{"id":145149,"date":"2026-10-22T05:03:15","date_gmt":"2026-10-22T03:03:15","guid":{"rendered":"https:\/\/news.abusizz.ch\/maerkte-mit-momentum-japan-gibt-gas-4-wege-mit-fonds-und-etfs-dabei-zu-sein\/"},"modified":"2026-10-22T05:03:15","modified_gmt":"2026-10-22T03:03:15","slug":"maerkte-mit-momentum-japan-gibt-gas-4-wege-mit-fonds-und-etfs-dabei-zu-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/maerkte-mit-momentum-japan-gibt-gas-4-wege-mit-fonds-und-etfs-dabei-zu-sein\/","title":{"rendered":"M\u00e4rkte mit Momentum: Japan gibt Gas \u2013 4 Wege, mit Fonds und ETFs dabei zu sein"},"content":{"rendered":"<div>\n<div id=\"attachment_93286\" style=\"width: 1510px\" class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p id=\"caption-attachment-93286\" class=\"wp-caption-text\">Klar strukturiert: 4\u00a0 Wege, um das japanische Markt-Momentum ins Portfolio zu holen. (KI-Bild: ftd.de-Redaktion mit Magnific AI)<\/p>\n<\/div>\n<p>Der Nikkei 225 hat sich binnen 5 Jahren mehr als verdoppelt. Doch hinter der Rally steckt nicht nur ein schwacher Yen, sondern ein Land, das seine Unternehmen zwingt, endlich etwas mit ihren Geldbergen anzufangen. 4 Fonds und ETFs f\u00fcr den Einstieg in Japans Wandel.<\/p>\n<p>Japan kann sich selbst widersprechen wie kaum ein anderer Markt. Die Gesellschaft altert, die Unternehmen bauen an der automatisierten Zukunft. Die Wirtschaft w\u00e4chst im Schneckentempo, an der B\u00f6rse werden Fantasiepreise gehandelt. Und w\u00e4hrend steigende Zinsen die Finanzierung verteuern, entdecken Anleger ausgerechnet jetzt den Wert jener Milliarden, die seit Jahrzehnten ungenutzt in japanischen Bilanzen vor sich hin schlummern.<\/p>\n<p>Ein Blick in den R\u00fcckspiegel zeigt, wie weit diese Wiederentdeckung schon getragen hat: Am 15. Oktober 2021 stand der Nikkei 225 bei 29.069 Punkten. 2 Jahre sp\u00e4ter, am 16. Oktober 2023, waren es 31.659 Punkte. Am 16. Oktober 2026 schloss der Index bei 65.324 Punkten \u2013 ein Plus von 106 Prozent in 3 Jahren und rund 125 Prozent \u00fcber 5 Jahre, jeweils in Yen und ohne Dividenden. Die vermeintlich eingeschlafene Tokioter B\u00f6rse hat eine Strecke zur\u00fcckgelegt, die viele westliche Indizes alt aussehen l\u00e4sst.<\/p>\n<h3>Takaichi gibt Gas \u2013 und muss die Rechnung erkl\u00e4ren<\/h3>\n<p>Um weitere Kursgewinne zu erzielen, m\u00fcssen die Unternehmen jetzt liefern: h\u00f6here Gewinne, bessere Kapitalrenditen und Aussch\u00fcttungen, die mehr als nur ein Versprechen sind. R\u00fcckenwind kommt von der Politik. Premierministerin Sanae Takaichi will Japan mit massiven Investitionen auf Wachstum trimmen. Den politischen Spielraum daf\u00fcr hat sie sich eindrucksvoll gesichert. Bei der Unterhauswahl am 8. Februar 2026 holte ihre Liberaldemokratische Partei 316 von 465 Sitzen und damit eine Zweidrittelmehrheit.<\/p>\n<p>Ihre Wachstumsstrategie zielt auf \u00f6ffentliche und private Investitionen in H\u00f6he von mehr als 370 Billionen Yen bis zum Fiskaljahr 2040 ab. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Halbleitern, k\u00fcnstlicher Intelligenz und Quantentechnologie. Aus Sicht der B\u00f6rse ist die Logik dahinter einfach: F\u00fcr neue Fabriken werden Maschinen ben\u00f6tigt, f\u00fcr Rechenzentren Ausr\u00fcstung und f\u00fcr anspruchsvollere Chips spezialisierte Fertigungstechnik \u2013 und japanische Zulieferer k\u00f6nnen daran verdienen, ohne selbst zu den bekanntesten Namen des KI-Booms zu z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Doch staatlicher Ehrgeiz schafft noch keine rentable Fabrik und neue Ausgaben m\u00fcssen finanziert werden. Am 