Rohstoffe und physisch besicherte Gold-ETCs bilden das Fundament der wertstabilen Anlagestrategie des Schroder ISF Inflation Plus. (Foto: Freepik, ndesodesign)
Die Märkte sind nervös. Aktien korrigieren, klassische Sicherheitsanker schwächeln – und plötzlich rückt ein Fonds ins Rampenlicht, der genau für solche Phasen gebaut wurde: der Schroder ISF Inflation Plus. Während der DAX auf Monatssicht über 11 Prozent verlor und Gold zeitweise rund 14 Prozent nachgab, zeigt der flexible Multi-Asset-Ansatz des Fonds Stabilität – und vor allem Performance.
Risse im Marktgefüge
Die Rekorde vieler Aktienmärkte liegen Monate zurück. Besonders im Technologiesektor wurden die Erwartungen zuletzt stark gesenkt: Zweifel, ob die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz den erhofften Ertrag liefern, bremsen die Euphorie.
Die Korrektur blieb aber nicht auf einzelne Segmente beschränkt. Steigende Energiepreise, geopolitische Spannungen und Unsicherheiten über die Zinsentwicklung erhöhen den Druck auf die Märkte. In Deutschland verlor der DAX auf Monatssicht über 11Prozent. Selbst vermeintliche Sicherheitsanlagen enttäuschten: Gold gab zeitweise rund 14 Prozent nach – ein ungewöhnlich starker Rückgang. Die klassische Aufteilung zwischen Risiko- und Sicherheitsanlagen funktioniert aktuell nicht mehr zuverlässig.
Geopolitik als Markttreiber
Ein wesentlicher Auslöser der Turbulenzen ist die Eskalation im Nahen Osten. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran erhöht die geopolitische Risikoprämie spürbar. Besonders sensibel reagieren die Märkte auf die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl. Schon kleinste Störungen wirken direkt auf Energiepreise, Transportkosten und damit auf die Inflation.
Seit Jahresbeginn stieg der Ölpreis um rund 30 Prozent und lag zeitweise wieder über 100 US-Dollar pro Barrel. Für Volkswirtschaften bedeutet das höhere Produktionskosten und steigenden Inflationsdruck. Die OECD warnt, dass die Energieverteuerung die US-Inflation 2026 auf bis zu 4,2 Prozent treiben könnte. In Deutschland würde ein stabiler Ölpreis von 100 US-Dollar die Verbraucherpreise 2026 um rund 0,8 Prozent und 2027 um etwa 1 Prozent erhöhen. Die Bundesbank ging Ende 2025 noch von einer langsameren Reduktion aus – der Ölpreisschock korrigiert diese Prognose nach oben.
Die Märkte preisen inzwischen ein stagflationäres Umfeld ein: Die Inflation bleibt länger hoch („sticky inflation“), Zentralbanken könnten Zinssenkungen verzögern. Parallel rücken auch Teile des Finanzsystems stärker in den Fokus, etwa der Markt für Private Credit – Kredite außerhalb klassischer Banken. Mit rund 1,8 Billionen US-Dollar Volumen ist dieser Bereich besonders in einem Umfeld steigender Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit ein unterschätztes Risiko.
Warum der Schroder ISF Inflation Plus jetzt wertvoll ist
Genau in einem solchen Umfeld zeigt sich der Wert des Schroder ISF Inflation Plus (ISIN: LU0107768052). Anders als klassische Mischfonds reagiert er nicht statisch auf Zins- oder Ölpreisbewegungen, sondern steuert aktiv eine Mischung aus Realwerten, Schwellenländeranleihen, Gold und Rohstoffen. Steigende Ölpreise, volatile Anleihemärkte und Unsicherheiten in den Emerging Markets können dem Fonds sogar zugutekommen. Gold wirkt als Inflationsanker, Rohstoffe und Öl bieten direkte Partizipation an Preisentwicklungen, während EM-Anleihen attraktive Erträge liefern. Zusammen mit einem flexiblen Cash- und Anleihenmanagement entsteht ein echtes Allwetter-Investment.
Aufgelegt 2000, verfolgt das Fondsmanager-Trio Abdallah Guezour, Malcolm Melville und Oscar Agra ein klares Ziel: Über rollierende Drei- bis Fünfjahreszeiträume eine Rendite über der Inflation der Eurozone erzielen. Dafür investiert das Management weltweit in Rohstoffe, Aktien, Staatsanleihen und alternative Strategien – sowohl direkt als auch über Fonds oder ETFs. Die Gesamtkostenquote liegt je nach Anteilklasse zwischen 1,85 Prozent und 2,35 Prozent.
