Arbeitsmarkt USA heute: Daten für Dezember – vor erstem Fed-Entscheid 2026

Der Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Faktor für die Geldpolitik der US-Notenbank. (Foto: Freepik, Vittor Hugo Griezmann)

Washington – Die Hoffnung auf einen stabilen Stellenzuwachs hat sich erfüllt: Im Dezember sind in den USA 50.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft hinzugekommen, wie das Bureau of Labor Statistics (BLS) heute meldet. Experten hatten mit einem Plus von 55.000 Arbeitsverhältnissen gerechnet.

Allerdings korrigierten die Statistiker die Stellenveränderungen der Vormonate deutlich nach unten: für Oktober von minus 105.000 auf minus 173.000, im November von plus 64.000 auf plus 56.000.

Besonders im Fokus stand die Arbeitslosenquote, die im November auf 4,6 Prozent stieg – im August waren es noch 4,3 Prozent. Im Dezember ging nun der Anteil der registrierten Arbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung wieder auf 4,4 Prozent zurück.

ADP-Statistik unter Erwartungen – Konzerne drosseln Aktivität

Unter den Prognosen blieb der ADP-Report am Mittwoch. Die Statistik des Lohndienstleisters ADP weist für Dezember 41.000 neue Stellen in der Privatwirtschaft aus. Ökonomen hatten ein Plus von 47.000 Jobs erwartet, nachdem ADP für November einen Rückgang von 29.000 Stellen gemeldet hatte.

Doch der Zuwachs betreffe nicht alle Betriebe, so ADP. Kleine Unternehmen haben sich von den Verlusten im November erholt und zum Jahresende positive Einstellungszahlen verzeichnet, berichtet ADP-Chefökonomin Nela Richardson. Große Arbeitgeber hingegen haben ihre Aktivität gedrosselt.

Weniger offene Stellen – Fed hat Arbeitsmarkt im Fokus

Auch bei den offenen Stellen gibt es aktuell weniger Dynamik als erwartet: Der Jolts-Report des US-Arbeitsministeriums hat für Ende November rund 7,14 Millionen offene Stellen registriert. Das liegt deutlich unter den prognostizierten 7,6 Millionen und unter dem Oktober-Wert von 7,45 Millionen.

Der US-Jobmotor läuft also derzeit nicht auf Hochtouren – für die US-Notenbank Federal Reserve ein wichtiger Grund für die letzte Zinssenkung im Dezember. Die Währungshüter setzten den Leitzins um 25 Basispunkte auf die Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent herab – der dritte Zinsschnitt in Folge.

Inflationstrend zuletzt positiv – Zins-Prognose des FedWatch Tools

Neben dem Arbeitsmarkt hat die Fed im Rahmen ihres Doppelmandats auch die Verbraucherpreise im Auge. Die November-Daten zur Inflation überraschten positiv: 2,7 Prozent im Jahresvergleich nach 3 Prozent im September – für den Oktober liegen wegen des Regierungs-Shutdowns keine Daten vor.

Von Inflation und Arbeitsmarkt hängt ab, ob die Fed 2026 weitere Zinssenkungen beschließt. Doch für den nächsten Entscheid am 28. Januar beziffert das Strumento FedWatch die Chance für eine weitere Zinssenkung auf 325 bis 350 Basispunkte auf lediglich 2,8 Prozent. (Stand: 9. Januar, 14.47 Uhr MEZ)

Aktualisiert nach Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen am 9. Januar 2026 um 14.45 Uhr (MEZ).

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