{"id":145412,"date":"2026-11-03T04:01:46","date_gmt":"2026-11-03T03:01:46","guid":{"rendered":"https:\/\/news.abusizz.ch\/prognose-us-wahlen-trump-wird-nicht-zur-lame-duck-der-hellmeyer-der-woche-kw45\/"},"modified":"2026-11-03T04:01:46","modified_gmt":"2026-11-03T03:01:46","slug":"prognose-us-wahlen-trump-wird-nicht-zur-lame-duck-der-hellmeyer-der-woche-kw45","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.abusizz.ch\/it\/prognose-us-wahlen-trump-wird-nicht-zur-lame-duck-der-hellmeyer-der-woche-kw45\/","title":{"rendered":"Prospettiva delle elezioni statunitensi: Trump non sar\u00e0 un Lame Duck! Il personaggio dell'anno KW45"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"iframe-youtube-container\"><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Vergangene Woche kam etwas Bewegung in die Geopolitik: In Doha laufen Gespr\u00e4che zum Iran-Konflikt, in der Ukraine gab es eine kurze regionale Waffenruhe, und die USA dr\u00e4ngen auf russische Gaslieferungen nach Europa. Die Zentralbanken haben die Zinsen stabil gehalten, aber Zinserh\u00f6hungen stehen im Raum. In der aktuellen Woche sind die USA im Fokus: Wird Trump bei den Zwischenwahlen seine Machtbasis im Kongress verlieren? Zudem publiziert die US-Regierung den aktuellen Arbeitsmarktbericht, und die M\u00e4rkte blicken auf neue Inflationszahlen f\u00fcr den Euroraum.<\/p>\n<h3>Geopolitik und europ\u00e4ische Energieversorgung \u2013 Die Analyse im Hellmeyer der Woche<\/h3>\n<p>Auf geopolitischer Ebene zeichnen sich in Doha fortgesetzte diplomatische Bem\u00fchungen zur Entsch\u00e4rfung der Spannungen im Nahen Osten ab. Eine Eskalation des Konflikts h\u00e4tte mittelfristig gravierende wirtschaftliche Folgen f\u00fcr alle Beteiligten, weshalb der Fokus der internationalen Akteure auf Verhandlungsl\u00f6sungen liegt. Gleichzeitig dr\u00e4ngt die US-Regierung darauf, europ\u00e4ische M\u00e4rkte wieder \u00fcber bestehende ukrainische Pipelines mit russischem Gas zu versorgen. Dies der Ukraine Durchleitungsgeb\u00fchren sichern und das europ\u00e4ische Energiedefizit abmildern.<\/p>\n<p>Die Situation der europ\u00e4ischen Energieversorgung bleibt \u00e4u\u00dferst angespannt. In Deutschland lag der F\u00fcllstand der Gasspeicher Anfang November bei lediglich 61,03 Prozent, was die gesetzlich vorgeschriebene Zielmarke von 70 Prozent deutlich verfehlt. Die Hoffnung auf einen milden Winter birgt Risiken, insbesondere da ab dem 1. Januar 2027 ein EU-weites Importverbot f\u00fcr russisches Fl\u00fcssiggas gilt; russisches Gas insgesamt machte 2025 noch rund 12 Prozent der EU-Gasimporte aus.<\/p>\n<p>Auch die Preisentwicklung unterstreicht die prek\u00e4re Lage am Standort Europa. Im Oktober verzeichneten die europ\u00e4ischen Gaspreise einen Anstieg von knapp 44 Prozent und erreichten den h\u00f6chsten Stand seit November 2022. Im starken Kontrast dazu fielen die Gaspreise in den USA im selben Zeitraum um 4,7 Prozent. Im Jahresvergleich liegt das europ\u00e4ische Preisniveau f\u00fcr Gas drastisch um \u00fcber 215 Prozent h\u00f6her, w\u00e4hrend es in den Vereinigten Staaten um etwa 15 Prozent gesunken ist. Diese massive Divergenz f\u00fchrt zu einem eklatanten Verlust der industriellen Wettbewerbsf\u00e4higkeit in Europa.<\/p>\n<h3>Makro\u00f6konomie und globale Finanzm\u00e4rkte im Fokus<\/h3>\n<p>Die Belastungen durch hohe Energiekosten spiegeln sich direkt in der Binnenwirtschaft wider. Im j\u00fcngsten Berichtsmonat brachen die deutschen Einzelhandelsums\u00e4tze um 2 Prozent ein, entgegen der Konsenssch\u00e4tzung eines leichten Wachstums. Inflationsbereinigt bel\u00e4uft sich der R\u00fcckgang im Jahresvergleich auf 2,3 Prozent. Die USA verzeichneten im selben Zeitraum hingegen einen inflationsbereinigten Anstieg der Einzelhandelsums\u00e4tze von 3 Prozent. Diese stark voneinander abweichenden Daten verdeutlichen eine strukturelle Schw\u00e4che der europ\u00e4ischen Wirtschaft im globalen Vergleich.