Das reale Wachstum im EU-Einzelhandel bleibt im Juni 2026 mit 1,2 Prozent moderat, zeigt aber starke Länderunterschiede. (Foto: Magnific.com, hryshchyshen)
Der reale Einzelhandel in der EU wächst nur langsam: Gegenüber Juni 2025 legte das Volumen um 1,2 Prozent zu. Die EU-Statistikbehörde Eurostat misst zugleich große Länderunterschiede. Rang 1 steht für das höchste reale Einzelhandelswachstum gegenüber Juni 2025, nicht für die größte Branche oder den höchsten Umsatz.
Luxemburg führt mit 8,3 Prozent vor Schweden mit 7,2 und Bulgarien mit 7,1 Prozent. EU-weit stiegen Nicht-Nahrungsmittel ohne Kraftstoffe um 2,3 Prozent. Das Volumen der Kraftstoffverkäufe sank dagegen um 4,1 Prozent. Die Rangliste vergleicht preisbereinigte Mengen, keine nominalen Kasseneinnahmen.
| Rang | Nom de famille | Veränderung gegenüber Juni 2025 |
|---|---|---|
| 1 | Luxemburg | 8,3 Prozent |
| 2 | Schweden | 7,2 Prozent |
| 3 | Bulgarien | 7,1 Prozent |
| 4 | Litauen | 5,8 Prozent |
| 5 | Polen | 5,6 Prozent |
| 6 | Zypern | 5,0 Prozent |
| 7 | Dänemark | 4,9 Prozent |
| 8 | Lettland | 4,8 Prozent |
| 9 | Malta | 3,6 Prozent |
| 10 | Portugal | 3,1 Prozent |
Reales Einzelhandelswachstum in der EU im Juni 2026 (in Prozent)
Luxemburg führt mit 8,3 Prozent vor Schweden mit 7,2 und Bulgarien mit 7,1 Prozent. Portugal erreicht Rang 10 mit 3,1 Prozent.

Quelle: Eurostat
Platz 10: Portugal – Starkes Monatsplus sichert Platz 10 im Juni
- Veränderung gegenüber Juni 2025: 3,1 Prozent
- Veränderung gegenüber Mai 2026: 1,7 Prozent
- Volumenindex Juni 2026, 2021 = 100: 120,8 Punkte
Portugal schließt die Top 10 mit 3,1 Prozent Jahreswachstum ab. Gegenüber Mai stieg das reale Volumen um 1,7 Prozent. Nur Luxemburg verzeichnete unter den 10 Ländern einen stärkeren Monatswert. Der Index erreichte mit 120,8 Punkten den höchsten Stand des ersten Halbjahrs.
Im Mai hatte die Jahresrate noch 2,6 Prozent betragen. Der Juni bringt sowohl zum Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr ein Plus. Ungarn folgt im Ranking mit 3,0 Prozent nur 0,1 Prozentpunkte dahinter.
Eurostat meldet für die EU insgesamt ein Jahresplus von 1,2 Prozent. Kraftstoffverkäufe sanken zugleich um 4,1 Prozent. Der FTD-Beitrag zur Euro-Inflation im Juni ordnet den Preisrahmen ein. Das Volumenranking selbst bleibt preisbereinigt.
Platz 9: Malta – Jahresrate sinkt, Monatsindex steht im Juni
- Veränderung gegenüber Juni 2025: 3,6 Prozent
- Veränderung gegenüber Mai 2026: 0,0 Prozent
- Volumenindex Juni 2026, 2021 = 100: 127,8 Punkte
Malta liegt mit 3,6 Prozent Jahreswachstum auf Rang 9. Gegenüber Mai blieb das reale Volumen unverändert, der Index steht weiter bei 127,8 Punkten.
Zu Jahresbeginn schwankte die Rate deutlich. Im Februar hatte sie 13,0 Prozent erreicht, im März 3,1 Prozent. Seit April bewegte sie sich von 5,1 über 5,0 auf 3,6 Prozent. Der Juniwert bleibt positiv, aber das Tempo nimmt ab. Der neunte Platz beschreibt keine stabile Wachstumsbahn über das gesamte Halbjahr.
Platz 8: Lettland – Monatsplus hebt die Jahresrate im Juni weiter
- Veränderung gegenüber Juni 2025: 4,8 Prozent
- Veränderung gegenüber Mai 2026: 0,7 Prozent
- Volumenindex Juni 2026, 2021 = 100: 107,1 Punkte
Lettland folgt mit 4,8 Prozent Jahreswachstum auf Rang 8. Gegenüber Mai stieg das reale Volumen um 0,7 Prozent, der zweitstärkste Monatswert unter den Plätzen 3 bis 8. Der Index kletterte auf 107,1 Punkte.
