Aktive Fonds sind 2026 die eigentlichen Gewinner im Tech-Sektor (Foto: Freepik, uh44464)
Während große Tech-Indizes im laufenden Börsenjahr stagnieren und die „Magnificent Seven“ nicht mehr automatisch für Rendite sorgen, zeigen ausgewählte aktive Fonds, wo die eigentlichen Gewinner entstehen: jenseits der ausgetretenen Pfade – tief in der zweiten Reihe der Innovationsführer.
Technologie bleibt der Taktgeber – und ein Hochrisikosektor
Kaum ein Anlagesegment hat die Kapitalmärkte in den vergangenen Jahrzehnten so nachhaltig geprägt wie der Technologiesektor. Vom Aufstieg des Internets über das Smartphone bis hin zur aktuellen Welle rund um Künstliche Intelligenz – technologische Innovation ist der zentrale Wachstumsmotor der Weltwirtschaft.
Heute sind Technologieunternehmen tief in unseren Alltag integriert. Ohne digitale Plattformen, Cloud-Infrastruktur oder Halbleiter wäre die moderne Wirtschaft kaum denkbar. Entsprechend groß ist die Bedeutung für Anleger: Tech-Aktien dominieren die großen Indizes, treiben Gewinne und prägen ganze Marktphasen.
Doch die Erfolgsgeschichte hat eine Kehrseite. Kaum eine Branche ist so schnelllebig. Marktführer von heute können innerhalb weniger Jahre an Bedeutung verlieren, während neue Wettbewerber aus dem Nichts entstehen und ganze Industrien umkrempeln.
Lehrstück der Börsengeschichte: Der Aufstieg und Fall von Nokia
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für diese Dynamik liefert die Geschichte von Nokia. Der finnische Konzern war über Jahre hinweg der unangefochtene König des Mobilfunkmarktes. Aus einem ursprünglich im Jahr 1865 gegründeten Sägewerk entwickelte sich ein globaler Technologiekonzern, der zeitweise mehr als die Hälfte des weltweiten Handygeschäfts kontrollierte.
Nokia war innovativ, anpassungsfähig und seiner Zeit oft voraus. Bereits in den 1990er-Jahren arbeitete das Unternehmen gemeinsam mit Branchengrößen an Betriebssystemen wie Symbian und brachte mit dem Communicator eines der ersten Smartphones auf den Markt. Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg dominierte der Konzern die Branche.
Doch mit der Einführung des iPhones durch Apple im Jahr 2007 begann der rasante Abstieg. Apple gelang es, Hardware, Software und Benutzererlebnis in einer Weise zu kombinieren, die den Markt neu definierte. Während Nokia weiter auf bestehende Systeme setzte, veränderte sich das Nutzerverhalten grundlegend.
Die Folgen waren dramatisch: Innerhalb weniger Jahre brachen die Marktanteile ein, strategische Neuausrichtungen scheiterten, und am Ende verschwand die einstige Weltmarke aus dem Smartphone-Markt. Parallel erging es auch ehemaligen Wettbewerbern wie Motorola ähnlich.
Für Anleger ist diese Episode mehr als nur Wirtschaftsgeschichte. Sie ist eine Mahnung: Selbst dominante Marktstellungen bieten im Technologiesektor keine Garantie für nachhaltigen Erfolg.
Warum aktive Fonds die bessere Wahl sein können
Gerade diese Dynamik macht den Technologiesektor so anspruchsvoll – und gleichzeitig so attraktiv. Wer frühzeitig auf die richtigen Trends setzt, kann überdurchschnittliche Renditen erzielen. Wer hingegen auf die falschen Unternehmen setzt, riskiert empfindliche Verluste.
Für viele Anleger ist es daher kaum möglich, diese Entwicklungen im Detail zu verfolgen. Hier kommen aktiv gemanagte Technologiefonds ins Spiel. Sie bündeln das Kapital vieler Investoren und setzen auf spezialisierte Teams, die Geschäftsmodelle analysieren, Trends identifizieren und Portfolios kontinuierlich anpassen.