5. Oktober versprach Takaichi, die Ausgabe neuer Staatsanleihen im Griff zu behalten und trotz h\u00f6herer Investitionen die Tragf\u00e4higkeit der Staatsfinanzen zu wahren. Zuvor hatte eine geplante zweij\u00e4hrige Steuersenkung auf Lebensmittel ab April 2027 wegen offener Finanzierungsfragen bereits f\u00fcr Unruhe am Anleihemarkt gesorgt. F\u00fcr Anleger hat diese Politik somit 2 Seiten: Einerseits kann sie Auftr\u00e4ge und Gewinne anschieben. Treibt sie jedoch Finanzierungskosten und Inflationserwartungen nach oben, wird ein Teil des eigenen Vorteils wieder aufgefressen.<\/p>\n<h3>Das Ende des billigen Geldes sortiert die Gewinner neu<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend die Regierung investieren will, zieht die Bank of Japan die Z\u00fcgel an. Im September erh\u00f6hte sie ihren Leitzins auf 1,25 Prozent. Mehrere Investmentbanken erwarten den n\u00e4chsten Schritt im Dezember. Bereits am 30. Oktober steht die n\u00e4chste geldpolitische Entscheidung an. Das sortiert die Gewinner neu: W\u00e4hrend Banken von h\u00f6heren Zinsertr\u00e4gen profitieren, m\u00fcssen hoch verschuldete Firmen mehr f\u00fcr ihre Finanzierung aufbringen. Zudem wird bei Wachstumsaktien genauer gepr\u00fcft, was ferne Zukunftsgewinne heute eigentlich wert sind.<\/p>\n<p>Konjunkturellen Schutz vor Entt\u00e4uschungen bietet das Land kaum. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds erwartet f\u00fcr Japan f\u00fcr die Jahre 2026 und 2027 jeweils nur ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent. Hohe Energiekosten belasten die Wirtschaft zus\u00e4tzlich. Japans B\u00f6rsenchancen h\u00e4ngen deshalb weniger von der Gesamtkonjunktur als von einzelnen Unternehmen ab: Ein weltweit gefragter Halbleiterausr\u00fcster ist nicht auf einen boomenden heimischen Konsum angewiesen, eine Bank verdient unter anderen Bedingungen als ein Automatisierer und ein Industriebetrieb kann auch bei schwacher Konjunktur wertvoller werden, wenn er endlich mehr aus seinem Kapital macht.<\/p>\n<h3>Die eigentliche Reform steckt in den Bilanzen<\/h3>\n<p>Lange Zeit konnten sich japanische Unternehmen mit hohen Kassenbest\u00e4nden, verschachtelten Beteiligungen und m\u00e4\u00dfigen Kapitalrenditen arrangieren. F\u00fcr Aktion\u00e4re war das ein schlechter Tausch: viel Substanz, wenig Bewegung. Damit macht die Tokioter B\u00f6rse jetzt ernst. Seit 2023 fordert sie Unternehmen der Marktsegmente Prime und Standard auf, ihre Kapitalkosten, Rentabilit\u00e4t und Bewertung systematisch zu analysieren und Verbesserungen offenzulegen. Im April 2026 wurde die Initiative noch einmal versch\u00e4rft und der Fokus st\u00e4rker auf den sinnvollen Einsatz unternehmerischer Ressourcen gelegt.<\/p>\n<p>Das klingt nach B\u00fcrokratie, kann aber Rendite freisetzen. Wer entbehrliche Beteiligungen verkauft, unrentable Gesch\u00e4fte aufgibt oder \u00fcbersch\u00fcssiges Kapital aussch\u00fcttet, erh\u00f6ht den Wert je Aktie. Auch Aktienr\u00fcckk\u00e4ufe k\u00f6nnen hilfreich sein, solange die Unternehmen ihre eigenen Anteile nicht zu Mondpreisen zur\u00fcckkaufen. Eine volle Kasse allein ist jedoch noch keine Investmentthese \u2013 das Geld muss rentabel investiert werden oder den Eigent\u00fcmern zugutekommen. Wenn es dauerhaft ungenutzt bleibt, kann eine Aktie jahrelang billig erscheinen, ohne ihren Anlegern Freude zu bereiten. Genau hier beginnt die eigentliche Arbeit aktiver Fondsmanager: Sie m\u00fcssen herausfinden, bei welchen Unternehmen sich tats\u00e4chlich etwas ver\u00e4ndert und wie viel davon nach der kr\u00e4ftigen Rally bereits im Kurs steckt.