Prestito titoli ETF: Bonus per gli investitori o rischio sottovalutato?

Die Wertpapierleihe bietet ETFs die Möglichkeit, durch Leihgebühren zusätzliche Renditen für Privatanleger zu erwirtschaften. (Bild: Magnific AI)

Schon seit Jahrzehnten ist es unter institutionellen Investoren gelebte Praxis, sich einander Wertpapiere zu leihen. Auch im Kontext von ETFs stellt diese Handlung keine Seltenheit dar, gleichwohl sie vielen nach wie vor unbekannt sein dürfte. Wie aber ist die Wertpapierleihe aus der Perspektive eines Privatanlegers zu beurteilen? Birgt sie schwer kalkulierbare Risiken oder vielmehr die Chance auf ein wenig Mehrrendite?

Wie die ETF-Wertpapierleihe abläuft – Hedgefonds und Leerverkäufe

Auch wenn an dieser Stelle nicht auf jedes Detail eingegangen werden kann, so soll die prinzipielle Funktionsweise der Wertpapierleihe dennoch kurz skizziert werden. Dazu ein Beispiel:

Stellen Sie sich einen ETF vor, der Eigentümer verschiedener Aktien ist. Nun kommt ein Hedgefonds auf diesen ETF zu und möchte sich von ihm einige der Aktien für eine begrenzte Zeit leihen.

Das Wichtigste zu ETF Wertpapierleihe

  • Physisch replizierende ETFs nutzen die Wertpapierleihe, um durch Gebühren eine zusätzliche Renditequelle zu erschließen.
  • Leihnehmer (etwa Hedgefonds) müssen Sicherheiten hinterlegen, deren Wert täglich geprüft wird und den Wert der entliehenen Wertpapiere übersteigt.
  • Ein wirtschaftlicher Schaden für Privatanleger aus diesen hoch standardisierten Geschäften ist äußerst unwahrscheinlich.

Damit dieser „Deal“ zustande kommt, muss der Leihnehmer (Hedgefonds) dem Leihgeber (ETF) nicht nur eine Leihgebühr zahlen, sondern zusätzlich Sicherheiten zur Verfügung stellen. Diese können etwa aus Barmitteln oder anderen hochliquiden Assets bestehen.

Warum aber sollte sich ein Akteur überhaupt Wertpapiere leihen? Oftmals dienen sie dazu, sogenannte Leerverkäufe durchzuführen. Damit ein Leerverkauf stattfinden kann, muss der sogenannte Short Seller das Wertpapier, etwa eine Aktie, zuerst besitzen. Diesen Besitz verschafft er sich wiederum durch das Leihgeschäft. Sobald die Leihperiode zu Ende ist, erwirbt der Leerverkäufer die Aktie am freien Markt und gibt sie dem Leihgeber zurück. Notiert der Kurs in diesem Moment unter dem Niveau zu Beginn des Geschäfts, so hat der Short Seller einen Gewinn erwirtschaftet. Der Short Seller setzt also auf fallende Kurse.

Nutzen für Anleger: Zusatzrendite durch ETF Wertpapierleihe

Dass derartige Mechanismen „im Hintergrund“ eines ETFs vonstattengehen, sollte mit Blick auf die Häufigkeit der Anwendung gerade bei physisch replizierenden Indexfonds keine große Überraschung sein. Trotzdem stellt sich die wichtige Frage, ob Privatanleger durch derartige Geschäfte nun besser oder schlechter gestellt sind.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ETFs dank der Wertpapierleihe eine zusätzliche Renditequelle erschließen, selbst wenn diese im ersten Moment überschaubar scheint – für Standard-ETFs auf liquide Indizes typischerweise zwischen 0,01 und 0,1 Prozent jährlich, in Einzelfällen auch darüber. Wie hoch genau das Zusatzeinkommen ausfällt, das in Form der Leihgebühren in Erscheinung tritt, hängt von diversen Faktoren ab. Dazu zählen etwa die Liquidität des verliehenen Wertpapieres, aber auch dessen Handelsvolumen oder die Anzahl der Leerverkäufe, die mit diesem Wertpapier durchgeführt werden.

Smartbroker Dashboard / Quelle: Smartbroker Presse

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Die Erträge aus der Wertpapierleihe werden nach einer bestimmten Quote zwischen ETF und Fondsanbieter aufgeteilt. Dieser Verteilschlüssel kann von ETF zu ETF variieren. In der Regel dient der Anteil, den der ETF-Anbieter einbehält, unter anderem zur Deckung der operativen Kosten, die bei dem Leihgeschäft anfallen.

Sicherheitsmechanismen: Wie hoch ist das Risiko wirklich?

Trotz der dargestellten Vorzüge einer Wertpapierleihe könnte mancher Privatanleger vor ETFs zurückschrecken, die sich dieser Praxis bedienen. Angeführt werden dann oftmals die damit verbundenen Risiken. Zurecht?

Zur Beantwortung muss zunächst einmal festgehalten werden, dass die Wertpapierleihe – besonders innerhalb der EU – aufsichtsrechtlich strengen Vorschriften unterliegt und gleichzeitig einen mittlerweile höchst standardisierten Prozess darstellt. Es handelt sich also nicht um exotische oder kaum zu durchblickende Strategien zur Gewinnmaximierung.

Wie zu Beginn dargelegt, sind die Leihnehmer verpflichtet, Sicherheiten bereitzustellen. Deren Wert muss bei Investmentfonds in der EU, und damit auch bei ETFs, oberhalb des Wertes der Leihsache liegen. Durch die tägliche Überprüfung des Wertes von Sicherheiten und Leihsache wird sichergestellt, dass die Besicherungsquote stets ein Mindestniveau erfüllt. Das ist aber nicht der einzige Schutz.

Zusätzlich zur Haftung des Leihnehmers mit dessen gesamtem Gesellschaftsvermögen und dem unmittelbaren Zugriff des Leihgebers auf die gestellten Sicherheiten springt im Regelfall auch das Institut, welches die Wertpapierleihe operativ durchführt, ein, falls der Leihnehmer seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann und der Wert der hinterlegten Wertpapiere ebenfalls nicht ausreichen sollte.

Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass ein wirtschaftlicher Schaden, der aus Wertpapierleihen von ETFs resultiert, für den Privatanleger sehr unwahrscheinlich ist und über die vergangenen Jahrzehnte nicht ein einziges Mal (!) dokumentiert wurde. Immer strengere Regulierungen senken das potenzielle Risiko zudem weiter ab.

Fazit zur ETF Wertpapierleihe für Privatanleger

Ob eine Wertpapierleihe dem ETF-Anleger zugutekommt oder ihm eher schadet, sollte aus den vorangegangenen Ausführungen deutlich geworden sein. Zwar versprechen diese Geschäfte keinen Renditeturbo. Trotzdem kann sich das Zusatzeinkommen über die Zeit hinweg trotzdem zu einem nicht zu unterschätzenden Betrag akkumulieren. Das dafür einzugehende Risiko ist dank umfassender behördlicher Aufsichtsmaßnahmen eher theoretischer Natur.

 

Disclaimer:
Non consigli sugli investimenti. Nessuna chiamata per acquistare o vendere titoli.

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