Die Ergebnisse sprechen für sich: Einige der besten Technologiefonds haben in den vergangenen 10 Jahren Wertzuwächse von mehreren 100 Prozent erzielt. Gleichzeitig streuen sie Risiken breiter als Einzelinvestments und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an den entscheidenden Wachstumstreibern beteiligt zu sein.
2026: Zwischen Unsicherheit und neuen Chancen
Seit Jahresbeginn präsentiert sich der Technologiesektor jedoch uneinheitlich. Der Nasdaq 100 pendelt um die Nulllinie und wird durch geopolitische Spannungen sowie politische Unsicherheiten belastet. Umso bemerkenswerter ist es, dass einige aktive Fonds deutlich besser abschneiden.
3 Produkte stechen dabei besonders hervor:
Platz 1: Abaris Advanced Artificial Intelligence Fund (LI1350431667)
Der Abaris Advanced Artificial Intelligence Fund ist das Paradebeispiel für einen fokussierten Themenfonds, der konsequent auf einen der stärksten Trends unserer Zeit setzt. Mit einem Plus von rund 38 Prozent seit Jahresbeginn und einer Wertsteigerung von über 200 Prozent innerhalb der vergangenen 12 Monate hat sich der Fonds an die Spitze seines Segments gesetzt.
Das Erfolgsrezept liegt in der klaren Ausrichtung auf die gesamte Wertschöpfungskette der Künstlichen Intelligenz. Das Fondsmanagement investiert nicht nur in die bekannten Technologiekonzerne, sondern vor allem in Unternehmen, die im Hintergrund die Infrastruktur für den KI-Boom liefern. Dazu zählen Halbleiterhersteller, Anbieter von Hochleistungsnetzwerken, Softwareplattformen sowie Unternehmen aus dem Energiesektor, die den steigenden Strombedarf von Rechenzentren bedienen.
Besonders auffällig ist die Auswahl der Einzeltitel. Zu den größten Positionen gehören Unternehmen wie Celestica, Credo Technology, AppLovin, Nebius und Bloom Energy. Diese Gesellschaften profitieren unmittelbar von der steigenden Nachfrage nach Rechenleistung, Datenverarbeitung und digitaler Infrastruktur – stehen aber deutlich weniger im Fokus der breiten Öffentlichkeit als die großen Tech-Giganten.
Das Portfolio umfasst rund 50 Titel und kombiniert etablierte Unternehmen mit kleineren, hochspezialisierten Wachstumswerten. Regional liegt der Schwerpunkt klar auf den USA, ergänzt durch ausgewählte internationale Positionen. Der Fonds setzt damit bewusst auf Konzentration und hohe Überzeugung – ein Ansatz, der in einem starken Trendumfeld überdurchschnittliche Ergebnisse liefern kann, allerdings auch mit höheren Schwankungen einhergeht.
Platz 2: Polar Capital Global Technology Fund (IE00B433M743)
Le Polar Capital Global Technology Fund gehört mit einem Fondsvolumen von fast 11 Milliarden Euro seit Jahren zu den Schwergewichten unter den Technologiefonds und bestätigt auch 2026 seine Ausnahmestellung. Mit einem Plus von rund 28 Prozent seit Jahresbeginn zählt er erneut zu den besten Produkten seiner Kategorie.
Seine eigentliche Stärke zeigt sich jedoch in der Langfristbetrachtung. Über 10 Jahre hinweg hat der Fonds eine Wertentwicklung von rund 849 Prozent erzielt, über 15 Jahre sogar mehr als 1.500 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass hier nicht kurzfristige Trends, sondern strukturelle Entwicklungen erfolgreich genutzt wurden.
Der Investmentansatz basiert auf einer fundamentalen Analyse mit klarem Fokus auf Unternehmen, die überdurchschnittliches Gewinn- und Cashflow-Wachstum aufweisen. Fondsmanager Nick Evans setzt dabei auf einen Multi-Cap-Ansatz, der sowohl große Technologiekonzerne als auch kleinere, dynamisch wachsende Unternehmen umfasst.