<\/p>\n<div class=\"ftd-promo-container\">\n            <!-- Inline-Block Wrapper schrumpft auf exakte Bildbreite --><\/p>\n<div class=\"ftd-promo-wrapper\">\n                <!-- Werbekennzeichnung schlie\u00dft linksb\u00fcndig mit der Bildkante ab --><br \/>\n                <span class=\"ftd-promo-label\">Annuncio<\/span><br \/>\n                <a href=\"https:\/\/ftd.de\/go\/smartbroker-depot\/\" target=\"_blank\" rel=\"sponsored noopener noreferrer\" style=\"display: block\"><br \/>\n                    <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"970\" height=\"250\" src=\"https:\/\/news.abusizz.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/smartbroker-banner.png\" class=\"promo-banner-media\" alt=\"Smartbroker\" style=\"display: block;max-width: 100%;height: auto\" srcset=\"https:\/\/news.abusizz.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/smartbroker-banner.png 970w, https:\/\/www.ftd.de\/wp-content\/uploads\/smartbroker-banner-300x77.png 300w, https:\/\/www.ftd.de\/wp-content\/uploads\/smartbroker-banner-768x198.png 768w\" sizes=\"(max-width: 970px) 100vw, 970px\">                <\/a>\n            <\/div>\n<\/p><\/div>\n<h3>Der Yen schreibt an der Rendite mit<\/h3>\n<p>F\u00fcr Euro-Anleger hat die Japan-Rally einen Wechselkurs-Haken. F\u00e4llt der Yen gegen\u00fcber dem Euro, kommen von den Kursgewinnen weniger im Depot an: 20 Prozent Aktiengewinn minus 10 Prozent W\u00e4hrungsverlust ergeben am Ende nur 8 Prozent Plus. Die beeindruckenden Nikkei-Zahlen in Yen entsprechen deshalb nicht automatisch dem, was deutsche Anleger tats\u00e4chlich verdienen.<\/p>\n<p>Ein schwacher Yen hilft zugleich japanischen Exporteuren, da sich ihre Auslandsgewinne bei der Umrechnung vergr\u00f6\u00dfern, w\u00e4hrend importierte Energie und Rohstoffe teurer werden. Dieselbe W\u00e4hrungsbewegung verteilt Gewinne und Belastungen also h\u00f6chst unterschiedlich. W\u00e4hrungsgesicherte Fonds begrenzen den direkten Wechselkurseinfluss auf den Euro-Ertrag. Sie beseitigen jedoch weder das Aktienrisiko noch die wirtschaftlichen W\u00e4hrungsabh\u00e4ngigkeiten der Unternehmen selbst. Bei einer Yen-Aufwertung verzichten Anleger weitgehend auf den zus\u00e4tzlichen Gewinn.<\/p>\n<h3>4 unterschiedliche Wege, auf Japans Wandel zu setzen<\/h3>\n<h4>iShares Core MSCI Japan IMI: Das breite Fundament<\/h4>\n<p>IL <a href=\"https:\/\/www.ishares.com\/de\/privatanleger\/de\/produkte\/251867\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">iShares Core MSCI Japan IMI UCITS ETF<\/a> (ISIN: IE00B4L5YX21) bietet viel Markt f\u00fcr wenig Geld. Die j\u00e4hrliche Gesamtkostenquote betr\u00e4gt 0,12 Prozent, Ertr\u00e4ge werden wiederangelegt. Am 14. Oktober 2026 hielt der ETF 929 Positionen. Der zugrunde liegende Index umfasst gro\u00dfe, mittelgro\u00dfe und kleine Unternehmen; die physische Nachbildung erfolgt mittels Optimierung. Industrieunternehmen stellten rund 24,5 Prozent, Technologie knapp 18 Prozent und Finanzwerte rund 17 Prozent. Das ausgewiesene Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnis lag bei 18,92.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div class=\"chartwrapper\" id=\"chartwrapper\" data-chartid=\"6ad8d213c41cb\"><\/div>\n<p>Damit erfasst der Fonds unterschiedliche m\u00f6gliche Gewinner: Industrieunternehmen mit neuen Auftr\u00e4gen, Banken im ver\u00e4nderten Zinsumfeld und kleinere Gesellschaften, die in engeren Standardwerteindizes fehlen. Wegen der Gewichtung nach B\u00f6rsenwert dominieren dennoch die gro\u00dfen Konzerne. Die betrachtete Anteilsklasse sichert den Yen nicht ab. Auch eine Fondsw\u00e4hrung in Dollar oder der Handel in Euro \u00e4ndern daran nichts. Wer den direkten Wechselkurseinfluss begrenzen m\u00f6chte, kann zur Euro-abgesicherten Anteilsklasse (ISIN: IE00BKT6FV49) greifen. Deren j\u00e4hrliche Gesamtkostenquote betr\u00e4gt 0,17 Prozent. Die Absicherung reduziert allerdings auch die Chance auf zus\u00e4tzliche Gewinne durch einen st\u00e4rkeren Yen.