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Ein Portfolio mit realwirtschaftlichem Fokus
Ein Blick in den Maschinenraum des Fonds zeigt, worauf es wirklich ankommt: Der Schroder ISF Inflation Plus setzt gezielt auf reale Inflationshebel statt auf klassische Mischfondslogik. Spitzenpositionen sind ein Rohstoff-Dachfonds (9,7 Prozent), ein Öl-ETC auf WTI-Crude (6,1 Prozent), ein physisch besicherter Gold-ETC (5,3 Prozent), kurzfristige französische Staatsanleihen (6,3 Prozent) sowie Anleihen aus Brasilien und Mexiko.
Auch die Währungen sind clever gestreut: Euro, brasilianischer Real, südafrikanischer Rand und mexikanischer Peso sorgen für zusätzliche Diversifikation. Das Konzept dahinter ist simpel und effektiv: Rohstoffe treiben die Rendite im Inflationsumfeld, Gold stabilisiert in Krisenzeiten, Öl partizipiert direkt an geopolitischen Schocks, und Schwellenländeranleihen liefern attraktive Erträge. Kurz gesagt: Ein Portfolio, das in stürmischen Märkten nicht nur schützt, sondern Chancen aktiv nutzt.
Zahlen, die überzeugen
Die Performance spricht für sich. In einem Marktumfeld, das vielen anderen Fonds zuletzt deutliche Verluste bescherte, zeigt der Schroder ISF Inflation Plus derzeit bemerkenswerte Stärke: Allein im vergangenen Monat legte der Fonds um 3,78 Prozent zu, während die Vergleichskategorie leicht um 0,21 Prozent nachgab. Seit Jahresbeginn beträgt die Performance sogar 11,54 Prozent, deutlich über dem Kategoriemittel von 1,35 Prozent. Auf Sicht von 12 Monaten steht ein Zuwachs von 23,37 Prozent zu Buche, während die Vergleichsgruppe nur auf 6,89 Prozent kam. Auch über 3,5 und 10 Jahre zeigt sich die Robustheit des Fonds: Gesamtrenditen von 35 Prozent, 40 Prozent bzw. 58 Prozent gegenüber 15 Prozent, 7 Prozent und 19 Prozent der Kategorie der defensiven Mischfonds.
Die Risikokennzahlen unterstreichen die Qualität des Managements: Die Volatilität liegt bei 6,51 Prozent, der maximale Verlust über drei Jahre beträgt nur 6,31 Prozent, und die Sharpe Ratio liegt bei 1,08 – Werte, die für einen Multi-Asset-Fonds als ausgesprochen solide gelten.
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Warum der Fonds gerade jetzt funktioniert
Die aktuelle Stärke des Schroder ISF Inflation Plus lässt sich auf drei zentrale Faktoren zurückführen. Zum einen profitieren Rohstoffe und Energie direkt von dem starken Anstieg der Ölpreise, was dem Portfolio einen klaren Schub verleiht. Zum anderen bleibt Gold trotz kurzfristiger Schwankungen langfristig ein stabiler Inflationsanker und sorgt für Sicherheit in turbulenten Märkten. Drittens bieten Schwellenländeranleihen, etwa aus Brasilien oder Mexiko, attraktive Erträge und hohe Realrenditen, selbst in einem Umfeld steigender Zinsen. Die Kombination dieser drei Elemente schafft ein Portfolio, das gezielt von Inflationsphasen, Rohstoffzyklen und geopolitischen Spannungen profitieren kann.
Die Kosten – und der Haken
Natürlich hat diese Strategie ihren Preis. Da der Fonds teilweise als Dachfonds strukturiert ist, fallen Gebühren auf mehreren Ebenen an: Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von bis zu 2,35 Prozent gehört er nicht zu den günstigsten Produkten am Markt. Institutionelle Investoren können jedoch auf günstigere Anteilklassen zugreifen, die eine deutlich niedrigere Kostenstruktur bieten. Zusätzlich sind durch die hohe Gewichtung von Schwellenländeranlagen Währungsrisiken zu beachten. Auch funktioniert die Strategie nicht in allen Marktphasen: In Zeiten niedriger Inflation, wie zwischen 2016 und 2020, lieferte der Fonds praktisch keine Rendite, sondern stagnierte.
Unterm Strich
Der Schroder ISF Inflation Plus ist kein Fonds für Bullenmärkte. Seine Stärke zeigt sich, wenn Aktien korrigieren, Rohstoffe steigen und geopolitische Risiken zunehmen. Dass Dax und Gold gleichzeitig zweistellige Verluste verzeichnen, während der Fonds zweistellige Gewinne erzielt, unterstreicht den Wert eines flexiblen Real-Return-Ansatzes. Für Anleger, die ihr Vermögen gegen Inflation und geopolitische Risiken robust aufstellen wollen, zählt dieser Fonds derzeit zu den interessantesten Strategien am Markt.
Clause de non-responsabilité:
Pas de conseils en investissement. Aucun appel pour acheter ou vendre des titres.
La contribution DAX im Minus, Öl im Höhenflug, Gold schwach – Warum dieser Fonds trotzdem glänzt est apparu en premier ftd.de.