{"id":142330,"date":"2026-08-04T03:02:23","date_gmt":"2026-08-04T01:02:23","guid":{"rendered":"https:\/\/news.abusizz.ch\/militaerausgaben-explodierende-staatsschulden-der-hellmeyer-der-woche-kw32\/"},"modified":"2026-08-04T03:02:23","modified_gmt":"2026-08-04T01:02:23","slug":"militaerausgaben-explodierende-staatsschulden-der-hellmeyer-der-woche-kw32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.abusizz.ch\/fr\/militaerausgaben-explodierende-staatsschulden-der-hellmeyer-der-woche-kw32\/","title":{"rendered":"D\u00e9penses militaires \u2013 explosion de la dette publique ! Le point de la semaine de Hellmeyer S32"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"iframe-youtube-container\"><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Lage im Iran-Krieg wechselt zwischen martialischer Rhetorik, Attacken und Gespr\u00e4chsans\u00e4tzen, die M\u00e4rkte haben sich mittlerweile an das Spiel gew\u00f6hnt. Die Eurozone meldete letzte Woche verbessertes Wachstum, w\u00e4hrend das BIP in den USA entt\u00e4uschte. Sorge bereitet angesichts der hohen Staatsschulden die Entwicklung an den Rentenm\u00e4rkten. Die aktuelle Woche steht neben der dominierenden Geopolitik insbesondere im Zeichen der neuesten US-Arbeitsmarktzahlen. Au\u00dferdem stehen unter anderem Industriedaten f\u00fcr Deutschland im Fokus, sowie die US-Handelsbilanz.<\/p>\n<h3>Geopolitik als dominierender Faktor f\u00fcr die Wirtschaft<\/h3>\n<p>Die geopolitische Lage bleibt \u00e4u\u00dferst angespannt und \u00fcberlagert zunehmend klassische Wirtschaftsdaten. Der Konflikt im Nahen Osten sorgt weiterhin f\u00fcr erhebliche Unsicherheit an der B\u00f6rse. Zwar gab es nach deutlichen milit\u00e4rischen Drohungen der USA zuletzt wieder Signale f\u00fcr diplomatische Gespr\u00e4che, doch die Skepsis der Marktteilnehmer bleibt gro\u00df.<\/p>\n<p>Folker Hellmeyer mahnt in diesem Zusammenhang zur Vorsicht, da die potenziellen Folgen einer Eskalation f\u00fcr die globale Versorgungskette dramatisch sein k\u00f6nnten. Dies betrifft nicht nur die \u00d6lversorgung und Fl\u00fcssiggas, sondern auch energieintensive chemische Produkte und D\u00fcngemittel.<\/p>\n<p>Gleichzeitig nehmen die Spannungen im Ukraine-Krieg neue Formen an. Berichte \u00fcber den ukrainischen Angriff auf ein iranisches Schiff deuten darauf hin, dass sich die beiden Konfliktherde miteinander vermengen k\u00f6nnten. Eine solche Ausweitung stellt f\u00fcr die globale \u00d6konomie ein erhebliches Risiko dar, das von den Finanzm\u00e4rkten derzeit m\u00f6glicherweise untersch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<h3>W\u00e4hrungsmarkt: Die Schw\u00e4che des japanischen Yen<\/h3>\n<p>Der Blick auf die internationalen Finanzm\u00e4rkte offenbart signifikante Verwerfungen am Devisenmarkt. Die Bank of Japan hat vergangene Woche ihren Leitzins unver\u00e4ndert bei 1 Prozent belassen. Bei einer Preisinflation von 1,7 Prozent bedeutet dies weiterhin einen real negativen Zins von minus 0,7 Prozent.<\/p>\n<p>Diese Geldpolitik trifft auf massive Ausgabenprogramme und geplante Steuersenkungen der japanischen Regierung, was das Haushaltsdefizite drastisch ausweiten d\u00fcrfte. Der japanische Yen reagierte darauf mit massiver Schw\u00e4che.<\/p>\n<p>F\u00fcr Europa ergeben sich aus der St\u00e4rke des Euro \u2013 auch gegen\u00fcber dem US-Dollar \u2013 gravierende Nachteile im internationalen Wettbewerb. Seit Januar des vergangenen Jahres wertete der Euro gegen\u00fcber dem US-Dollar um rund 13 Prozent auf. Auch gegen\u00fcber dem japanischen Yen haben sich die Rahmenbedingungen f\u00fcr europ\u00e4ische Exportunternehmen sp\u00fcrbar verschlechtert. Europa tr\u00e4gt eine enorme W\u00e4hrungsb\u00fcrde, obwohl die Eurozone wirtschaftlich hinter anderen Regionen zur\u00fcckbleibt.