<\/p>\n<p>Fazit: Ein g\u00fcnstiger Basisbaustein f\u00fcr ein breites Japan-Engagement einschlie\u00dflich Nebenwerten. Ob der Yen die Rendite mitbestimmen soll, l\u00e4sst sich \u00fcber die Wahl der Anteilsklasse steuern.<\/p>\n<h4>Xtrackers Nikkei 225: G\u00fcnstig, aber mit deutlichen Schwerpunkten<\/h4>\n<p>IL <a href=\"https:\/\/etf.dws.com\/de-de\/LU0839027447-nikkei-225-ucits-etf-1d\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Xtrackers Nikkei 225 UCITS ETF 1D<\/a> (ISIN: LU0839027447) bietet Zugang zu Japans bekanntestem B\u00f6rsenbarometer f\u00fcr 0,09 Prozent j\u00e4hrlich. Er bildet den Index physisch vollst\u00e4ndig nach und sch\u00fcttet Ertr\u00e4ge aus.<\/p>\n<p>Die Besonderheit steckt in der Gewichtung: Beim Nikkei entscheidet der Aktienpreis unter Ber\u00fccksichtigung von Anpassungsfaktoren \u00fcber das Gewicht eines Unternehmens, nicht dessen B\u00f6rsenwert. Das f\u00fchrt zu einer erheblichen Konzentration: Advantest, Fast Retailing, Tokyo Electron und SoftBank Group vereinten am 16. Oktober 2026 rund 35 Prozent des Indexgewichts. 225 Aktien bedeuten hier keineswegs 225 gleich starke Renditequellen.<\/p>\n<p>Diese Schwerpunkte haben sich zuletzt ausgezahlt: Der Nikkei lie\u00df den breiter aufgestellten MSCI Japan hinter sich. Seine h\u00f6here Gewichtung von Halbleiter- und Technologiewerten half ihm, besonders stark vom KI-Boom zu profitieren. Der Vorsprung belegt allerdings keine grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegenheit seiner Indexkonstruktion. Dreht die Branchenf\u00fchrung zugunsten von Banken oder anderen geringer gewichteten Unternehmen, kann sich das Verh\u00e4ltnis umkehren. Auch entt\u00e4uschte Gewinnerwartungen bei wenigen Schwergewichten reichen aus, um den bisherigen R\u00fcckenwind zum Gegenwind zu machen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div class=\"chartwrapper\" id=\"chartwrapper\" data-chartid=\"6ad8d213c41f6\"><\/div>\n<p>Wer bereits stark in den globalen KI-Boom investiert ist, sollte deshalb die gemeinsamen wirtschaftlichen Abh\u00e4ngigkeiten pr\u00fcfen. Japanische Aktien bringen nicht automatisch andere Renditetreiber ins Depot.<\/p>\n<p>Wer den direkten Yen-Einfluss begrenzen m\u00f6chte, kann zum Xtrackers Nikkei 225 UCITS ETF 2D EUR Hedged (ISIN: LU1875395870) greifen. Die j\u00e4hrliche Pauschalgeb\u00fchr betr\u00e4gt 0,19 Prozent. Die Euro-Absicherung reduziert den direkten Wechselkurseinfluss, l\u00e4sst die Konzentration auf einzelne Aktien jedoch bestehen.<\/p>\n<p>Fazit: Ein sehr g\u00fcnstiger Japan-Zugang, dessen Schwergewichte zuletzt einen Renditevorteil brachten. Wer nach der starken Entwicklung einsteigt, kauft dieselben Schwerpunkte samt R\u00fcckschlagrisiko. F\u00fcr eine breitere Abdeckung des japanischen Aktienmarktes sind MSCI Japan oder MSCI Japan IMI die naheliegenderen Alternativen.