PCE Inflation USA: Verbraucherpreise Dezember 2025 und Zinsprognose

Seit mehreren Jahren liegt die Teuerung in den USA über der Zielmarke von 2 Prozent. (Foto: Freepik, SergeyCh)

Washington – Inflation ist nicht gleich Inflation – auch in den USA, wo 2 verschiedene Indizes konkurrieren. Heute hat das Handelsministerium den Personal Consumption Expenditures Price Index für Dezember publiziert: Die PCE-Inflation lag demnach bei 2,9 Prozent im Jahresvergleich nach 2,8 Prozent im Vormonat. Analysten hatten einen Anstieg auf 3 Prozent erwartet.

Größte Preistreiber beim bevorzugten Inflationsmaß der US-Notenbank Federal Reserve waren Dienstleistungen mit 3,4 Prozent. Energiepreise stiegen im Jahresvergleich um 2,2 Prozent, die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel legte um 0,2 Prozentpunkte auf 3 Prozent im Jahresvergleich zu.

Demgegenüber lag der andere wichtige US-Inflationswert, der vom Arbeitsministerium publizierte Consumer Price Index, im Dezember bei lediglich 2,7 Prozent. Im Januar ging er gar auf 2,4 Prozent im Jahresvergleich zurück. Der CPI nutzt einen anderen Warenkorb und misst nur Verbraucherausgaben.

Jobzuwachs schrumpft Zinshoffnung – weiter Inflationsrisiken

Die weiterhin hohe PCE-Inflation schmälert die ohnehin geringe Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins senkt. UN solider US-Arbeitsmarkt im Januar mit 130.000 neuen Beschäftigungsverhältnissen hatte die Chance auf sinkende Zinsen zuletzt bereits abgeschwächt.

Fed-Gouverneur Michael Barr hat diese Woche auf weiter bestehende Inflationsrisiken hingewiesen und damit Hoffnungen auf einen baldigen Zinsrückgang gedämpft. Die Fed könne daher ihre aktuelle Geldpolitik “komfortabel fortsetzen” und die Zinsen bis auf weiteres stabil halten.

Deutsche Bank zu Zinssenkung – Prognose des FedWatch Tools

„Da die Inflation nun schon fast 5 Jahre in Folge deutlich über dem Zielwert liegt, benötigen die politischen Entscheidungsträger mehr Klarheit über die Inflationsentwicklung, bevor sie die Zinsen weiter senken”, so Analysten der Deutschen Bank. Zinssenkungen sehen sie allenfalls später im Jahr.

Entsprechend vorsichtig ist die Markteinschätzung: Nur 6 Prozent beträgt laut Outil FedWatch die Chance auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte bei der Fed-Sitzung am 18. März. Erst für den 30. Juni überwiegt die Wahrscheinlichkeit (56,2 Prozent), dass nach der Sitzung die Zinsen unterhalb der aktuellen Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent liegen. (Stand: 20. Februar, 14.45 Uhr MEZ)

Aktualisiert nach Bekanntgabe der Inflationsdaten am 20. Februar 2026 um 14.45 Uhr (MEZ)

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