BMW Group auf der Auto China 2026, 2. von rechts CEO Oliver Zipse (Foto: BMW Group, Tom Kirkpatrick)
München – Die Ära von Oliver Zipse endet. Das Unternehmen steht vor großen Veränderungen. Der Autobauer behauptet sich besser als die heimische Konkurrenz. Dennoch drücken hohe Zölle, das Marktumfeld in China und Gewinnrückgänge die Stimmung. Führt der neue Konzernchef Milan Nedeljković das Unternehmen erfolgreich durch den Wandel zur Elektromobilität?
An der Börse präsentiert sich der Autobauer robust. Nach Vorlage der Zahlen für das 1. Quartal legte der Kurs zu. Gestern notierte das Papier bei 80,20 Euro (Stand: 16.30 Uhr). Investoren honorieren die klare Positionierung im Premiumsegment. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 14 Prozent verloren, weniger als Konkurrent Mercedes.
Für Anleger bringt das abgelaufene Geschäftsjahr eine höhere Dividende. Das Management schlägt eine Gewinnausschüttung von 4,40 Euro je Stammaktie vor. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zu den 4,30 Euro im Vorjahr. Der Rekordwert von 8,50 Euro stammt bereits aus dem Jahr 2023. Die Aktie handelt ab Donnerstag, 14. Mai 2026, mit dem Dividendenabschlag. Weil dieser Tag ein Feiertag ist, überweist BMW das Geld am Dienstag, 19. Mai 2026, auf die Konten.
+++ 106. ordentliche Hauptversammlung der BMW AG +++
Datum und Uhrzeit: Mittwoch, 13. Mai 2026, ab 10 Uhr MESZ
Format: virtuelle Versammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre
Die Tagesordnung und den Zugang für Aktionäre finden Sie auf dem Hauptversammlungs-Portal. Die öffentliche Live-Übertragung können Sie im Streaming-Portal verfolgen.
IL 1. Quartal 2026 zeigt die Spuren des rauen Branchenwinds. Die Münchener erreichen mit einem Konzernumsatz von rund 31 Milliarden Euro die Erwartungen. Das Ergebnis fiel jedoch schwächer aus. Der Gewinn je Aktie sank auf 2,68 Euro. Die operative Marge im automobilen Kergeschäft fiel auf 5 Prozent. Das Unternehmen lieferte weniger Autos aus und schrieb hohe Summen ab. Dennoch schneidet BMW besser ab als mancher Wettbewerber.
Trotz des holprigen Starts in das Jahr 2026 hält die Führung an den Zielen fest. Sie bestätigt die Prognose für das Gesamtjahr 2026. Das Management erwartet weiterhin eine Rendite auf dem Niveau des Vorjahres. Die Marge soll innerhalb des geplanten Korridors von 4 bis 6 Prozent bleiben. Das setzt starke Impulse durch neue Modelle in der 2. Jahreshälfte voraus.
Technologieoffenheit – Bewährungsprobe für neue Modelle
Der scheidende Vorstandschef Zipse gibt sich kämpferisch. „Wir denken langfristig. Wir investieren in Zukunftstechnologien. Wir stärken unser globales Produktionsnetzwerk. Wir entwickeln unsere Marken und Produkte konsequent weiter”, betont er in seiner vorab veröffentlichten Rede.
Die Technologieoffenheit bleibt das zentrale Thema von BMW. Dennoch belasten Zollschranken und eine schwache Nachfrage im Schlüsselmarkt China das Geschäft. Intern ruhen die Hoffnungen auf der „Neuen Klasse“. Diese komplett neue Architektur für Elektroautos soll künftig die Margen stützen und wird zur Schicksalsfrage im harten globalen Wettbewerb.
Zipse übergibt an Nedeljković – Kritik der Aktionäre
Zipse übergibt nach 7 Jahren den Vorstandsvorsitz nach dem Treffen planmäßig an Milan Nedeljković. Der neue Chef übernimmt keinen Konzern im Komfortmodus. Er steuert ein Haus in einem kritischen Wandel. Zudem steht ein Umbau bei der Eigentümerstruktur zur Abstimmung: BMW will alle Vorzugsaktien in Stammaktien umwandeln.
Auch wenn der Autobauer robuster dasteht als so mancher Konkurrent, bleibt Kritik nicht aus. Die gesunkene operative Marge im Autogeschäft sorgt für Unmut, auch wenn die Dividende leicht steigt. Aktionärsschützer fragen den Vorstand hartnäckig, wie er dem zunehmenden Preisdruck in Asien begegnet. Sie fordern Lösungen für die sinkenden Gewinne.
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Il contributo BMW-Hauptversammlung 2026: Chefwechsel, höhere Dividende, Ende der Vorzugsaktien è apparso per primo ftd.de.