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Europ\u00e4ische Union wirtschaftspolitisch stagniert, setzen andere Nationen auf bilaterale Fortschritte. Das erweiterte Freihandelsabkommen zwischen China und der Schweiz, das Z\u00f6lle nahezu vollst\u00e4ndig abschafft, demonstriert einen pragmatischen Ansatz zur Wirtschaftsf\u00f6rderung. Gleichzeitig offenbaren gesellschaftliche Unruhen in Frankreich und zunehmend auch in Deutschland eine wachsende Unzufriedenheit der Bev\u00f6lkerung mit der aktuellen Wirtschafts- und Strukturpolitik.<\/p>\n<p>Auch die Fiskalpolitik der Eurozone weist erhebliche Defizite auf, wie die Regierungskrise in Belgien zeigt. Bei einer prognostizierten Staatsverschuldung von 110 Prozent und einem prognostizierten Defizit von 5,2 Prozent droht dort die Aufstellung des Haushalts f\u00fcr das Jahr 2027 an notwendigen Einsparungen von 10 Milliarden Euro zu scheitern. Obwohl die systemischen Risiken innerhalb der Eurozone zunehmen, bleiben die Reaktionen an den Devisenm\u00e4rkten bislang moderat. Eine Neubewertung dieser Risiken durch die Finanzm\u00e4rkte k\u00f6nnte jedoch jederzeit erfolgen.<\/p>\n<h3>Zinsentscheide und die aktuelle B\u00f6rsenlage<\/h3>\n<p>In der vergangenen Woche haben die gro\u00dfen Zentralbanken eine abwartende Haltung eingenommen. Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) hielt den Einlagensatz bei 2,5 Prozent, die US-Notenbank (Fed) den Leitzins bei 3,875 Prozent und die Bank of Japan ihren Satz bei 1,25 Prozent. Trotz dieser Zinspausen bleibt das Thema weiterer Zinserh\u00f6hungen an den M\u00e4rkten pr\u00e4sent. Vertreter der Fed signalisierten bereits, dass in naher Zukunft mit weiteren Zinsschritten zu rechnen sei, was ma\u00dfgeblich von exogenen Faktoren wie der Entwicklung der Energiepreise abh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Die makro\u00f6konomischen Indikatoren belegen die anhaltende wirtschaftliche Dominanz der Vereinigten Staaten. Das US-Wirtschaftswachstum lag im dritten Quartal bei annualisierten 3,4 Prozent, angetrieben durch eine wirtschaftsfreundliche Politik und robuste Investitionen. Die Eurozone verzeichnete im Gegensatz dazu ein Wachstum von lediglich 0,4 Prozent im Quartalsvergleich. Frankreich, als eine der Kern\u00f6konomien Europas, entt\u00e4uschte sogar mit einer wirtschaftlichen Kontraktion von 0,1 Prozent.<\/p>\n<p>In Deutschland sank die Inflationsrate im Oktober vorl\u00e4ufig auf 2,8 Prozent, was jedoch prim\u00e4r auf gesunkene Kraftstoffpreise zur\u00fcckzuf\u00fchren ist und keine strukturelle Entspannung darstellt. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs im Quartalsvergleich um 0,2 Prozent. Festzuhalten ist, dass dieses Wachstum durch staatliche Nachfrage gest\u00fctzt wird, w\u00e4hrend private Investitionen ausbleiben. In China zeigten die staatlichen Einkaufsmanagerindizes zwar eine leichte Kontraktion, doch das Gesamtwachstum stabilisiert sich im Rahmen der Zielvorgabe von 5 Prozent.<\/p>\n<h3>Prognose f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte \u2013 Termine der Berichtswoche im Hellmeyer der Woche<\/h3>\n<p>Die laufende Berichtswoche bietet zahlreiche potenziell marktbewegende Ereignisse. Ein zentraler Fokus liegt auf den US-Zwischenwahlen, deren Ausgang die politische Handlungsf\u00e4higkeit und den wirtschaftlichen Kurs der USA ma\u00dfgeblich beeinflussen wird. Daneben werden wichtige Daten zur globalen Industrie ver\u00f6ffentlicht, beginnend mit dem weltweiten Einkaufsmanagerindex f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe, der eine Orientierung \u00fcber den Zustand der Weltwirtschaft bietet.