<\/p>\n<h3>Systemische Risiken an den Rentenm\u00e4rkten<\/h3>\n<p>Ein zentrales Thema der aktuellen Analyse sind die globalen Rentenm\u00e4rkte, die zunehmend in den Fokus r\u00fccken. Die geopolitischen Herausforderungen erfordern weltweit massive Investitionen in R\u00fcstung und Verteidigung. Diese Ausgaben sind jedoch rein konsumtiver Natur und generieren keine nachhaltigen volkswirtschaftlichen Folgeeffekte.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrt zu einem gef\u00e4hrlichen Zusammenspiel aus steigenden Zinsen und historischen Schuldenst\u00e4nden. Die USA verzeichnen mit 4,70 Prozent das h\u00f6chste Renditeniveau seit dem Jahr 2023, w\u00e4hrend Japan mit 2,83 Prozent den h\u00f6chsten Wert seit 1996 erreicht. Auch in Gro\u00dfbritannien, Frankreich und Deutschland klettern die Renditen f\u00fcr Staatsanleihen auf langj\u00e4hrige H\u00f6chstst\u00e4nde.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu fr\u00fcheren Hochzinsphasen sind die heutigen Staatsverschuldungsquoten jedoch ungleich h\u00f6her. Die USA liegen aktuell bei 125,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, Japan sogar bei \u00fcber 204 Prozent. Auch in Frankreich und Gro\u00dfbritannien haben sich die Quoten drastisch erh\u00f6ht. Diese Kombination aus hohen Zinsen und extremer Verschuldung birgt das Risiko einer systemischen Krise, die an der B\u00f6rse momentan weitgehend ignoriert wird.<\/p>\n<h3>Makro\u00f6konomie: R\u00fcckblick auf die vergangenen Tage<\/h3>\n<p>Die US-Notenbank lie\u00df in der vergangenen Woche die Zinsen erwartungsgem\u00e4\u00df in der Zielzone von 3,5 bis 3,75 Prozent unver\u00e4ndert. Allerdings \u00e4ndert sich die Kommunikation, und weitere Zinserh\u00f6hungen werden vor dem Hintergrund potenziell steigender Rohstoffpreise ernsthaft erwogen. Die amerikanische Wirtschaft wuchs im 2. Quartal laut ersten Sch\u00e4tzungen um 1,5 Prozent, was unter den Erwartungen lag.<\/p>\n<p>Hier ist jedoch mit Revisionen nach oben zu rechnen, da der verwendete Deflator mit 6,3 Prozent au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch angesetzt war. Die USA bleiben dank Energieautarkie, Strukturreformen und starkem Verbrauchervertrauen der wirtschaftliche Outperformer der westlichen Welt.<\/p>\n<p>Europa hingegen pr\u00e4sentiert ein durchwachsenes Bild. Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone wuchs im Jahresvergleich um 1 Prozent, bei einer moderaten Inflation von 2,9 Prozent. Deutschland bleibt mit einem Wirtschaftsr\u00fcckgang von minus 0,2 Prozent und einer steigenden Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent das Sorgenkind der Region.<\/p>\n<div class=\"infobox\">\n<p><strong>Der Hellmeyer der Woche: Kernaussagen auf einen Blick<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">Geopolitik: Die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine drohen zu verschmelzen und gef\u00e4hrden die globale Rohstoffversorgung massiv.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4hrungen: Der starke Euro belastet die europ\u00e4ische Exportwirtschaft enorm.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">Rentenm\u00e4rkte: Historisch hohe Staatsschulden treffen auf gestiegene Zinsen und schaffen das Potenzial f\u00fcr eine systemische Krise.