Bitcoin Prognose: SpaceX-Börsengang saugt Kapital! Abverkauf bei Kryptos?

Der 75-Milliarden-Dollar-Börsengang von SpaceX könnte den Bitcoin Kurs kurzfristig abstürzen lassen, bevor neues Kapital zufließt. (Foto: Magnific, KI)

Tesla-Chef und Multi-Milliardär Elon Musk verblüfft mal wieder mit Superlativen: Sein Raumfahrtunternehmen SpaceX geht an die Nasdaq – und schreibt dabei Finanzgeschichte. Die Zahlen sind verrückt, etwas Vergleichbares hat es noch nie gegeben. Prognose: Saugt der größte Börsengang aller Zeiten jetzt das Geld aus Bitcoin (BTC) und Co. – oder ist das Schlimmste schon vorbei?

Bitcoin und SpaceX – größter Börsengang der Geschichte

Heute ist es so weit: Der SpaceX-Börsengang (IPO) beginnt – und schon im Vorfeld sorgt der Anleger-Ansturm für Rekorde. 75 Milliarden Dollar will Elon Musks Raumfahrtkonzern einsammeln, allein Privatanleger haben bereits Zeichnungen über mehr als 70 Milliarden Dollar abgegeben. Wohin man auch blickt: Die Dimensionen sprengen alles Dagewesene. SpaceX platziert 555,6 Millionen Aktien zu je 135 Dollar – die Bewertung: 1,8 Billionen Dollar!

Wird der gebürtige Südafrikaner Musk damit bald zum ersten Billionär der Welt? Bloomberg berichtet: Die Emission ist mehr als vierfach überzeichnet, sie übertrifft sogar den bisherigen Rekordhalter Saudi Aramco (29,4 Milliarden Dollar, 2019) um mehr als das Doppelte. Ungewöhnlich ist auch, wer zum Zug kommt: Ein großer Teil der Aktien geht direkt an Privatanleger – weit über die bei Börsengängen üblichen 5 bis 10 Prozent. Musks erklärtes Ziel: den Rekord-IPO zu „demokratisieren“.

 


Doch was bedeutet das für die derzeit ohnehin angeschlagenen Krypto-Märkte – saugt SpaceX jetzt das Kapital aus Bitcoin? Der sieht sich ohnehin im Hintertreffen – KI und Tech-Aktien sind aktuell die Trades der Stunde. Hier gilt: Kurzfristig ist die Sorge berechtigt. 75 Milliarden Dollar sind ein gewaltiger Batzen – und ein Teil dieses Geldes dürfte aus genau den Depots stammen, die zuletzt Bitcoin und Krypto-ETFs gefüllt haben. „Krypto ist für vieles davon die Funding-Währung. Wir müssen 75 Milliarden Dollar für diesen IPO auftreiben, und das Geld muss irgendwoher kommen“, warnt beispielsweise Spencer Hallarn, OTC-Handelschef beim Krypto-Market-Maker GSR.

Die Spuren sind sichtbar: In den vergangenen Wochen haben die US-Bitcoin-ETFs an 13 Handelstagen in Folge mehr als 4 Milliarden Dollar an Abflüssen verzeichnet – pünktlich vor dem Börsengang. Mit was sollten Anleger bei Bitcoin, Ethereum, Solana und anderen Coins jetzt also rechnen?

Prognose: Wird der Bitcoin wieder steigen?

Fest steht: Sobald die 75 Milliarden Dollar platziert sind, fällt der kurzfristig größte Liquiditäts-Absorber weg – das Kapital wird neue Ziele suchen. Auch Strategy-Chef Michael Saylor deutet den jüngsten Bitcoin-Rückgang als vorübergehend – als Rotation in andere Vermögenswerte, die sich umkehren wird. Interessantes Detail: SpaceX selbst hält 18.712 Bitcoin in der Bilanz (ftd.de berichtete), eingekauft zu durchschnittlich rund 35.000 Dollar. Eines der wertvollsten Unternehmen der Welt geht also mit einem milliardenschweren Bitcoin-Depot an die Börse – die Krypto-Leitwährung gräbt ihre Wurzeln tiefer ins Fundament der Aktienmärkte. Der Verkaufsdruck dürfte sich in einigen Tagen erledigt haben – die Bitcoin-Bilanz von SpaceX jedoch bleibt.

Tomaten aus dem Bitcoin-Ofen: Kanadier heizen mit Rechenpower

Apropos Wurzeln: Ein Projekt zeigt, wie handfest der Nutzen von Bitcoin sein kann – ganz fernab von Börsenkursen. So reifen ab diesem Sommer im kanadischen Manitoba erstmals „Krypto-Tomaten“ – unter der Abwärme von Bitcoin-Rechnern. Möglich macht’s der chinesische Bitcoin-Mining-Ausrüster Canaan. Der hat in Kooperation mit einem Investor (Bitforest) ein 3-Megawatt-Pilotprojekt gestartet: Bei dem geben 360 flüssigkeitsgekühlte Server ihre Wärme nicht mehr ungenutzt an die Luft ab – sie speisen sie vielmehr direkt in die Heizkreisläufe der Treibhausanlage. Über eine Laufzeit von 24 Monaten sollen nun rund eine Million Tonnen Heißwasser zirkulieren – Energie, die sonst verpufft wäre.

Das Ergebnis: In einer Provinz, in der das Thermometer im Januar auf minus 30 Grad fällt, erblicken nun ganzjährig Tomaten das Licht der Welt. Möglich gemacht durch Rechenleistung, die nebenbei Bitcoin schürft. Das Projekt verdeutlicht einmal mehr, wie vielschichtig Bitcoin ist – und dass die Energie, die beim Schürfen frei wird, nicht zwangsläufig das Klima belastet, sondern sich sinnvoll nutzen lässt. Aus Abwärme wird Ernte – und aus dem vermeintlichen Umweltsünder ein Stück produktive Infrastruktur.

coinbase-logo

Annuncio

Scambia Bitcoin & Co. facilmente. Con il vincitore del test.

Il primo custode di criptovalute in Germania.

Die Rechnung ist betriebswirtschaftlich reizvoll: Heizkosten zählen in nördlichen Gewächshäusern zu den größten Posten, und ein Miner liefert die Wärme praktisch als Nebenprodukt seiner eigentlichen Aufgabe. Im kanadischen North Vancouver heizt das Unternehmen MintGreen mit der Abwärme seiner Rechner bereits Wohnhäuser, andernorts erwärmt Mining-Hitze Schwimmbäder oder speist Fernwärmenetze. Neu ist allein der Sprung in die industrielle Lebensmittelproduktion.

Sollte sich das Modell rechnen, dürfte es Schule machen: überall dort, wo Wärme teuer und Bitcoin willkommen ist. Schon seit geraumer Zeit verschiebt sich die Debatte von „Wie viel Strom verbraucht Bitcoin?“ hin zu „Was lässt sich mit der entstehenden Energie noch anfangen?“. Und vielleicht haben ja auch SpaceX und Tesla hierzu einige Ideen.

 

Disclaimer:
L'autore e/o persone o aziende associate possiedono criptomonete, compresi i Bitcoin. Questo articolo rappresenta un'espressione di opinione e non un consiglio di investimento.

Il contributo Bitcoin Prognose: SpaceX-Börsengang saugt Kapital! Abverkauf bei Kryptos? è apparso per primo ftd.de.