Im April hatte die Jahresrate nur 2,5 Prozent betragen, im Mai 3,5 Prozent. Der Juni bringt den zweiten Anstieg der Jahresrate in Folge. Trotzdem liegt Lettland noch 2,4 Prozentpunkte hinter Schweden. Das Ranking ordnet die Juni-Raten; es belegt weder eine dauerhafte Konsumwende noch die Ursachen des Anstiegs.
Platz 7: Dänemark – Stillstand zum Mai, Plus zum Vorjahr im Juni
- Veränderung gegenüber Juni 2025: 4,9 Prozent
- Veränderung gegenüber Mai 2026: 0,0 Prozent
- Volumenindex Juni 2026, 2021 = 100: 100,6 Punkte
Dänemark erreicht im Juni 4,9 Prozent mehr reales Einzelhandelsvolumen als ein Jahr zuvor. Zum Mai blieb der Index unverändert bei 100,6 Punkten.
Die Jahresrate stieg von 0,7 Prozent im April auf 4,2 Prozent im Mai. Im Juni erreichte sie 4,9 Prozent. Das kräftige Vorjahresplus entstand somit ohne weiteren Monatsanstieg. Ein hoher Abstand zum Vorjahr sagt wenig über die jüngste Monatsbewegung. Das Volumen muss deshalb nicht auch gegenüber dem Vormonat wachsen.
Platz 6: Zypern – Jahresplus trotz Monatsrückgang im Juni
- Veränderung gegenüber Juni 2025: 5,0 Prozent
- Veränderung gegenüber Mai 2026: minus 1,0 Prozent
- Volumenindex Juni 2026, 2021 = 100: 131,3 Punkte
Zypern liegt im Jahresvergleich mit 5,0 Prozent auf Rang 6. Der Blick auf den Vormonat setzt eine klare Grenze: Gegenüber Mai sank das reale Einzelhandelsvolumen um 1,0 Prozent. Unter den Top 10 ist das der einzige Monatsrückgang.
Schon die Jahresraten schwankten stark. Nach 2,7 Prozent im April folgten 8,4 Prozent im Mai und nun 5,0 Prozent. Der Index blieb mit 131,3 Punkten zwar hoch, verlor aber gegenüber Mai. Der Platz steht deshalb für das Niveau gegenüber Juni 2025, nicht für den aktuellen Monatstrend.
>Platz 5: Polen – Starker Juni, nationale Abgrenzung bleibt anders
- Veränderung gegenüber Juni 2025: 5,6 Prozent
- Veränderung gegenüber Mai 2026: 1,4 Prozent
- Volumenindex Juni 2026, 2021 = 100: 115,5 Punkte
Polen belegt mit 5,6 Prozent Jahreswachstum Rang 5. Im Monatsvergleich stieg das reale Volumen um 1,4 Prozent. Der Index erreichte 115,5 Punkte. Damit beschleunigte sich die Eurostat-Jahresrate nach 3,9 Prozent im Mai deutlich.
Das polnische Statistikamt meldet in seiner eigenen Erhebung 6,2 Prozent mehr Einzelhandelsverkäufe zu konstanten Preisen als im Juni 2025. Nach Bereinigung um saisonale Einflüsse nennt es 4,7 Prozent. Die Werte sind nicht identisch mit Eurostat, weil nationale Veröffentlichung und harmonisierte EU-Reihe unterschiedlich abgegrenzt und revidiert werden können.
Für die Rangfolge gilt ausschließlich die einheitliche Eurostat-Serie. Der nationale Befund dient als Gegenprobe für die Richtung: Auch dort liegt der Juni klar über dem Vorjahr.
Platz 4: Litauen – Jahresplus verliert seit April weiter an Höhe
- Veränderung gegenüber Juni 2025: 5,8 Prozent
- Veränderung gegenüber Mai 2026: 0,3 Prozent
- Volumenindex Juni 2026, 2021 = 100: 114,2 Punkte
Litauen kommt im Juni auf 5,8 Prozent mehr reales Einzelhandelsvolumen als ein Jahr zuvor. Gegenüber Mai betrug das Plus 0,3 Prozent. Der Index steht bei 114,2 Punkten.