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">Weltwirtschaft: Die USA bleiben der Wachstumsmotor, w\u00e4hrend Deutschland \u00f6konomisch weiter den Anschluss verliert.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<h3>Ausblick: Diese Daten bewegen die Finanzm\u00e4rkte in dieser Woche<\/h3>\n<p>In dieser Berichtswoche stehen zahlreiche Termine an, die f\u00fcr Anleger von hoher Relevanz sind. Am Dienstag wird die Handelsbilanz der USA ver\u00f6ffentlicht, bei der ein leicht reduziertes Defizit von 73 Milliarden US-Dollar erwartet wird.<\/p>\n<p>Der Mittwoch steht im Zeichen der Einkaufsmanagerindizes. F\u00fcr Deutschland wird ein Wert von 51,2 Punkten f\u00fcr die Gesamtwirtschaft prognostiziert, f\u00fcr die Eurozone werden 51,9 Punkte erwartet. In den USA deutet der ADP-Besch\u00e4ftigungsbericht mit voraussichtlich 70.000 neuen Arbeitspl\u00e4tzen auf eine weiterhin robuste Expansion hin.<\/p>\n<p>Am Donnerstag folgen die deutschen Auftragseing\u00e4nge der Industrie, die dank staatlicher R\u00fcstungsauftr\u00e4ge leicht um 0,2 Prozent wachsen sollen. Die Einzelhandelsums\u00e4tze der Eurozone werden ebenfalls mit einem moderaten Plus von 0,2 Prozent erwartet. Den Abschluss bildet am Freitag der viel beachtete US-Arbeitsmarktbericht, bei dem 83.000 neue Stellen au\u00dferhalb der Landwirtschaft und ein leichter Anstieg der Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent prognostiziert werden.<\/p>\n<h3>Fazit f\u00fcr Anleger<\/h3>\n<p>Die aktuelle Gemengelage erfordert von Investoren ein hohes Ma\u00df an Wachsamkeit. Die reine Betrachtung isolierter Wirtschaftsdaten reicht derzeit nicht aus, um die Dynamik an der B\u00f6rse zu verstehen. Die Geopolitik bleibt das alles bestimmende Zentrum, das sowohl die Realwirtschaft als auch die Finanzm\u00e4rkte in Atem h\u00e4lt. Behalten Sie insbesondere die Entwicklungen an den globalen Rentenm\u00e4rkten im Blick, da sich hier signifikante systemische Risiken aufbauen.<\/p>\n<p>L&#039;aper\u00e7u \u00e9conomique avec les \u00e9valuations actuelles, court et concis - seulement ici <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/der-hellmeyer-der-woche\/\">Hellmeyer de la semaine<\/a>.<\/p>\n<p class=\"p1\">Souhaitez-vous commencer chaque semaine avec Folker Hellmeyer ? Simplement la newsletter ftd.de <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/newsletter-anmeldung\">WEEKLY NEWS<\/a> s&#039;abonner \u00e0!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"font-size: 12px;\">Clause de non-responsabilit\u00e9:<br \/>\nDieser Artikel basiert ausschlie\u00dflich auf dem Transkript der Sendung Hellmeyer der Woche, Kalenderwoche 18. Die Inhalte dienen der journalistischen Information und stellen keine Anlageberatung dar.<\/p>\n<p>La contribution <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/videos\/militaerausgaben-explodierende-staatsschulden-der-hellmeyer-der-woche-kw32\/\">D\u00e9penses militaires \u2013 explosion de la dette publique ! Le point de la semaine de Hellmeyer S32<\/a> est apparu en premier <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/\">ftd.de<\/a>.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Die Lage im Iran-Krieg wechselt zwischen martialischer Rhetorik, Attacken und Gespr\u00e4chsans\u00e4tzen, die M\u00e4rkte haben sich mittlerweile an das Spiel gew\u00f6hnt. Die Eurozone meldete letzte Woche verbessertes Wachstum, w\u00e4hrend das BIP in den USA entt\u00e4uschte. Sorge bereitet angesichts der hohen Staatsschulden die Entwicklung an den Rentenm\u00e4rkten. 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