Assemblée générale de la Deutsche Bank 2026 : dividende record et ombre de l'Unicredit

Skyline des Bankenviertels in Frankfurt am Main (Foto: Magnific.com, rcphotostock)

Frankfurt am Main – Rekordgewinn, Rekorddividende, Milliarden-Rückkauf: Wenn CEO Christian Sewing am Donnerstag das Podium betritt, hat er starke Argumente im Gepäck. Zugleich sorgt die Neuordnung der Bankenlandschaft mit der möglichen Commerzbank-Übernahme durch Unicredit für Unruhe. Gelingt es Sewing, die Zweifler zu beruhigen?

Die Deutsche-Bank-Aktie liegt seit Jahresanfang über 13 Prozent im Minus. Um den Jahreswechsel markierte das Papier einen 15-Jahres-Rekord. Das Allzeithoch von über 82 Euro datiert allerdings auf 2007. Gestern notierte der Dax-Wert um 13.30 Uhr (MESZ) bei knapp 28,70 Euro.

Dividende: 1 Euro je Aktie – mehr gab es zuletzt 2007

Die Marschroute für die Aktionäre ist klar: Der Beschlussvorschlag sieht eine Dividende von exakt 1,00 Euro je Aktie vor. Ein satter Aufschlag im Vergleich zum Vorjahr (0,68 Euro). Insgesamt fließen damit 1,9 Milliarden Euro an die Anteilseigner. Die Aktie wird voraussichtlich am 29. Mai ex Dividende gehandelt; die Auszahlung erfolgt am 2. Juni.

+++ Ordentliche Hauptversammlung der Deutsche Bank AG +++

Datum: Donnerstag, 28. Mai 2026, 10 Uhr (MESZ)
Uhrzeit: 10 Uhr (MESZ)
Format: Präsenzveranstaltung in der Messehalle 11/Portalhaus, Messe Frankfurt, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main

Auf der Deutsche-Bank-Website unter hauptversammlung.db.com finden Sie unter anderem die Tagesordnung und den Zugang zum Aktionärsportal und zur öffentlichen Live-Übertragung.

Die Bilanzen sprechen für sich. Im 1. Quartal 2026 erwirtschaftete der Konzern Erträge von 8,67 Milliarden Euro. Der Nachsteuergewinn kletterte um 8 Prozent auf den historischen Rekordwert von rund 2,2 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis: beachtliche 3 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalrendite (auf das materielle Eigenkapital) kletterte auf 12,7 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2026 hält die Bank am Ertragsziel von 33 Milliarden Euro fest. Bis 2028 will Sewing die Eigenkapitalrendite auf mindestens 13 Prozent schrauben – doch daran zweifeln Analysten und Kapitalmarkt.

Sewings Kernbotschaft – ambitionierte Ziele

Christian Sewing gibt sich kämpferisch. “Wir haben geliefert und 2025 alle unsere Ziele erreicht oder übertroffen”, sagt er in der vorab veröffentlichten Rede an die Aktionäre. Die Bank sei Dank ihres ausgewogenen und diversifizierten Geschäftsmodells gut gerüstet. man habe sich zudem mit zusätzlichem Puffer gegen makroökonomische Risiken gewappnet.

Doch Sewings Wachstumspfad ist steinig. Rund 2 Milliarden Euro des angestrebten Ertragszuwachses bis 2028 sollen aus dem deutschen Heimatmarkt kommen – der unter dem Iran-Konflikt und den hohen Energiepreisen besonders leidet.

Künstliche Intelligenz und Kostendisziplin bestimmen die Agenda. Das Geldhaus will beispielsweise die Vergabe von Firmenkrediten um bis zu 95 Prozent beschleunigen. Ein Effizienz-Turbo, der das Sparprogramm des Vorstands flankiert.

 


Unicredit wirft Schatten über Frankfurt – Wechsel im Auftsichtsrat

Gleichzeitig schwebt die Unicredit-Offerte für die Commerzbank wie ein Damoklesschwert über dem Frankfurter Bankenviertel: Eine Übernahme würde direkt vor Sewings Haustür einen großen Rivalen im deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft schaffen.

Im Aufsichtsrat stehen gewichtige Wechsel an: Frank Witter legt sein Mandat nieder. Für ihn sollen die Aktionäre den Henkel-CEO Carsten Knobel ins Gremium wählen. Zeitgleich laufen die Amtszeiten von Alexander Rijn Wynaendts und Yngve Slyngstad ab, beide sind erneut nominiert. Wynaendts soll wieder den Vorsitz übernehmen.

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Arbeitskampf bei der Postbank – EY in der Kritik

Vor den Toren der Messehalle ist Protest angekündigt: Die Gewerkschaft ver.di ruft rund um die Hauptversammlung zu Aktionen auf, um auf den schwelenden Tarifkonflikt bei der Konzerntochter Postbank mit rund 9.000 Beschäftigten aufmerksam zu machen.

Sprengstoff birgt die anstehende Prüferwahl. Die Kanzlei Schirp & Partner trommelt für einen Gegenantrag: Das Mandat für die Prüfungsgesellschaft EY solle fallen. Die Juristen begründen ihre Attacke mit der historischen Mitverantwortung von EY im beispiellosen Wirecard-Skandal. Pikant: Fondsgesellschaften der Deutsche-Bank-Tochter DWS klagen auf Schadensersatz gegen EY – während die Mutter dem Prüfer weiterhin vertraut.

 

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