<\/p>\n<h4>Aspoma Japan Opportunities: Auf der Suche nach untersch\u00e4tzter Substanz<\/h4>\n<p>Die Manager des <a href=\"https:\/\/www.aspoma.com\/fonds\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aspoma Japan Opportunities Fund A<\/a> (ISIN: LI0393642439) beginnen ihre Suche in der Bilanz. Verantwortlich ist der \u00d6sterreicher Harald Staudinger, unterst\u00fctzt vom Researchteam in Japan um Koya Tabata. Gesucht werden ertragsstarke Unternehmen mit \u00fcbersch\u00fcssigem Finanzverm\u00f6gen. Die \u00dcberlegung: Decken liquide Mittel und anderes aussch\u00fcttbares Nettofinanzverm\u00f6gen bereits einen erheblichen Teil des B\u00f6rsenwerts ab, bezahlt der Anleger m\u00f6glicherweise wenig f\u00fcr das operative Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>H\u00f6here Aussch\u00fcttungen, eine produktivere Kapitalverwendung oder der Druck aktivistischer Investoren k\u00f6nnen eine Neubewertung ausl\u00f6sen. Damit setzt der Fonds auf einen Kern der japanischen Unternehmensreformen: Vorhandenes Verm\u00f6gen soll den Aktion\u00e4ren mehr bringen. Das Portfolio ist breiter aufgestellt, als das Etikett eines Nebenwertespezialisten vermuten l\u00e4sst. Ende August 2026 hielt der Fonds 94 Positionen, die 10 gr\u00f6\u00dften machten 19,2 Prozent aus. Die A-Klasse kann den Yen teilweise oder vollst\u00e4ndig gegen\u00fcber dem Euro absichern.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div class=\"chartwrapper\" id=\"chartwrapper\" data-chartid=\"6ad8d213c4217\"><\/div>\n<p>Zum 31. August 2026 betrug das Fondsplus \u00fcber 5 Jahre rund 188 Prozent, entsprechend 23,5 Prozent j\u00e4hrlich. Ein direkter Vergleich mit dem Nikkei-Anstieg w\u00e4re allerdings unsauber: W\u00e4hrung, Absicherung, Dividendenbehandlung und Stichtage unterscheiden sich. Neben 0,80 Prozent Management- und 0,20 Prozent Verwaltungsgeb\u00fchr nennt der Anbieter eine zehnprozentige Erfolgsgeb\u00fchr mit High-Water-Mark.<\/p>\n<p>Fazit: Ein eigenst\u00e4ndiger Zugang zur japanischen Reformgeschichte. Der Ansatz \u00fcberzeugt, wenn aus untersch\u00e4tzter Substanz tats\u00e4chlich Aktion\u00e4rswert entsteht. Das verlangt mitunter Geduld: Auch ein gut gef\u00fcllter Unternehmenstresor \u00f6ffnet sich nicht von selbst.<\/p>\n<h4>Alma Eikoh: Rund 30 Ideen m\u00fcssen den Unterschied machen<\/h4>\n<p>Die Manager des <a href=\"https:\/\/www.almacapital.com\/funds\/alma-eikoh-japan-large-cap-equity-fund\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alma Eikoh Japan Large Cap Equity Fund I EUR Hedged C<\/a> (ISIN: LU1013116782) setzen auf Konzentration. James Pulsford und Tom Grew w\u00e4hlen rund 30 Unternehmen aus. Gesucht werden profitable, gut gef\u00fchrte Gesellschaften mit langfristigen Perspektiven. Entscheidend ist, wie rentabel sie ihr Kapital einsetzen und wie viel Wachstum der Aktienkurs bereits vorwegnimmt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Aspoma besonders auf freisetzbare Bilanzwerte schaut, setzt Alma st\u00e4rker auf die Entwicklung ausgew\u00e4hlter Gesch\u00e4ftsmodelle. Im September verkaufte das Team beispielsweise den Chip-Substrathersteller Ibiden und kaufte den Halbleiterausr\u00fcster Disco. Dort sehen die Manager Chancen durch anspruchsvollere Fertigungsverfahren und die Nachfrage aus dem KI-Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Das Portfolio reicht jedoch deutlich \u00fcber Technologie hinaus. Zu den gr\u00f6\u00dften Positionen z\u00e4hlen Mitsubishi UFJ Financial Group mit 6,73 Prozent, Japan Post Bank mit 5,66 Prozent und Fujifilm Holdings mit 4,36 Prozent. Die beiden Banken er\u00f6ffnen Chancen durch Japans Zinsnormalisierung und erg\u00e4nzen die technologischen Wachstumsthemen. Insgesamt besitzt der Fonds nach Einsch\u00e4tzung des Managements eine Wachstumsneigung gegen\u00fcber dem Gesamtmarkt. Entt\u00e4uschen die Unternehmen die eingepreisten Erwartungen, bekommt ein konzentriertes Portfolio das entsprechend deutlich zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div class=\"chartwrapper\" id=\"chartwrapper\" data-chartid=\"6ad8d213c4237\"><\/div>\n<p>Die betrachtete Euro-Klasse ist w\u00e4hrungsgesichert. Die j\u00e4hrlichen Verwaltungs- und sonstigen laufenden Betriebskosten betragen 1,06 Prozent, hinzu kommen gesch\u00e4tzte 0,14 Prozent Transaktionskosten. Eine Erfolgsgeb\u00fchr f\u00e4llt nicht an.