Im Portfolio finden sich daher bekannte Namen wie Nvidia, TSMC, Broadcom oder Advanced Micro Devices ebenso wie weniger beachtete Titel. Ergänzt wird dies durch ausgewählte Engagements außerhalb des klassischen Technologiesektors, etwa in konsum- oder finanznahen Geschäftsmodellen, sofern diese stark von technologischen Entwicklungen profitieren.
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Ein weiterer Unterschied zu vielen Wettbewerbern ist die globale Ausrichtung. Während zahlreiche Technologiefonds stark auf die USA konzentriert sind, investiert der Polar Capital Global Technology Fund auch signifikant in Asien und Europa. Diese geografische Diversifikation sorgt für zusätzliche Stabilität und eröffnet Zugang zu regionalen Innovationsclustern.
Mit einem Portfolio von typischerweise 60 bis 85 Titeln bleibt der Fonds breit aufgestellt, ohne an Profil zu verlieren. Die Flexibilität, sich unabhängig von Benchmarks zu positionieren, ermöglicht es dem Management, konsequent auf die vielversprechendsten Trends zu setzen.
Platz 3: Abakus New Growth Stocks Fund (LU0418573316)
Der Abakus New Growth Stocks Fund ist ein vergleichsweise kleiner, aber bemerkenswert erfolgreicher Fonds, der sich konsequent auf wachstumsstarke Unternehmen konzentriert. Mit einem Plus von rund 22 Prozent seit Jahresbeginn gehört er zu den Top-Performern im Technologiesegment.
Auch über längere Zeiträume überzeugt der Fonds. In den vergangenen 3 Jahren konnte er eine Wertsteigerung von rund 106 Prozent erzielen und damit viele Wettbewerber deutlich hinter sich lassen. Seit der Auflage im Jahr 2009 summiert sich die Performance auf etwa 1.200 Prozent, was einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von rund 16,8 Prozent entspricht.
Der Investmentansatz ist breit angelegt, bleibt aber klar wachstumsorientiert. Neben klassischen Technologieunternehmen investiert der Fonds auch in angrenzende Bereiche wie Biotechnologie, Pharma oder Telekommunikation. Entscheidend ist weniger die Branchenzugehörigkeit als vielmehr das Wachstumspotenzial der jeweiligen Geschäftsmodelle.
Auffällig ist die bewusste Abkehr von den bekannten Mega-Caps. Statt auf die dominierenden Indexschwergewichte zu setzen, konzentriert sich das Fondsmanagement auf spezialisierte Unternehmen, insbesondere aus dem Halbleiter- und Softwarebereich. Zu den größten Positionen zählen unter anderem Monolithic Power Systems, Synopsys, KLA, Lam Research, ASML und Onto Innovation. Ergänzt wird das Portfolio durch ausgewählte internationale Wachstumswerte wie MercadoLibre.
Mit einem Fondsvolumen von rund 26 Millionen Euro bleibt der Fonds sehr flexibel und kann auch in kleinere Titel investieren, die für große Fonds oft schwer zugänglich sind. Diese Beweglichkeit ist ein klarer Vorteil, geht jedoch mit einer höheren Volatilität einher. Der Fonds verfolgt bewusst das Ziel, die Benchmark deutlich zu übertreffen – und nimmt dafür auch stärkere Schwankungen in Kauf.
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Fazit: Technologie bleibt ein Spielfeld für aktive Manager
Der Technologiesektor bietet enorme Chancen – aber auch erhebliche Risiken. Die Geschwindigkeit, mit der sich Marktstrukturen verändern, macht es für Anleger schwierig, dauerhaft die richtigen Unternehmen zu identifizieren.
Aktive Fonds können hier einen entscheidenden Mehrwert liefern. Sie kombinieren Analyse, Erfahrung und Flexibilität, um frühzeitig auf neue Trends zu setzen und Fehlentwicklungen zu vermeiden.
Die aktuellen Top-Performer zeigen: Auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld lassen sich überdurchschnittliche Renditen erzielen – vorausgesetzt, das Management trifft die richtigen Entscheidungen.
Clause de non-responsabilité:
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La contribution Tech-Aktien: Rückkehr der Stockpicker – diese 3 Fonds schlagen 2026 den Markt est apparu en premier ftd.de.