Die Jahresrate hatte im April noch 9,8 Prozent erreicht und fiel im Mai auf 6,9 Prozent. Juni setzt diese Abschwächung fort. Der Monatswert bleibt dennoch positiv. Rang 4 zeigt damit ein höheres Verkaufsvolumen als vor einem Jahr, aber keinen neuen Beschleunigungsschub. Eurostat misst die verkaufte Gütermenge nach Preisbereinigung, nicht den nominalen Kassenumsatz.
Platz 3: Bulgarien – Nur 0,1 Punkte hinter Schweden
- Veränderung gegenüber Juni 2025: 7,1 Prozent
- Veränderung gegenüber Mai 2026: 0,5 Prozent
- Volumenindex Juni 2026, 2021 = 100: 129,1 Punkte
Bulgarien erreicht mit 7,1 Prozent Jahreswachstum Rang 3. Zu Schweden fehlen lediglich 0,1 Prozentpunkte, zum führenden Luxemburg 1,2 Punkte. Im Monatsvergleich legte das reale Volumen um 0,5 Prozent zu. Der saison- und kalenderbereinigte Index stieg auf 129,1 Punkte.
Im März hatte die bulgarische Jahresrate 12,4 Prozent erreicht. Danach sank sie auf 7,4 Prozent im April, lag bei 7,9 Prozent im Mai und beträgt nun 7,1 Prozent. Das Wachstum bleibt hoch, verliert aber gegenüber dem Frühjahr an Tempo. Aus der Rate lässt sich weder auf Margen der Händler noch auf die Kaufkraft einzelner Haushalte schließen.
Platz 2: Schweden – Gebrauchsgüter treiben das Plus im Juni stark
- Veränderung gegenüber Juni 2025: 7,2 Prozent
- Veränderung gegenüber Mai 2026: 1,5 Prozent
- Volumenindex Juni 2026, 2021 = 100: 102,0 Punkte
Schweden folgt mit 7,2 Prozent Jahreswachstum auf Rang 2. Bulgarien liegt mit 7,1 Prozent nur 0,1 Prozentpunkte dahinter. Gegenüber Mai stieg das schwedische Einzelhandelsvolumen nach Eurostat um 1,5 Prozent. Der Index erreichte 102,0 Punkte. Seit Mai gab die Jahresrate um 0,7 Prozentpunkte nach; im April hatte sie 4,7 Prozent betragen.
Le nationale Statistik zeigt denselben kräftigen Impuls, aber mit engerer Abgrenzung. Statistics Sweden meldet für den Einzelhandel ohne Kraftstoffe 6,6 Prozent mehr Volumen als ein Jahr zuvor. Gegenüber Mai waren es 1,0 Prozent mehr. Gebrauchsgüter legten im Jahresvergleich um 8,0 Prozent zu, Verbrauchsgüter ohne staatlichen Alkoholverkauf um 5,3 Prozent.
Die nationalen Werte ersetzen die Eurostat-Rate nicht. Abdeckung, Saisonbereinigung und Revisionsstand unterscheiden sich. Sie zeigen aber, dass der zweite Platz nicht allein auf Kraftstoffverkäufen beruht.
Platz 1: Luxemburg – Wachstum bleibt hoch, Schwankungen auch
- Veränderung gegenüber Juni 2025: 8,3 Prozent
- Veränderung gegenüber Mai 2026: 2,5 Prozent
- Volumenindex Juni 2026, 2021 = 100: 144,3 Punkte
Luxemburg führt das EU-Ranking mit einem realen Einzelhandelsplus von 8,3 Prozent gegenüber Juni 2025 an. Auch im Monatsvergleich wächst das kalender- und saisonbereinigte Volumen kräftig: plus 2,5 Prozent gegenüber Mai. Der entsprechende Index steht bei 144,3 Punkten und damit wieder auf dem Niveau vom Januar 2026.
Die Spitze ist kein einmaliger Juni-Sprung. Eurostat weist seit Januar durchgehend hohe Jahresraten aus. Sie lagen zwischen 8,3 und 19,2 Prozent. Gleichzeitig schwankte das Volumen von Monat zu Monat stark. Im April fiel es um 4,7 Prozent, im Mai stieg es um 4,6 Prozent.
Der Index ist auf 2021 gleich 100 normiert. Er misst die Entwicklung innerhalb Luxemburgs, aber weder den absoluten Umsatz noch die Größe des Marktes. Gerade für ein kleines Land können einzelne Monate stärker ausschlagen. Rang 1 beschreibt deshalb die höchste Jahresrate, nicht den wichtigsten Einzelhandelsmarkt der EU.
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