<\/p>\n<p>Fazit: Eine aktive Alternative f\u00fcr Anleger, die gezielte Unternehmensauswahl suchen \u2013 mit Technologiechancen und Banken als Profiteuren einer m\u00f6glichen Zinsnormalisierung. Rund 30 Positionen geben guten Entscheidungen Gewicht \u2013 und Fehlgriffen ebenfalls. Die Euro-Absicherung begrenzt den direkten W\u00e4hrungseinfluss, sch\u00fctzt aber nicht vor entt\u00e4uschenden Gewinnen oder \u00fcberh\u00f6hten Bewertungen.<\/p>\n<h3>Nach der Verdopplung z\u00e4hlt der Kaufpreis<\/h3>\n<p>Die Regierung will Investitionen anschieben, die B\u00f6rse mehr Ertrag aus vorhandenem Kapital sehen. Beides kann Unternehmen ver\u00e4ndern, die lange unter ihren M\u00f6glichkeiten geblieben sind. Nach 125 Prozent Nikkei-Zuwachs in 5 Jahren ist diese Hoffnung allerdings l\u00e4ngst im Markt angekommen. Anleger m\u00fcssen unterscheiden, welche Verbesserungen noch bevorstehen und welche bereits im Kurs stecken.<\/p>\n<p>Der MSCI Japan IMI bietet breite Marktabdeckung, der Nikkei setzt kr\u00e4ftige Schwerpunkte bei wenigen Unternehmen. ASPOMA sucht untersch\u00e4tzte Bilanzsubstanz, Alma ausgew\u00e4hlte Gesch\u00e4ftsmodelle mit Wachstumspotenzial. Welche Strategie passt, h\u00e4ngt auch davon ab, welche Risiken bereits im Depot liegen und ob der Yen mitentscheiden soll.<\/p>\n<p>Takaichi kann Investitionen f\u00f6rdern, die B\u00f6rse kann Druck machen. Die n\u00e4chste Rendite m\u00fcssen am Ende aber die Unternehmen selbst verdienen \u2013 und Anleger sollten sie beim Einstieg nicht schon im Voraus bezahlen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"font-size: 12px\">Disclaimer:<br \/>\nNon consigli sugli investimenti. Nessuna chiamata per acquistare o vendere titoli.<\/p>\n<\/p>\n<p>Il contributo <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/boerse\/maerkte\/maerkte-mit-momentum-japan-gibt-gas-4-wege-mit-fonds-und-etfs-dabei-zu-sein\/\">M\u00e4rkte mit Momentum: Japan gibt Gas \u2013 4 Wege, mit Fonds und ETFs dabei zu sein<\/a> \u00e8 apparso per primo <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/\">ftd.de<\/a>.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klar strukturiert: 4\u00a0 Wege, um das japanische Markt-Momentum ins Portfolio zu holen. (KI-Bild: ftd.de-Redaktion mit Magnific AI) Der Nikkei 225 hat sich binnen 5 Jahren mehr als verdoppelt. Doch hinter der Rally steckt nicht nur ein schwacher Yen, sondern ein Land, das seine Unternehmen zwingt, endlich etwas mit ihren Geldbergen anzufangen. 4 Fonds und ETFs [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":145150,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[22,1],"tags":[],"class_list":["post-145149","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ft","category-topstory"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145149","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=145149"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145149\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media\/145150"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=145149"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=145149"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=145149"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}