dollar auf nur noch 75.200 Dollar, mehr als 428 Millionen Dollar werden zwangsliquidiert. Der Kurs: -5,24% auf dem Tageschart. Ethereum (ETH) trifft es erneut schwerer: Die führende Smart-Contract-Plattform hat sich um -7,08% zurückgezogen, steuert auf die 2.200-Dollar-Marke zu. Die große Sorge unter Investoren: Die neue Mehrheit der Demokraten könnte den Rechenzentren-Boom der KI-Konzerne ausbremsen. Den sehen viele Wähler nämlich kritisch. Die Folge: 30% der für 2028 geplanten Kapazität steht auf dem Spiel, wie die Großbank UBS warnt. „Platzt die KI-Aktienblase endlich?“, fragt auch die „Financial Times“. Kurzum: Es kracht mal wieder auf den Märkten – für viele eine längst überfällige Korrektur. Bitcoin hält sich dennoch gut, wirkt resilient: Die Krypto-Leitwährung verliert deutlich weniger als die KI-Aktien – CoreWeave oder Nebius beispielsweise stürzen zweistellig ab, Platzhirsch Nvidia satte -9%. Nichtsdestotrotz muss Bitcoin langsam liefern: Das gesamte Jahr über scheitert das Asset an der 90.000-Dollar-Marke, liefert den Bären damit reichlich Material.

Prognose von PlanB: Neuer Bullenmarkt beginnt

Immerhin: Aktuelle On-Chain-Daten signalisieren Stärke inmitten der Schwäche. Beispielsweise nähert sich die Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks mit mehr als 1 Zettahash pro Sekunde in großen Schritten ihrem Allzeithoch. Top-Analyst PlanB, Erfinder des berühmten Stock-to-Flow-Modells, sieht weitere Hinweise. In einer neuen Bitcoin-Prognose hat er den sogenannten RSI analysiert: Der Indikator wägt Kauf- und Verkaufsdruck gegeneinander ab, ermöglicht so ein Urteil. Aktuell steht der RSI auf Monatsbasis zum dritten Mal in Folge über 50. „Das“, so der Holländer auf X, „signalisiert die Geburt eines neuen Bullenmarkts“. Die aktuelle Kursflaute, der Preis um 75.000 Dollar – demnach eine Kaufgelegenheit.

 

Bitcoin: von 75.000 Dollar auf 450.000 Dollar?

Ähnlich hält es der populäre Finanz-Analyst Raoul Pal. Der Gründer und CEO von Global Macro Investor und Real Vision ist überzeugt: Der Bullrun kommt. „Wir sehen eine Korrektur in der Mitte des Zyklus. Und sie ist wie eine in die Länge gezogene Version dessen, was 2020 passiert ist“, erklärt er im Interview. Seine Begründung: Trotz des jüngsten Kursanstiegs sei der Markt noch weit von einer Überhitzung entfernt. Die letzte Rallye habe gemessen am Trend nicht einmal eine Standardabweichung im überkauften Bereich erreicht.

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Zum Vergleich: 2020 dümpelt Bitcoin nach dem Corona-Crash monatelang zwischen 9.000 und 12.000 Dollar – bis im Oktober die Liquiditätsflut der Notenbanken einsetzt. Zu Silvester steht der Kurs bei 29.000 Dollar, im April 2021 bei fast 65.000 Dollar: eine Versechsfachung in sechs Monaten. Wiederholt sich die Geschichte, brächte das den Kurs rein rechnerisch auf mehr als 450.000 Dollar. Was Anleger allerdings berücksichtigen sollten: Pal selbst nennt kein Kursziel – und die US-Notenbank liebäugelt im Dezember mit einer Zinserhöhung. Gut möglich also, dass sich Bitcoin erst Anfang 2027 nachhaltig erholen kann.

 

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