<\/p>\n<p>F\u00fcr die US-Wirtschaft werden weitere robuste Daten erwartet. Die Prognose f\u00fcr die US-Auftragseing\u00e4nge der Industrie geht von einem Zuwachs von 1,2 Prozent aus. Der JOLTS-Bericht d\u00fcrfte mit erwarteten 7,125 Millionen offenen Stellen die anhaltende St\u00e4rke des amerikanischen Arbeitsmarktes best\u00e4tigen. Am Freitag steht zudem der umfassende US-Arbeitsmarktbericht im Fokus, bei dem ein Stellenaufbau von 65.000 Jobs au\u00dferhalb der Landwirtschaft bei einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent prognostiziert wird.<\/p>\n<p>In Europa richtet sich der Blick auf die finalen Daten zur Inflation in der Eurozone. Es wird ein leichter Anstieg der Verbraucherpreise auf 3,9 Prozent erwartet. F\u00fcr Anleger am Geldmarkt bedeutet dies weiterhin eine deutlich negative Realrendite von minus 1,4 Prozent. Die Bank of England wird voraussichtlich ihren Leitzins von 3,75 Prozent auf 4 Prozent anheben, was im Gegensatz zur Eurozone einen positiven Realzins f\u00fcr britische Anlagen sichert. F\u00fcr Deutschland werden zudem neue Zahlen zu den Industrieauftr\u00e4gen erwartet, deren Aussagekraft jedoch durch die zunehmende Verlagerung der Produktion ins Ausland eingeschr\u00e4nkt ist.<\/p>\n<div class=\"infobox\">\n<p><strong>Der Hellmeyer der Woche: Kernaussagen der Analyse<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Energiekrise<\/strong>: Die europ\u00e4ische Gasversorgung bleibt angespannt. Der drastische Preisunterschied zu den USA gef\u00e4hrdet die industrielle Basis in Europa massiv.<\/li>\n<li><strong>Makro\u00f6konomie<\/strong>: Die US-Wirtschaft zeigt starke Wachstumsraten, w\u00e4hrend die Eurozone und insbesondere Deutschland und Frankreich strukturell stagnieren.<\/li>\n<li><strong>Geldpolitik<\/strong>: Die Zentralbanken pausieren vorerst bei Zinserh\u00f6hungen, doch das Risiko weiterer geldpolitischer Straffungen bleibt bestehen.<\/li>\n<li><strong>Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/strong>: Hohe Produktionskosten und ausbleibende Privatinvestitionen zwingen europ\u00e4ische Unternehmen zunehmend, Auftr\u00e4ge im Ausland abzuwickeln.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<h3>Fazit und Relevanz f\u00fcr Anleger<\/h3>\n<p>Die aktuelle Marktsituation verlangt von Investoren eine differenzierte Analyse der regionalen Gegebenheiten. Die USA untermauern ihre Position als globaler Wachstumsmotor mit starken makro\u00f6konomischen Fundamentaldaten und einer investorenfreundlichen Standortpolitik. Europa hingegen befindet sich in einem schwierigen strukturellen Umfeld, gepr\u00e4gt von Wettbewerbsnachteilen und ungel\u00f6sten haushaltspolitischen Herausforderungen.<\/p>\n<p>Die negativen Realrenditen im Euroraum entwerten die Kaufkraft und erfordern strategische Anpassungen in der Verm\u00f6gensallokation. Anleger sollten den Fokus verst\u00e4rkt auf internationale Diversifikation legen und die kommenden wirtschaftspolitischen Entscheidungen sowie die Resultate der US-Wahlen genauestens beobachten.<\/p>\n<p>La panoramica economica con valutazioni attuali, breve e concisa - solo qui <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/der-hellmeyer-der-woche\/\">Hellmeyer della settimana<\/a>.<\/p>\n<p class=\"p1\">M\u00f6chten Sie jede Woche mit Folker Hellmeyer starten? 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